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FC Bayern: Babbel kritisiert Kahn - "Nagelsmann war gefühlt der Außenminister"

Babbel kritisiert Kahn

Markus Babbel hätte sich von Bayern-Boss Oliver Kahn früher und deutlicher Zeichen gewünscht. Auf Julian Nagelsmann sei zu viel Last abgeladen worden.
Durch das Schweigen von Oliver Kahn stand Julian Nagelsmann beim FC Bayern noch mehr im Fokus
Durch das Schweigen von Oliver Kahn stand Julian Nagelsmann beim FC Bayern noch mehr im Fokus
© Imago
Markus Babbel hätte sich von Bayern-Boss Oliver Kahn früher und deutlicher Zeichen gewünscht. Auf Julian Nagelsmann sei zu viel Last abgeladen worden.

Europameister Markus Babbel hat das Auftreten von Bayern-Boss Oliver Kahn in dieser Saison bemängelt.

In vielen Situationen sei der Nachfolger von Karl-Heinz Rummenigge als Vorstandsvorsitzender „scharf kritisiert worden, teils auch zu Recht“, stellte Babbel bei Blick TV fest. (BERICHT: Kahns furioser Auftritt im Doppelpass)

„Da hätte er sich früher positionieren müssen, auch verbal“, sagte der 49-Jährige über seinen ehemaligen Mitspieler: „Die Zeiten haben sich geändert, du bist permanent im Fokus, musst Stellungnahmen abgeben und da hat er doch sehr lange nichts gesagt.“ (BERICHT: So viel Titan steckt noch in Kahn)

Kahn zu leise? „Nagelsmann gefühlt der Außenminister“

Durch Kahns Zurückhaltung sei noch mehr Last auf dem neuen Trainer abgeladen worden, kritisierte Babbel. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

„Julian Nagelsmann war gefühlt der Außenminister von Bayern München“, sagte der Ex-Profi: „Er hat versucht, alles ‚wegzusprechen‘. Das ist aber nicht die Aufgabe eines Trainers. Da hat mir gefehlt, dass sich Kahn klar positioniert.“

Muss also die alte „Abteilung Attacke“ um Uli Hoeneß und Rummenigge mehr Präsenz zeigen? Das sieht Babbel nicht so.

„Uli Hoeneß hat sich sehr zurückgenommen, sagt nicht mehr viel. Kalle Rummenigge öfter was. Da ist aber die Frage: Bringt das noch was? Man muss den Leuten auch Zeit geben und sie machen lassen“, meinte der frühere Bayern Star. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

„Da hat Bayern ein ganz, ganz schlechtes Bild abgegeben

Dennoch war ihm Kahn zu leise. „Da waren in dieser Saison aber Sachen dabei, bei denen sich der Bayern-Fan gewünscht hätte, dass ein Oliver Kahn mal ein Machtwort spricht. Ein gutes Beispiel ist die JHV, die völlig aus dem Ruder lief. Da hat der FC Bayern ein ganz, ganz schlechtes Bild abgegeben“, kritisiert Babbel: „Ich hätte mir gewünscht, dass er sich hinstellt und sich klar positioniert.“

Auch bei Transfer-Spekulationen um Stars wie Robert Lewandowski, Manuel Neuer oder Thomas Müller „hätten sie viel früher klare Statements abgeben müssen. Du brauchst einen CEO, in diesem Fall Oliver Kahn, der Rede und Antwort steht“, stellte Babbel klar. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

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