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Erfolgs-Torwart Lars Unnerstall: "80 Prozent haben schon 35 Bier getrunken"

„80 Prozent haben 35 Bier getrunken“

Lars Unnerstall begeistert die Niederlande - aus einer Einbürgerung wird aber nichts, wie er lachend erklärt. Mit Fan-Provokationen geht der Ex-Schalker ganz cool um.
Für Lars Unnerstall läuft es bei seinem Verein FC Twente Enschede aktuell sehr gut, jetzt äußert sich der 31-Jährige im Exklusivinterview über seine Zeit beim FC Schalke 04.
Lars Unnerstall begeistert die Niederlande - aus einer Einbürgerung wird aber nichts, wie er lachend erklärt. Mit Fan-Provokationen geht der Ex-Schalker ganz cool um.

Lars Unnerstall hat nach seinem Abschied von Schalke 04 und Fortuna Düsseldorf mittlerweile in den Niederlanden sein Glück gefunden - und wird dort derart gefeiert, dass ihn manch einer sogar schon einbürgern wollte.

„Wie macht man so jemanden zum Niederländer?“, fragte beispielsweise der ehemalige Nationalspieler Marciano Vink bei ESPN angesichts der Top-Leistungen des Keepers von Twente Enschede. (BERICHT: Eine Fußball-Nation huldigt Unnerstall)

Also bald Unnerstall für Oranje? Wohl eher nicht, wie der Deutsche jetzt lachend bei watson erzählt hat.

Unnerstall: „Van Gaal hat noch nicht angerufen“

„Louis van Gaal hat mich noch nicht angerufen und gefragt, ob ich Zeit hätte“, berichtete Unnerstall und wollte das Thema Einbürgerung gar nicht so hoch hängen. Dieses wurde „ein bisschen größer gemacht, als es wirklich ist“, meinte der 31-Jährige.

Erst vor wenigen Wochen verriet er im SPORT1-Interview, dass er auch keinen Antrag gestellt habe: „Es würde auch nicht klappen, denn ich glaube, man muss fünf Jahre in den Niederlanden gearbeitet und gewohnt haben und das passt bei mir nicht. Ich habe nur zwei Jahre dort gewohnt.“ (HIER zum kompletten Interview mit Unnerstall)

Mit 21 hatte er sein Profi-Debüt bei Schalke gegeben, über Düsseldorf war er 2017 in die Niederlande zu VVV Venlo gewechselt.

Nach einem Engagement bei der PSV Eindhoven ging es 2021 zu Enschede. Der Klub kämpft aktuell um die Teilnahme zur Europa League.

„80 Prozent haben schon 35 Bier getrunken“

Dabei geht es auch in den Niederlanden nach der Rückkehr der Fans in die Stadien wieder ruppiger zu - für Unnerstall aber kein Problem.

„Das bin ich auch gewohnt von den Derbys zwischen Dortmund und Schalke. Es gehört dazu und leichte Provokationen kann man auch ausblenden“, meint er.

Und weiter: „Am Ende ist es Fußball und du weißt, dass 80 Prozent der Zuschauer schon 35 Bier getrunken haben und gar nicht mehr wissen, was sie machen. Deshalb nehme ich es mir nicht zu Herzen.“