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Wie der BVB das Favre-Aus begründet

Wie der BVB das Favre-Aus begründet

Hammer in der Bundesliga! Borussia Dortmund wirft Lucien Favre nach dem Debakel gegen den VfB Stuttgart raus. Sein Co-Trainer übernimmt.
Lucien Favre ist nicht mehr Trainer von Borussia Dortmund. SPORT1-Chefreporter Patrick Berger berichtet vom Trainingsgelände des BVB.
Lukas Rott
Patrick Berger
Robin Wigger
von Robin Wigger, Patrick Berger, Lukas Rott
am 13. Dez

Borussia Dortmund hat sich von Trainer Lucien Favre getrennt. Das bestätigte der BVB am Sonntagnachmittag. (Service: Tabelle der Bundesliga)

Zusammen mit Favre muss auch Co-Trainer Manfred Stefes gehen.

Sportdirektor Michael Zorc erklärte: "Es fällt uns schwer, diesen Schritt zu gehen. Gleichwohl sind wir der Meinung, dass das Erreichen unserer Saisonziele aufgrund der zuletzt negativen Entwicklung in der gegenwärtigen Konstellation stark gefährdet ist und wir deshalb handeln müssen."

Terzic übernimmt bis Saisonende

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke betonte: "Wir alle sind Lucien Favre dankbar für seine hervorragende Arbeit in den vergangenen zweieinhalb Jahren, in denen er mit seinem Team zwei Vizemeisterschaften errungen hat. Als Fachmann und als Mensch ist Lucien Favre über jeden Zweifel erhaben."

Bis zum Saisonende übernimmt der bisherige Co-Trainer Edin Terzic die Mannschaft (Der SPORT1-Kommentar: Peinlicher BVB spielt mit seinem Ruf).

Er wird schon am Dienstag gegen Werder Bremen (Bundesliga: Werder Bremen - Borussia Dortmund, Di. ab 20.30 Uhr im LIVETICKER) auf der Bank sitzen. Terzics Trainerlaufbahn begann im BVB-Nachwuchs, im Profibereich arbeitete der 38-Jährige an der Seite von Slaven Bilic für Besiktas Istanbul und West Ham United.

Edin Terzic fungiert bis Saisonende als Cheftrainer
Edin Terzic fungiert bis Saisonende als Cheftrainer

2018 kehrte er nach Dortmund zurück.

Für Terzic, der von U17-Trainer Sebastian Geppert und Top-Talente-Coach Otto Addo unterstützt wird, folgt nach Bremen am Freitag das unangenehme Auswärtsspiel bei Bayern-Schreck Union Berlin - und wiederum nur vier Tage später das K.o.-Duell mit Eintracht Braunschweig in der 2. Runde des DFB-Pokals.

Reus-Aussage "ein Entlassungsschreiben"

Im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 am Vormittag war Favre bereits ein großes Thema.

"Wenn der Reus sagt: 'Wir sind kein Team, das verteidigen kann', das ist eine Katastrophe. Ein 1:5 kann passieren, aber die Aussage von Reus ist das Entlassungsschreiben des Trainers", sagte SPORT1-Experte Marcel Reif.

Nach der bitteren 1:5-Blamage gegen den VfB Stuttgart ist Lucien Favre konsterniert. Der BVB-Trainer spricht über die vielen Fehler, die seine Mannschaft gemacht hat.
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Favre fassungslos: "Das war eine Katastrophe!"

Dortmunds Kapitän hatte erklärt: "Wir sind keine Mannschaft, die gut verteidigen kann, das muss man ganz klar sagen. Das war unter dem Strich ein verdienter Sieg für Stuttgart und für uns war es sehr, sehr beschämend." (REAKTIONEN: "Sehr, sehr beschämend!")

Fünf Heim-Gegentore zuletzt 2009 gegen Bayern

Gegen den VfB waren die Gastgeber am Samstag chancenlos. Fünf Tore bei einer Pleite im heimischen Stadion hatte der BVB zuletzt gegen FC Bayern München beim 1:5 am 12. September 2009 kassiert.

Dortmund's Swiss coach Lucien Favre reacts during the German first division Bundesliga football match Mainz 05 v Borussia Dortmund in Mainz on December 14, 2019. (Photo by Daniel ROLAND / AFP) / DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO (Photo by DANIEL ROLAND/AFP via Getty Images)
DORTMUND, GERMANY - DECEMBER 10: Lucien Favre, Head Coach of Borussia Dortmund  during the UEFA Champions League group F match between Borussia Dortmund and Slavia Praha at Signal Iduna Park on December 10, 2019 in Dortmund, Germany. (Photo by Lars Baron/Getty Images)
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Dortmunds Trainer: Nur einer war besser als Favre

Hans Meyer verteidigte den bisherigen Dortmunder Trainer am Sonntag noch. Das Präsidiumsmitglied von Borussia Mönchengladbach, das Favre aus dessen Zeiten als Gladbach-Coach kennt, fand den Umgang mit dem Schweizer "in den letzten Wochen etwas respektlos".

Denn "er fängt mit vier Spielern unter 20 an und in einer großen Zeitung wirft man dem Trainer vor, dass er den Torjäger nicht gebracht hat. Der ist 16", schilderte Meyer: "Diese Mannschaft mit fünf, sechs, sieben 20-Jährigen hat eine herrliche Zukunft vor sich, aber nicht, um morgen Meister zu werden."

Steht Lucien Favre nach der Blamage gegen Stuttgart vor dem Aus? Hans Meyer stößt der öffentliche Umgang mit dem BVB-Trainer sauer auf.
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Meyer: Umgang mit Favre ist "respektlos ohne Ende!"

Favres Vertrag beim BVB wäre ausgelaufen

Der 63 Jahre alte Favre war im Juli 2018 als Nachfolger von Peter Stöger zum BVB gekommen und hatte noch einen Vertrag bis Sommer 2021.

Zuletzt hatte Dortmund zu Hause gegen den FC Bayern, den 1. FC Köln und den VfB Stuttgart verloren und war in der Tabelle auf Rang fünf abgerutscht. In insgesamt 110 Pflichtspielen holte Favre mit dem BVB im Schnitt 2,01 Punkte, 2019 und 2020 wurde er Vizemeister.

Am Sonntagvormittag analysierten die Dortmunder Bosse die Pleite gegen Stuttgart, nachdem sie bereits am Samstagabend bis rund zweieinhalb Stunden nach Abpfiff zusammengesessen hatten.

"Wenn man zuhause mit 1:5 verliert, dann ist das ein schwarzer Tag", hatte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke gesagt. Die erneute Analyse führte nun zum Rauswurf Favres.