Stefan Effenberg hat sich im FIROCKX DOPPELPASS auf SPORT1 mit deutlichen Worten zur schwierigen Situation von Robert Andrich bei Bayer Leverkusen geäußert und dabei Verständnis für die harte Entscheidung von Trainer Carles Martínez gezeigt.
Effenberg verliert im Doppelpass deutliche Worte über Andrich
Hartes Urteil über Andrich
„Eigentlich ist das ja die Aufgabe von Trainer Martínez, das zu entscheiden. Und wenn er eine Spielphilosophie hat und sagt, Andrich passt da nicht rein, muss man damit umgehen“, sagte der SPORT1-Experte.
Martínez hatte Andrich vor dem Pflichtspielauftakt die Kapitänsbinde abgenommen und danach öffentlich gesagt, dass der 31-Jährige auf dieser Position im Mittelfeld zunächst eher eine Nebenrolle einnehme: „Zumindest weiß er jetzt, woran er ist. So kann er sich darauf vorbereiten, was für ihn das Beste und für uns das Beste sein könnte.“
Effenberg: Andrich „hatte nicht mehr die Stabilität“
Für Effenberg kommt diese sportliche Entscheidung auch nicht völlig überraschend: „Ich glaube schon, dass Andrich einen Wackler drin hatte in der vergangenen Saison. Er hatte nicht mehr die Stabilität. Aber damit muss er umgehen, das ist Geschäft. Der Trainer entscheidet.“
Der 58-Jährige ging sogar noch einen Schritt weiter: „Ich sehe keine Weiterentwicklung bei Andrich im Positiven.“
Eine positive Entwicklung sah Effenberg zumindest am 1. Spieltag auch bei der restlichen Mannschaft nicht, die mit 2:3 bei Aufsteiger SV Elversberg unterlag – ohne Andrich, der das gesamte Spiel auf der Bank schmorte und wenige Tage vor dem Deadline Day als Verkaufskandidat gilt.
„Ich habe das Spiel gesehen und gedacht: Leverkusen ist noch in so einem Vorbereitungsspiel-Modus. Man hat überhaupt nicht gesehen, dass sie schon wieder Bundesliga spielen und hohe Ansprüche haben“, fand der Champions-League-Sieger von 2001 mit Bayern klare Worte.