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Eishockey-WM 2023: Deutscher WM-Traum lebt weiter nach Nervenkrimi gegen die Schweiz -

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Eishockey-WM 2023: Deutscher WM-Traum lebt weiter nach Nervenkrimi gegen die Schweiz -

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DEB-Helden wie Mertesacker

Bei der Eishockey-WM 2023 (LIVE auf SPORT1) lebt der deutsche Traum vom Titel weiter. Das DEB-Team steht nach einem echten Fight im Nachbarschaftsduell mit der Schweiz im Halbfinale.
Moritz Seider (Nr.53) muss gegen die Schweiz nach einem harten Check frühzeitig vom Eis
Moritz Seider (Nr.53) muss gegen die Schweiz nach einem harten Check frühzeitig vom Eis
© IMAGO/Just Pictures
SPORT1
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von SPORT1
Bei der Eishockey-WM 2023 (LIVE auf SPORT1) lebt der deutsche Traum vom Titel weiter. Das DEB-Team steht nach einem echten Fight im Nachbarschaftsduell mit der Schweiz im Halbfinale.

Was für ein Fight der deutschen Nationalmannschaft!

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Nach einem packenden Nachbarschaftsduell mit der Schweiz steht das Team von Bundestrainer Harold Kreis durch einen 3:1-Sieg im Halbfinale der Eishockey-WM 2023 (LIVE auf SPORT1). Damit setzt sich auch eine schwarze Serie der Eidgenossen gegen Deutschland fort. Erneut scheitert eine Schweizer Nationalmannschaft in einem K.o.-Spiel am großen Nachbarn - unter anderem zum zweiten Mal nach 2021 in Riga.

„Wir haben hier eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht“, betonte DEB-Kapitän Moritz Müller bei SPORT1 die guten Erinnerungen an den Spielort und fügte hinzu: „Wir sind als Underdog in die Partie gegangen, aber wir wussten von Beginn an, dass die Schweiz nicht so weit weg ist und wir sie schlagen können.“

Aber der Sieg kostete viel Energie. „Jetzt erstmal in die Eistonne“, erinnerte Torschütze Nico Sturm nach dem Match bei SPORT1 an den legendären Auftritt von Per Mertesacker bei der Fußball-WM 2014. „Die letzten zehn Minuten habe ich meine Beine überhaupt nicht mehr gespürt“, gestand der NHL-Star.

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Goalie-Patzer lässt Deutschland jubeln

Bereits nach sieben Minuten machte Maximilian Kastner klar, dass Deutschland auch an diesem Tag wieder als Spielverderber auftreten will. Allerdings machte Robert Mayer dabei keine gute Figur. Ein eigentlich harmloser Handgelenksschuss rutschte dem Schweizer Goalie zwischen Fanghand und Schoner durch. Fast schon aufreizend langsam kullerte die Scheibe über die Linie.

„Es ist ein Spiel auf Augenhöhe. Da tut dann so ein Tor gut. Ich bin froh, dass er reingegangen ist“, zeigte sich Kastner, der auch zum deutschen Man of the Match gewählt wurde, nach dem ersten Drittel bei SPORT1 erleichtert.

Nervenkrimi im Mitteldrittel

Aber die Eidgenossen erholten sich schnell von diesem Schock und drückten auf den Ausgleich. Der gelang Jonas Siegenthaler nach 47 Sekunden im zweiten Drittel. Und dieses Mitteldrittel sollte zu einem wahren Nervenkrimi aus deutscher Sicht werden.

Moritz Seider war nach einem nicht gegebenen Stockschlag vor dem Gegentreffer frustriert und ließ seinem Ärger mit einem harten Check an Gaëtan Haas freien Lauf. Die Folge waren fünf Minuten Unterzahl für das deutsche Team und das Spielende für Deutschlands besten Verteidiger. „Mo ist einer unserer absoluten Top-Jungs. Den zu verlieren, das macht was im Kopf“, beschrieb Müller die Situation.

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Aber mit viel Einsatz und einem starken Mathias Niederberger im Tor wurde diese lange Unterzahl überstanden. „Die fünf Minuten da runterzukillen, wie die Jungs das gemacht haben: Schüsse geblockt, Passbahnen weggenommen. Das hat uns auch auf der Bank super viel Kraft gegeben“, sah JJ Peterka bei SPORT1 diese Phase als Schlüsselmoment.

Auch der Bundestrainer sah dies als den Wendepunkt. „Die Unterzahl hat uns zusammenrücken lassen an der Bande und auf dem Eis. Die Jungs haben das bravourös gelöst.“

Lange Unterzahl überstanden und Tor in Unterzahl

Zumal die DEB-Truppe seinerseits zuvor eine vierminütige Überzahl nicht nutzen konnte. Andres Ambühl hatte den Torschützen Kastner per hohem Stock eine blutige Nase geschlagen. „Wir waren etwas frustriert nach unserer Überzahl“, sagte Peterka über diese vergebene Chance in der zweiten Drittelpause.

Aber der 21-Jährige brachte sein Team mit dem Treffer zum 2:1 (38.) in die Erfolgsspur. Als Nico Sturm dann in Unterzahl (39.) noch auf 3:1 erhöhte, war das Halbfinal-Ticket ganz nah.

SPORT1-Experte lobt deutsches Team

Zwar probierte die Schweiz im Schlussdrittel nochmal alles und nahm bereits knapp vier Minuten vor dem Ende den Goalie aus dem Tor. Aber Deutschland warf sich mit vollem Einsatz auch in den letzten 20 Minuten in jeden Schuss und brachte den Vorsprung ins Ziel.

Damit versetzte das Team auch SPORT1-Experte Rick Goldmann in Begeisterung. „Ich bin tief beeindruckt von der Spielweise der deutschen Mannschaft, weil es so souverän ist. Es ist so reif“, sprach der 47-Jährige dem DEB-Team in der Schlussphase ein großes Lob aus.

Die Schweiz, die zuvor mit sechs Siegen als bestes Team durch die Gruppe B geflogen war, muss damit weiter auf den ersten WM-Titel warten. Deutschland hingegen darf vom ersten WM-Edelmetall seit 70 Jahren träumen.

Der Halbfinalgegner am 27. Mai heißt nun USA. Auch dort will das Team wieder alles geben für das große Ziel. „Jetzt haben wir noch zwei Spiele. Da werden wir alles reinwerfen und ich glaube, da ist noch viel möglich“, kündigte Sturm an. „Ich will mir den Urlaub richtig verdienen.“