Darts-WM>

Worte, die wie eine Drohung klingen

Worte, die wie eine Drohung klingen

Luke Littler gewinnt mit einer enormen Leichtigkeit die Darts-WM. Der 18-Jährige macht im Nachgang eine Ansage, die seinen Kontrahenten nicht gefallen wird.
Luke Littler holt souverän zum zweiten Mal in Folge den Titel bei der Darts-WM. Im Finale gegen Gian van Veen zeigte sich dennoch mehrfach, wie groß der Druck auf den Schultern des 18-Jährigen war.
Luke Littler gewinnt mit einer enormen Leichtigkeit die Darts-WM. Der 18-Jährige macht im Nachgang eine Ansage, die seinen Kontrahenten nicht gefallen wird.

Luke Littler ist zum zweiten Mal in Folge Darts-Weltmeister gekrönt - und schon mit 18 Jahren ist das Wunderkind damit in einen sehr exklusiven Zirkel aufgestiegen.

„Es fühlt sich großartig an, in einer Riege mit denjenigen zu sein, die zweimal in Folge Weltmeister geworden sind. Das haben nicht viele Spieler geschafft, es ist eine kurze Liste“, reagierte Littler auf der Pressekonferenz, voller Stolz auf eine Errungenschaft, die vor ihm nur Phil Taylor, Adrian Lewis und Gary Anderson gelungen waren. Im jungen, sehr jungen Alter bleibt „The Nuke“ damit schon nicht mehr viel, was er im Darts noch nicht erreicht hat.

Darts-WM: Sieger Littler „möchte alles dominieren“

Alleine im Jahr 2025 gewann „The Nuke“ sieben von zwölf möglichen Major-Turnieren. Nur noch das World Masters, die European Darts Championship und der World Cup of Darts (Team-Turnier) fehlen ihm in seiner Major-Sammlung.

Nach seinem 7:1-Erfolg gegen Gian van Veen wurde Littler gefragt, was seine Ziele für 2026 seien und er antwortete entschlossen: „Ich möchte alles dominieren. Ich möchte versuchen, alles zu gewinnen.“

Littler hat Taylors Rekord im Blick

Er fügte hinzu, dass die 16 WM-Titel von Taylor noch sehr weit weg seien, aber scherzte zugleich: „Vielleicht brauche ich dafür noch 15 oder 16 Jahre.“ Littler führte weiter aus: „Ich glaube, ich könnte den Rekord brechen, wenn ich lange genug dabeibleibe und meinen Hunger behalte.“

Hierbei verwies er auf eine Aussage von Michael van Gerwen, der in der Vergangenheit mal sagte, dass es sich nicht mehr lohnt, weiterzuspielen, wenn der innere Antrieb fehle.

Der Ausnahmekönner stellte jedoch klar: „In mir ist noch viel Hunger vorhanden.“

World Masters: Littler will den Titel

Sein großes Ziel ist es zunächst, alle Major-Turniere zu gewinnen. Als Nächstes findet das World Masters vom 28. Januar bis 1. Februar statt.

Doch bis dahin warten noch reichlich Interview-Termine sowie World-Series-Events auf den 18-Jährigen.

Im vergangenen Jahr präsentierte er die Sid-Waddell-Trophy kurz nach dem Finale im Old Trafford bei seinem Herzensverein Manchester United. Ob das auch in diesem Jahr ansteht, steht noch nicht fest. „Wenn sie mich einladen, werde ich es machen“, sagte Littler.

Ein Journalist sagte daraufhin neckisch, dass das dann die einzige Trophäe sein werde, die die United-Fans in dieser Saison zu sehen bekämen. Darüber musste Littler schmunzeln und antwortete: „Darüber reden wir am besten nicht.“

Ally-Pally-Wespe? Littler mit wilder Theorie

Abschließend war auf der Pressekonferenz auch die Ally-Pally-Wespe ein Thema. Diese war während des Finals auf der Bühne und verleitete „The Nuke“ zu ein paar Box-Moves, um sie zu verscheuchen.

Als ein Journalist ausholte und meinte, dass die Wespe Tradition im Alexandra Palace habe, unterbrach Littler ihn und erwiderte schmunzelnd: „Tradition? Komm schon ... ich sage schon seit Jahren, dass jemand hier herkommt und die Wespe extra aussetzt. Da bleibe ich auch bei.“