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Bundesliga: Schiedsrichter-Boss Fröhlich verteidigt Zwayer im BVB-Zoff

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Bundesliga: Schiedsrichter-Boss Fröhlich verteidigt Zwayer im BVB-Zoff

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BVB und Zwayer: „Die Fronten sind zu verhärtet“

BVB und Zwayer: „Die Fronten sind zu verhärtet“

Der Zoff zwischen dem BVB und Schiedsrichter Felix Zwayer bleibt weiter Thema. DFB-Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich bezieht im STAHLWERK Doppelpass auf SPORT1 Stellung.
Nach seinen Entscheidungen beim Spiel zwischen dem BVB und Bayern musste sich Schiedsrichter Felix Zwayer heftige Kritik gefallen lassen. Sein zuständiger Chef beim DFB äußert sich zu seiner Zukunft.
. SPORT1
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von SPORT1

Nach seiner Rolle im Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern rückte Felix Zwayers Beteiligung im Bundesliga-Wettskandal wieder in den Fokus. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Nicht zuletzt BVB-Star Jude Bellingham spielte nach der Partie auf Zwayers Vergangenheit an. Dafür erhielt der Youngster eine Rekordgeldstrafe.

DFB-Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich verteidigte im STAHLWERK Doppelpass auf SPORT1 den weiteren Einsatz von Zwayer als Schiedsrichter, trotz dessen Verurteilung. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Fröhlich: „Einsatz von Zwayer steht nichts mehr im Wege“

„Schaut man sich das Urteil von damals an, steht da explizit, dass dem Einsatz von Felix Zwayer als Schiedsrichter nichts mehr im Wege steht“, sagte der 64-Jährige. „Es gibt keinen Beleg für eine Manipulation.“

Es sei durchaus schwierig, damit umzugehen. „Aber vielleicht ist da ein Versäumnis in den letzten zehn, zwölf Jahren, dass man den Vorgang nicht aufgearbeitet und nicht alle Fakten in die Öffentlichkeit gebracht hat“, führte Fröhlich aus. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Der Verantwortliche hat sich zum Ziel gesetzt, dass es zwischen dem BVB und Zwayer noch zu einer Versöhnung kommt. „Mit etwas Abstand kann man die Sache nochmal anpacken“, befand Fröhlich, der jedoch ergänzte: „Jetzt ad hoc die Sache anzupacken wird schwierig, dafür sind die Fronten zu verhärtet.“

Schiedsrichter Felix Zwayer äußert sich zu den beiden strittigen Szenen im Liga-Gipfel zwischen Borussia Dortmund und Bayern München.
01:37
Elferszenen mit Reus und Hummels: Zwayer erklärt sich

Zwayer hatte sich eine Entschuldigung von Bellingham erhofft und dem Spieler ein „Friedensgespräch“ angeboten. Dieses hatte der BVB allerdings abgelehnt, weil der Unparteiische den Vorschlag bei der Bild öffentlich gemacht hatte. „Die Basis eines Gesprächs ist nicht gegeben“, sagte unter anderem Michael Zorc bei SPORT1.

Zwayer wollte mit dem BVB „eine ehrliche Diskussion“ führen

„Miteinander zu reden ist immer die beste Lösung, anstatt das öffentlich zu machen. Wenn man einen persönlichen Austausch anstrebt und dann über die Bild-Zeitung redet, ist das kontraproduktiv“, kommentierte Fröhlich.

Er erklärte auch, warum Zwayer den Kontakt zu den Schwarz-Gelben gesucht habe: „Beim BVB ging es ihm – das hat er mir versichert – um das aufrichtige Ansinnen, eine ehrliche Diskussion zu führen, warum es auch zu solchen Exzessen kommt.“

Fröhlich bestätigte zudem, dass Zwayer nun fürs Erste keine BVB-Spiele leiten werde. „Das machen wir aber auch bei anderen Schiedsrichtern so. Wenn man merkt, dass das wegen bestimmten Vorfällen nicht mehr passt, dann machen wir das so“, erläuterte der Schiedsrichter-Boss.

Fröhlich mahnt zu mehr Respekt vor Schiedsrichtern

Insgesamt zeigte sich Fröhlich mit den Schiedsrichter-Leistungen in der bisherigen Saison zufrieden. Erst am zwölften und 13. Spieltag sei es „relativ unruhig“ geworden.

„Wir arbeiten mit den Schiedsrichtern sehr intensiv und versuchen weiterhin, solche Fehler zu vermeiden – insbesondere wie bei Schalke gegen Bremen: Das ist aus unserer Sicht, schiedsrichterfachlich, die schwierigste Situation gewesen mit dem Elfmeter am Ende“, erläuterte Fröhlich.

„Aber man darf die Schiedsrichter nicht verteufeln oder den Vereinen zum Hass vorwerfen. Das ist die wahre Respektlosigkeit“, mahnte er und verdeutlichte zum Abschluss: „Es darf nicht sein, dass Schiedsrichter – auch wenn Fehlentscheidungen passieren – bis zu Morddrohungen bekommen.“

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