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Boateng leidet mit Lewandowski

Boateng leidet mit Lewandowski

Jerome Boateng kann nicht verstehen, dass Robert Lewandowski den Ballon d‘Or nicht erhalten hat. Er fühlt sich an einen anderen übergangenen Bayern-Star erinnert.
Robert Lewandowski erreicht beim Ballon D'Or nur den zweiten Platz - für viele eine Überraschung. Droht dem Polen jetzt der Einbruch und das ausgerechnet vor dem Topspiel der Bayern gegen den BVB?
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von SPORT1

Als Lionel Messi anstelle von Robert Lewandowski als Gewinner des Ballon d‘Or gekürt wurde, war die Aufregung groß.

Vor allem bei allen, die es mit dem FC Bayern halten, sorgte der Ausgang der Wahl für großes Unverständnis. Auch ein ehemaliger Weggefährte des Superstars vom deutschen Rekordmeister kann die Entscheidung nicht nachvollziehen. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

„Es ist schade für Lewy, weil er es auf jeden Fall verdient hätte“, erklärte Jérôme Boateng im Interview mit Spox und Goal. Der vermeintliche Skandal erinnere ihn „an 2013, als Franck (Ribéry, Anm. d. Red.) die Auszeichnung auch nicht bekommen hat. Es tut mir sehr leid für ihn.“

Wenn es nur danach gehe, den besten Spieler der Welt zu bestimmen, sei das vom Talent und der Qualität her „natürlich entweder Messi oder Cristiano Ronaldo. Aber wenn man nach Titeln und nach Statistiken geht, muss man meiner Meinung nach anders bewerten.“

Boateng: Lewandowski wird angreifen

Boateng sah Lewandowski, mit dem er vor seinem Wechsel zu Olympique Lyon jahrelang gemeinsam auf Titeljagd ging, im Vergleich mit Messi klar vorne. „Was soll Lewy denn noch machen? Sich auf den Kopf stellen und ein Tor von der Mittellinie aus schießen?“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

So weit wird der Pole wohl nicht gehen, angestachelt wird er laut Boateng aber dennoch sein. „Es wird ihn nicht umwerfen, aber es ist für ihn mit Sicherheit auch eine große Enttäuschung gewesen“ erklärte Boateng: „Aber: So wie ich ihn kennengelernt habe, wird ihn das nur weiter motivieren. Er wird weiter angreifen, da bin ich mir sicher.“

In der laufenden Saison kommt Lewandowski bereits auf 25 Spiele in 20 Partien - das seien schon jetzt wieder „unglaubliche Statistiken“, findet Boateng.

Am Samstag kann Lewandowski sein Torkonto gegen seinen Ex-Klub, die Borussia aus Dortmund, weiter nach oben schrauben. In den letzten Spielen zwischen den beiden deutschen Topklubs behielten meist die Bayern die Oberhand. „Ich hoffe und bin auch guter Dinge, dass es so bleibt und Bayern erneut in Dortmund gewinnt“, sagte Boateng.

Ex-Bayern-Star warnt vor Haaland

Er sei immer noch großer Bayern-Fan und verfolge so viele Spiele wie möglich. Die Handschrift des neuen Trainers Julian Nagelsmann könne er bereits erkennen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Er sieht die Münchner auf einem guten Weg. Vor dem Klassiker warnte er die Ex-Kollegen allerdings auch, besonders vor Dortmunds Torjäger Erling Haaland.

„Haaland ist schon jetzt ein Weltklasse-Stürmer, aber er ist noch jung und kann sich weiter verbessern. Lewy ist von der Qualität her noch einmal eine Stufe über ihm, aber Haaland hat definitiv die Qualität und die Möglichkeit, eines Tages auf diese Stufe zu gelangen“, meinte Boateng.

Der ehemalige deutsche Nationalspieler spielte ab Sommer 2011 bis zum Saisonende 2020/21 zehn Jahre lang für den FC Bayern.

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