Cameron Menzies hat am Freitag zum ersten Mal detailliert über die Folgen seines Eklats bei der Darts-Weltmeisterschaft gesprochen.
Darts: "Kein Gefühl mehr" – WM-Ausraster hat drastische Folgen
WM-Ausraster hat drastische Folgen
„Im Grunde habe ich in Teilen meiner Finger kein Gefühl mehr wegen des Schadens, den ich angerichtet habe, deshalb tue ich mich enorm schwer“, gestand er am Rande des European Tour Events im polnischen Krakau nach dem 6:4-Erstrundensieg gegen den Engländer Ritchie Edhouse.
„Ich habe dieses Jahr massiv zu kämpfen. Ich wünschte, ich wüsste, was bei der WM passiert ist. Ich habe mir selbst großen Schaden zugefügt“, erklärte Menzies weiter.
Nach Darts-WM: Menzies mit Reue und Narbe
Der Schotte hatte nach seiner Erstrunden-Niederlage gegen den Engländer Cameron Manby bei der Weltmeisterschaft aus Frust mehrfach auf einen Tisch eingeschlagen und seine Hand sekundenlang in eine funkensprühende Fontäne gehalten.
Eine Aktion mit folgenschwerem Ausgang, wie Menzies erläuterte: „Sie haben mich operiert und gesagt, es sei durchtrennt gewesen. Ich musste zu einem Handspezialisten und hatte Glück, dass es nicht so schlimm ausgegangen ist, wie es hätte sein können.“
Bei ihm herrsche jetzt vor allem Reue für das Geschehene: „Man sieht es an der Narbe, ich habe einen riesigen Fehler gemacht und muss damit leben, ein Tischschläger zu sein. Es ist kein stolzer Moment in meinem Leben. Leider habe ich einen großen Fehler gemacht und muss ihn akzeptieren.“
Darts: Professionelle Hilfe geholt
Im Nachhinein hatte sich Menzies bereits für die blutige Aktion entschuldigt. Nun sprach er offen über die schwerwiegenden Konsequenzen: „Es hat sechs oder sieben Wochen gedauert, bis ich wieder einen Dart geworfen habe.“
Auch abseits des Oche habe sich der Spieler nach eigener Aussage mit Unterstützung der PDPA (Professional Dart Players Association; Anm. d. Red.) Hilfe geholt: „Ich mache gerade Hypnotherapie und habe nie daran geglaubt, aber die PDPA hat mich zu acht Sitzungen bei diesem Mann geschickt. Ich bin mein eigener schlimmster Feind. Diese Leute helfen mir, besser zu werden.“