Anzeige
Home>Fußball>Bundesliga>

FC Bayern: Die Wechselkandidaten um Lewandowski, Gnabry, Sabitzer und Co.

Bundesliga>

FC Bayern: Die Wechselkandidaten um Lewandowski, Gnabry, Sabitzer und Co.

Anzeige
Anzeige

Bayerns Wechselkandidaten

Bayerns Wechselkandidaten

Das Champions-League-Aus trifft den FC Bayern bis ins Mark, die Planungen für die neue Saison nehmen an Fahrt auf. Welche Spieler könnten den Verein verlassen?
Nach dem Champions-League-Aus des FC Bayern gegen den FC Villarreal bekommt der Verein nicht nur aus sportlichen Gründen Kritik ab. Besonders die Kommunikation wird kritisiert.
Christopher Mallmann
Christopher Mallmann
Kerry Hau
Kerry Hau

Manch ein Bayern-Fan hat es vielleicht schon verdrängt, ein anderer hat die Tränen noch nicht getrocknet – fest steht bloß, auch vier Tage nach jener trüben Nacht von München: Der Rekordmeister ist raus, raus der Champions League, ausgeschieden gegen den FC Villarreal, den Tabellensiebten aus Spanien.

So schwer das Ausscheiden für die Anhänger zu verdauen ist, so sehr werden die Verantwortlichen bemüht sein, eine weitere Nacht dieser Art zu vermeiden.

Das heißt konkret: Die Bayern müssen aufräumen und sich von Spieler, die nicht voll mitziehen oder nur unzureichend Leistung bringen, trennen. Und sie müssen möglicherweise auch Verkäufe von Spielern erwägen, mit denen sie in Sachen Vertragsverlängerung nicht auf einen Nenner kommen. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Wer soll gehen, wer könnte gehen? SPORT1 zeigt Bayerns Wechselkandidaten.

Streichkandidaten: Wer gehen soll

Marc Roca

Trainer Julian Nagelsmann plant ohne den 25 Jahre alten Spanier, der aktuell nur dann zum Einsatz kommt, wenn sonst kein anderer Spieler mehr zur Verfügung steht.

Zwischenzeitlich war über eine Leihe spekuliert worden, laut spanischen Medienberichten zeigte zuletzt Betis Sevilla Interesse.

Bayern will den Mittelfeldspieler nach SPORT1-Informationen aber am liebsten im Sommer verkaufen, um eine Ablöse zu generieren.

Roca hat in München noch einen Vertrag bis 2025.

Bouna Sarr

Der 30 Jahre alte senegalesische Nationalspieler spielt im aktuellen Bayern-Kader nicht die geringste Rolle, kommt in dieser Saison bloß auf 274 Spielminuten.

Klar ist: Sarr, dessen Kontrakt bis 2024 läuft, soll von der Gehaltsliste, seinem Ex-Klub Olympique Marseille sowie italienischen Klubs wird Interesse nachgesagt. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Christian Früchtl

Der 22-Jährige wartet seit 2017 auf seinen ersten Einsatz für die Profis, ist seitdem fast immer die nominelle Nummer drei.

Seine Null-Minuten-Leihe in der Saison 2020/21 beim 1. FC Nürnberg warf ihn in seiner Entwicklung zusätzlich zurück.

Früchtls Vertrag läuft noch bis 2023. Heißt auch: Für die Bayern bietet sich nur noch in diesem Jahr die Chance, eine kleine Ausbildungsentschädigung für Früchtl zu erhalten.

Malik Tillman

Der 19 Jahre alte Youngster fiel vor der Saison positiv auf, als die Stammspieler im EM-Urlaub weilten.

Tillmann bekam einen Profivertrag, konnte sich aber weder im Training noch bei seinem einzigen Startelf-Einsatz Anfang Januar gegen Gladbach empfehlen. Seitdem spielte der variabel einsetzbare Offensivspieler keine Minute mehr.

Bayerns Plan: Der U21-Nationalspieler soll nach SPORT1-Informationen verliehen werden, zunächst an einem anderen Ort Spielpraxis sammeln.

Wechselkandidaten: Wer gehen könnte

Marcel Sabitzer

Im Sommer 2021 von RB Leipzig an die Isar gewechselt, konnte der Österreicher sein Können bislang kaum unter Beweis stellen.

Daran ändert auch nichts, dass er - wie zuvor bei RB - mit seinem Förderer Nagelsmann zusammenarbeitet. Schoss in allen Wettbewerben bloß ein Tor, gab keine Vorlage.

Immerhin: Seine Leistung beim jüngsten Bundesliga-Spiel gegen Augsburg (1:0) war ein Lichtblick, Nagelsmann lobte ihn anschließend in den höchsten Tönen.

FC Bayern-Vorstandschef Oliver Kahn hat nach dem peinlichen Champions-League-Aus des FC Bayern eine Reaktion versprochen.
00:30
Kahns Versprechen nach CL-Blamage

Die Bayern-Bosse würden nach SPORT1-Informationen trotzdem zumindest einen Transfer prüfen, würde ein Angebot im 15-Millionen-Bereich an der Säbener Straße eintrudeln.

Robert Lewandowski

Beim Polen ist die Sache kompliziert. Seit Wochen wird über einen vorzeitigen Abgang im Sommer spekuliert, unlängst wurde der Stürmer mit einem Wechsel zum FC Barcelona in Verbindung gebracht.

SPORT1 weiß, dass mit Barca noch nichts klar ist. Zuletzt wurde dies von Sportdirektor Mateu Alemany auch offiziell bestätigt. „Wir haben keine Einigung mit dem Stürmer, das sind Spekulationen der Presse, die sehr gut sind, um ganze Seiten zu füllen. Es ist nicht wahr“, sagte der Barca-Boss am Donnerstag: „Wenn wir Lewandowski wollten, würden wir als erstes mit seinem Klub sprechen.“

Dennoch denkt Lewandowski ernsthaft über Abschied nach, kann es sich zumindest vorstellen, die nächsten Jahre noch einmal bei einem anderen Klub zu spielen.

Entscheidend aber: Die Münchner würden ihren Top-Stürmer nur abgeben, wenn es einen passenden Ersatz gäbe. Falls Vertragsgespräche scheitern, wäre Bayern auch bereit, ihn bis zum Ende seines Vertrages 2023 zu halten und erst dann gehen zu lassen.

Omar Richards

Dem 24-Jährigen, der erst vergangenen Sommer aus der zweiten englischen Liga zu den Bayern stieß, fällt es nach wie vor schwer, sich an das Niveau in München zu gewöhnen.

Nagelsmann ist nicht restlos zufrieden mit ihm. Ein Wechsel des Linksverteidigers ist deshalb nicht komplett ausgeschlossen.

Was dagegen spricht: Richards fühlt sich wohl in München, kommt im Team gut an - und hat kein Problem mit der Rolle des Backups von Alphonso Davies.

Josip Stanisic

Anfänglich noch als große Entdeckung gefeiert, hat Nagelsmann inzwischen nicht mehr das allergrößte Vertrauen in den 22-Jährigen. Stanisic hat (auch verletzungsbedingt) seit Herbst kaum mehr gespielt.

Nach dem Ausscheiden des FC Bayern in der UEFA Champions League gab es viel Kritik an den Münchnern. Villarreals Dani Parejo schoss sich vor allem auf Trainer Nagelsmann ein.
00:55
Nach Ausscheiden: Spott-Attacke auf Nagelsmann

Eine Leihe ist nach SPORT1-Informationen deshalb möglich. Zudem: Kommt Noussair Mazraoui, hätte Stanisic noch weniger Aussichten auf Spielzeit als ohnehin schon.

Serge Gnabry

Der Vertrag des Nationalspielers läuft noch bis 2023, Gespräche über eine Verlängerung stocken seit Monaten. Gnabry will in dieselbe Gehaltskategorie wie Leroy Sané und Kingsley Coman aufsteigen, die über 15 Millionen Euro brutto im Jahr verdienen.

Die Gnabry-Seite bleibt entspannt, hat keine Eile wegen einer möglichen Einigung. Und Bayern? Wie SPORT1 erfahren hat, will der Rekordmeister den 26-Jährigen auf keinen Fall ablösefrei verlieren.

Heißt: Sollte Gnabry gehen, dann aus FCB-Sicht in diesem Sommer - um mit dem eingenommenen Geld einen Nachfolger à la Antony oder Christopher Nkunku zu verpflichten.

Tanguy Nianzou

Auch beim französischen Youngster ist noch alles offen. Bedingt durch diverse Ausfälle bekam er zuletzt wieder etwas Spielzeit, überzeugte dabei auch durchaus wie beispielsweise in Freiburg.

Gerade Sportvorstand Hasan Salihamidzic will Nianzou behalten, auch Nagelsmann lobte seinen Verteidiger zuletzt wieder.

Nach einem 1:1 im Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Villarreal ist für den FC Bayern das Aus in der Champions League besiegelt. Trainer Julian Nagelsmann zieht im Anschluss Bilanz.
03:41
"Für Bayern nicht ausreichend!" Nagelsmanns zieht Bilanz

Problematisch nur: Sollte Bayern im Sommer auf der Innenverteidiger-Position nachlegen - und das ist nach wie vor eine Option -, würde Nianzou mutmaßlich weiter zurückfallen.

Bleiben oder wechseln? Bei Nianzou steht noch eine endgültige Entscheidung aus.

Alles zur Bundesliga bei SPORT1: