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Musiala-Show bei Bayern-Sieg

Musiala-Show bei Bayern-Sieg

Der FC Bayern München fährt in Wolfsburg einen Sieg ein. Die Meisterschaft scheint so gut wie sicher. Jamal Musiala trumpft groß auf und avanciert zum Matchwinner.
Jamal Musiala trifft und trifft! Auch gegen Wolfsburg knipst der 18-Jährige wieder mehrfach. SPORT1 zeigt die besten Tore des Shootingstars.
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von SPORT1

Hat die große Show von Jamal Musiala die Meisterschaft nun endgültig entschieden?

Alles deutet darauf hin, denn durch den neuerlichen Erfolg beim Tabellendritten VfL Wolfsburg konnte der FC Bayern den Patzer von RB Leipzig am Freitag ausnutzen und thront nun mit sieben Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. (Tabelle der Bundesliga)

Der CHECK24 Doppelpass mit Armin Veh und Urs Meier am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Musiala trumpft auf und avanciert zum Matchwinner

Vier Tage nach dem K.o. in der Champions League gegen Paris St. Germain fügten Die Bayern beim 3:2 (3:1) gegen den VfL Wolfsburg den Niedersachsen die erste Heimniederlage zu. (Der Spielverlauf zum Nachlesen)

Shootingstar Musiala trumpfte groß auf, schnürte den ersten Doppelpack seiner Karriere und avancierte zum Matchwinner.

Der 18-Jährige brachte die Bayern zunächst nach einem starken Solo auf Kurs (15.), ehe er in der 37. Spielminute sein erstes Kopfballtor zum 3:1 erzielte. Eric Maxim Choupo-Moting hatte zuvor das 2:0 für die Münchner erzielt (24.) - Wolfsburgs Torjäger Wout Weghorst hatte die Wölfe wieder herangebracht (35.). 

Bei zwei Gegentoren sah VfL-Kapitän Koen Casteels im Tor unglücklich aus. Maximilian Philipp (54.) erzielte einen zweiten Anschlusstreffer. 

Flick will gehen

Nach der Partie sorgte dann Hansi Flick für einen Paukenschlag. 

Der Bayern-Coach erklärte, dass er den Klub im Sommer verlassen will. Diesen Plan habe er bereits den Verantwortlichen mitgeteilt. Nach der Partie gegen Wolfsburg teilte er die Entscheidung dann auch der Mannschaft mit. 

"Es ist fakt, dass ich am Saisonende gerne aus dem Vertrag herauswill. Ich habe mich entschlossen, dass ich das Mannschaft nach diesem wichtigen Sieg mitteile. Ich habe dem Verein gesagt, dass ich gerne aus dem Vertrag herauswill. Mir war wichtig, dass die Mannschaft es zuerst von mir erfährt. Wir haben knapp zwei Jahre sehr gut zusammengearbeitet und ich bin absolut begeistert von diesem Team. Ich bin froh, dass es die Gelegenheit gab, solch eine Mannschaft zu trainieren", sagte Flick bei Sky.

Weghorst: "Das ist enttäuschend"

Nur eine knappe Viertelstunde brauchten die Gäste, um sich die Norddeutschen als Gegner förmlich zurechtzulegen.

"Das ist enttäuschend", sagte Weghorst bei Sky: "Wir waren in der zweiten Halbzeit sehr gut und hatten das Gefühl, dass wir den Ausgleich schaffen. Wir hätten einen Punkt verdientgehabt, aber in der ersten Halbzeit waren wir defensiv nicht gut."

"Es ist scheißegal, welche Serie wir hatten und wie stark wir Zuhause sind. Hier mit null Punkten dazustehen, das tut einfach nur weh. Auch das Hinspiel war knapp, es ist einfach nur bitter, zweimal so zu verlieren. Daraus müssen wir lernen", zeigte sich Wolfsburgs Xaver Schlager frustriert. 

Und während die Wolfsburger ihre gelbgesperrte Arbeitsbiene Maximilian Arnold schmerzlich vermissten, fiel beim deutschen Rekordmeister das Fehlen von einem halben Dutzend Leistungsträger kaum auf.

Hernández muss verletzt raus

Bitter: Mit Lucas Hernández könnte nun ein weiterer Spieler das Lazarett der Bayern vergrößern. Der Franzose verletzte sich in der Nachspielzeit und musste runter.  

Wäre nicht insbesondere Leroy Sané geradezu fahrlässig mit seinen Torchancen umgegangen, die besonders in der ersten Halbzeit einseitige Partie wäre früh entschieden gewesen. Die Platzherren, die in den vergangenen fünf Heimspielen ohne Gegentor geblieben waren, wirkten gedanklich langsamer, auch in der Raumaufteilung hatte der FC Bayern klare Vorteile.

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Auch nach dem Seitenwechsel dominierten die Gäste das Geschehen, da änderte auch der zweite Wolfsburger Anschlusstreffer wenig. Immerhin: Hin und wieder konnten die Platzherren nun Nadelstiche setzen. Doch die Bayern-Defensive stand stabil, Torhüter Manuel Neuer wurde wenig geprüft.

Den Gastgebern fehlte es nicht am Willen, aber die Münchner spielten insbesondere in den Zweikämpfen immer wieder ihre größere individuelle Klasse aus. Daher konnte es sich Flick sogar bisweilen erlauben, entspannt auf der Trainerbank Platz zu nehmen, statt in der Coaching-Zone herumzutigern. Allerdings musste Lucas Hernandez in der Nachspielzeit angeschlagen ausgewechselt werden.