Anzeige

DFL-Hammer: Alles deutet auf Watzke hin

DFL-Hammer: Alles deutet auf Watzke hin

Schalkes Ex-Vorstand Peter Peters tritt als Aufsichtsrats-Chef der DFL zurück und will DFB-Präsident werden. Nachfolger soll BVB-Boss Hans-Joachim Watzke werden, das klang zuletzt im Doppelpass noch anders.
Hans-Joachim Watzke hat den BVB in den vergangenen Jahren zu einem konkurrenzfähigen Verein geformt. Dennoch erklärt er die „Sisyphusarbeit“ gegen Dauer-Rivale Bayern.
Patrick Berger
Patrick Berger
von Patrick Berger

Wird Hans-Joachim Watzke der neue starke Mann der Bundesliga?

Wie die Bild zuerst berichtete, hat der aktuelle Aufsichtsratschef der DFL, Peter Peters, in einer Sitzung von DFB-Präsidium und Vorstand bereits bekanntgegeben, dass er im Februar 2022 zurücktreten werde. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Sein Nachfolger bei der DFL soll bereits auf der Versammlung der 36 Profiklubs am 14. Dezember gewählt werden: Es handele sich dabei um BVB-Boss Hans-Joachim Watzke. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

„Ich habe in den letzten Wochen viele Gespräche geführt und für mich eine innere Bereitschaft definiert, mich für das Amt des DFB-Präsidenten zur Verfügung zu stellen“, erklärte Peters auf SPORT1-Nachfrage.

„Ich bin der festen Auffassung, dass es richtig ist, jetzt schon die Regelung über meine Nachfolge in Angriff zu nehmen. Demnach habe ich schon früh angekündigt, Ende Februar aus meinen Ämtern auszuscheiden. Das ist eine freiwillige Entscheidung, die ich nach einigen Gesprächen mit Vertretern aus der Liga getroffen habe. Ich möchte Klarheit schaffen. Man kann nicht auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig tanzen.“

Peters: „Watzke hat meine Unterstützung“

Den Dortmunder Geschäftsführer Watzke betrachtet der langjährige Schalker Finanzvorstand Peters als geeigneten Nachfolger. „Aki Watzke hat meine volle Unterstützung. Ich halte das für eine richtige Personalentscheidung.“

Der 62-jährige Watzke soll laut Bild gemeinsam mit Donata Hopfen, die ab Januar Christian Seifert als DFL-Geschäftsführer nachfolgt, eine Neuaufstellung einleiten. Watzke sei bereit für den Posten, sofern ihn die Mehrheit der Profiklubs will. Sollte das der Fall sein, würde er bereits ab Januar 2022 an den DFL-Präsidiums- und Aufsichtsratssitzungen teilnehmen, um sich einzuarbeiten.

„Ich kommentiere keine Spekulationen“, sagte Watzke dazu am Montag auf Anfrage des SID.

Zuletzt war Watzke auch im STAHLWERK Doppelpass auf SPORT1 zu seinen Ambitionen befragt worden.

„Wir haben mit Peter Peters ja jemanden - und der hat nicht gesagt, dass er nicht mehr will. Und ehrlich gesagt: Ich will es auch gar nicht werden“, sagte Dortmunds Geschäftsführer. „Ich habe meinen Traumjob, den würde ich für keinen anderen Job der Welt aufgeben, deshalb mache ich das ja schon so lange.“

Er wisse aber auch, dass es im Fußball Verantwortung zu übernehmen gebe und man auch nicht immer meckern könne, was nicht laufe. „Wenn am Ende aber einer sagen sollte, ich soll es machen, dann denke ich drüber nach im Falle einer Vakanz, denn vielleicht muss man auch mal etwas zurückgeben“, erklärte Watzke, stellte aber klar: „Dass ich es anstrebe, ist aber ein Tick zu viel.“

Alles zur Bundesliga bei SPORT1: