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Unglaublicher Verdacht nach dem Skandal-Finale

Schwere Vorwürfe nach Afrika-Cup

Unfassbare Szenen überschatten das Endspiel des Afrika-Cups. Der Deutsch-Senegalese Ismail Jakobs schildert seine Eindrücke und erhebt schwere Vorwürfe.
Im Finale des Afrika-Cups kam es in der Nachspielzeit zu einem Skandal. Die Spieler des Senegal verließen nach einer Elfmeterentscheidung zu Gunsten Marokkos das Feld. Ismail Jakobs schildert die Szenen aus Spielersicht.
Unfassbare Szenen überschatten das Endspiel des Afrika-Cups. Der Deutsch-Senegalese Ismail Jakobs schildert seine Eindrücke und erhebt schwere Vorwürfe.

Wenige Tage nach dem chaotischen Finale des Afrika-Cups hat der frühere Köln-Profi Ismail Jakobs einen schweren Verdacht geäußert.

Der Deutsch-Senegalese, der in der Verlängerung für den späteren Sieger eingewechselt worden war, bezog Stellung zu den kurzfristigen Ausfällen der Senegal-Spieler Krépin Diatta, Ousseynou Niang und Pape Matar Sarr.

„Meine persönliche Vermutung ist, dass drei Spieler von uns vergiftet worden sind, und es war nicht irgendwie eine normale Lebensmittelvergiftung, wo die erbrochen haben oder was weiß ich. Diese drei Spieler sind wirklich zusammengebrochen“, erklärte Jakobs im Interview mit Sportdigital.

„Es war schon sehr, sehr gruselig“, berichtete der Profi von Galatasaray Istanbul weiter. Als erster Spieler sei Krépin Diatta bereits in der Kabine zusammengebrochen, „dann der zweite Spieler Ousseynou Niang beim Warmup“.

Afrika-Cup: Wurden Senegals Spieler vergiftet?

Als Letztes habe es dann auch Pape Matar Sarr in der Halbzeitpause erwischt. „Ich will niemanden beschuldigen, aber es war definitiv kein Zufall“, stellte Jakobs klar.

Der gebürtige Kölner schilderte die erschreckenden Szenen, die sich beim Finale gegen Marokko rund um die betroffenen senegalesischen Spieler ereignet hatten: „Alle drei konnten die Zunge nicht mehr reinstecken. Und sind einfach zusammengebrochen.“

Diatta hätte seinen Kopf „nicht mehr gerade machen“ können und hätte sich „teilweise übergeben“ müssen, fuhr Jakobs fort. Diatta, Niang und Sarr wurden anschließend jeweils ins Krankenhaus gebracht.

Skandalöse Szenen beim Afrika-Cup-Finale

Offizielle Stellungnahmen der beteiligten Verbände sowie konkrete ärztliche Befunde zum Zustand der betroffenen Akteure gibt es nach wie vor nicht. Lokale Medien hatten bereits kurz nach dem Endspiel am Sonntag über eine potenzielle Vergiftung spekuliert.

Der Triumph des Senegals beim 1:0 (0:0) nach Verlängerung war von einem Skandal überschattet worden. Auslöser war, dass sich der Senegal gleich doppelt betrogen fühlte.

Nationaltrainer Pape Thiaw beorderte seine Spieler vom Feld, auf den Tribünen in Rabat brach Chaos aus. Senegals Fans wollten auf den Platz stürmen, Sicherheitskräfte verhinderten dies. Erst nach rund 20 Minuten wurde das Spiel fortgesetzt.

Mané schickte das Team zurück auf den Platz

Jakobs, der einst auch für die U21-Auswahl des DFB auflief, bestätigte, dass es Ex-Bayern-Star Sadio Mané war, der die Mannschaft wieder auf den Platz beorderte. „Alle waren frustriert, genervt und dann war es am Ende Sadio Mané, der gesagt hat: ‚Jungs, wir gehen wieder raus‘“, erklärte der 26-Jährige.

Die Momente unmittelbar nach dem Triumph beschrieb Jakobs als „Gefühlschaos“. „Alles andere als der Sieg wäre eine Enttäuschung gewesen. Deswegen war es einfach der Druck, der von uns gefallen ist, und einfach diese Freude“, blickte er zurück.