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Max Verstappen haderte mit seinem zweiten Platz im Qualifying von Istanbul
Max Verstappen haderte mit seinem zweiten Platz im Qualifying von Istanbul © Imago
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München und Istanbul - Nach dem Qualifying in Istanbul ist Max Verstappen enttäuscht über Platz 2. Während Vettel auf das Rennen setzt, hadert Hamilton mit den Bedingungen. Die Stimmen.

Max Verstappen hatte das ganze Wochenende beim Großen Preis der Türkei bisher nach Belieben dominiert. Auch im Qualifying fuhr der Red-Bull-Pilot eine schnellste Runde nach der nächsten und war teilweise mindestens zwei oder drei Sekunden schneller als alle anderen Fahrer. (Formel 1: Rennen zum Großen Preis der Türkei ab 11.10 Uhr im SPORT1-Liveticker)

Als Racing-Point-Pilot Sergio Pérez in Q3 mit Intermediate-Reifen eine neue Bestzeit setzte, brach Verstappen - zu diesem Zeitpunkt auf den Regenreifen - jedoch seine schnelle Runde trotz zweier Sektorenbestzeiten ab, da er in die Box beordert wurde.

Anschließend reichte es für den Niederländer nur zu Rang zwei, was ihn nach dem Qualifying ziemlich verärgerte.

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Von solchen Startplätzen konnte man bei Mercedes an diesem Tag nur träumen. Mit über fünf Sekunden Rückstand belegte Weltmeister Lewis Hamilton als der schnellere Silberpfeil-Fahrer Platz sechs. Danach haderte der Brite, der an diesem Wochenende seinen sieben WM-Titel einfahren kann, mit den Bedingungen in Istanbul.

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SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying in Istanbul von Sky, aus der Boxengasse und der Pressekonferenz zusammen.

Lance Stroll (Racing Point), Startplatz 1:

"Mir fehlen die Worte. Ich bin schockiert. Ich hatte das niemals erwartet - vor allem nach dem 3. Training. Wir waren danach nicht sicher, ob wir wettbewerbsfähig sind. Ich hatte nur eine Runde, um das hinzubekommen. Ich habe mich aber wohl gefühlt im Auto. Es ist eines der größten Highlights meiner Karriere. Davon habe ich geträumt, einmal auf der Pole Position zu stehen."

... über seine Probleme in den vergangenen Wochen: "Es fühlt sich so gut an. Die Zeit nach dem dritten Platz in Monza war hart für mich. Ich konnte nicht mehr punkten, dann kam Corona. Ich hatte Unfälle und seltsame Zwischenfälle, es war einfach der Wurm drin."

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Max Verstappen (Red Bull), Startplatz 2:

"Ich bin stinksauer. Zum ersten Mal in der Saison 2020 bin ich nach einem Qualifying mit unserer Leistung nicht zufrieden. Schon im ersten Quali-Segment hatte ich gefühlt, dass der Intermediate an unserem Auto nicht den Vorteil bringt, wie es theoretisch sein sollte. Die Strecke war in den letzten Minuten am besten, aber dann war ich leider nicht mit den richtigen Reifen unterwegs."

... über seine Pole-Chancen mit Regenreifen: "Ich glaube, ich hätte eine Zeit in seinem (Stroll, Anm. d. Red.) Bereich fahren können. Ich bin wirklich sehr enttäuscht. Wenn du in jedem Training der schnellste Mann bist und dann stehst du mit Rang zwei da, wenn es wirklich zählt, ist das einfach frustrierend." (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der Formel 1)

... über die Probleme mit den Intermediates: "Mit Regenreifen lag der Wagen traumhaft. Aber mit den Intermediates war an der Vorderachse kaum Grip. Wir müssen herausfinden, wie das passieren kann. Ans Rennen will ich noch gar nicht denken, dazu bin ich derzeit viel zu enttäuscht. Es nervt auch, dass ich als Zweiter von der schlechteren Seite starten muss, da wäre Platz drei besser gewesen."

Sergio Pérez (Racing Point), Startplatz 3:

"Ich dachte wirklich, dass es dieses Mal für die Pole reichen würde, aber die Piste wurde mit jeder Runde schneller. Erst konnte sich Lance an mir vorbeischieben und dann auch Max. Das Timing passte am Schluss einfach nicht. Ich fuhr direkt hinter Giovinazzi und er ließ mich einfach nicht vorbei. Ich habe versucht, ihn zu überholen, dabei habe ich mich in Kurve 6 gedreht. Aber das ist trotzdem ein fabelhaftes Ergebnis für das Team und eine große Chance, am Sonntag gegen unsere Gegner McLaren und Renault viel zu punkten."

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Lewis Hamilton (Mercedes), Startplatz 6:

"Die Strecke fühlte sich fürchterlich an, sie haben sie mit dem neuen Belag ruiniert. Einige haben die Reifen besser ins Arbeitsfenster gebracht, aber insgesamt hatten wir alle Mühe. Ich bin nicht enttäuscht, ich habe mein Bestes gegeben und weder Dreher hingelegt noch Fehler eingebaut. Generell bin ich zufrieden mit meiner Leistung. Das war das beste Tempo, das wir heute fahren konnten."

... über die Bedingungen in Istanbul: "Das ganze Wochenende war ein Albtraum. So einen schlechten Grip habe ich auf keiner Strecke erlebt und es war eine Herausforderung. Viel Spaß machte es aber nicht, obwohl ich normalerweise gerne im Nassen unterwegs bin. Aber wir hatten gar keinen Grip, deshalb konnte ich in den Kurven nicht den Speed fahren, den wir uns wünschten."

Sebastian Vettel (Ferrari), Startplatz 11:

"Damit bin ich natürlich nicht zufrieden. Es ist nicht so toll, wenn man so viel rumrutscht. Ich dachte, heute kommen wir ins Q3. Wir haben einfach keine Temperatur in die Reifen bekommen. Im Regen tun wir uns schwer, auch schon in Österreich. Ich dachte eigentlich, dass wir hier ein bisschen besser dastehen sollten, unabhängig davon, dass es rutschig ist."

... über sein gewonnenes Teamduell gegen Leclerc: "Ach, unter den Bedingungen. Wahrscheinlich war es für uns beide schwierig. Entscheidender war, dass wir beide nicht weiterkommen konnten."

... über die Chancen im Rennen: "Gestern waren wir so ungefähr Top 5, 6 oder 7, auch im Longrun. Jetzt tun wir uns natürlich etwas schwerer von da hinten. Man weiß ja auch nicht, was morgen für ein Wetter ist, aber wir probieren alles."

Charles Leclerc (Ferrari), Startplatz 12:

"Das war ein Desaster, ich habe keine Erklärung, was da passiert ist. Im 3. Freien Training, als die Bahn ebenfalls nass war, hatte sich der Wagen so gut angefühlt. Ich konnte das Auto kaum auf der Strecke halten und habe auf Max Verstappen in Q2 sechs Sekunden verloren. Sechs Sekunden! Dabei war ich im 3. Training noch Zweiter zwischen den RBR-Piloten gewesen. Ich verstehe das einfach nicht."

Christian Horner (Red-Bull-Teamchef):

"Wir haben uns sehr schwergetan, die Intermediates zum Arbeiten zu bringen. Max ist in Q1 und Q2 schlichtweg sensationell gefahren, aber dann steckte er einige Zeit hinter Kimi Räikkönen fest. In der verwirbelten Luft hinter dem Wagen von Kimi ließen sich die Reifen nicht ideal nutzen. Hätte Max frei fahren können, sähe jetzt alles anders aus. In der letzten Runde hatte Max einen üblen Quersteher in Kurve 7, unseren Berechnungen zufolge hat ihn das etwa sechs Zehntelsekunden gekostet."

Toto Wolff (Mercedes-Teamchef):

"Wir haben die Reifen einfach nicht ins Temperaturfenster bekommen. Wir wussten, dass wir ein Temperaturproblem haben. Es ist ein guter Tag, um zu lernen. Ich glaube, dass wir im Rennen ein paar Positionen nach vorne machen können, aber der Verstappen war unglaublich schnell."

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