Anzeige
Home>Fußball>Bundesliga>

Matthäus will "Danke" von Hasan Salihamidzic nach Mane-Verpflichtung

Bundesliga>

Matthäus will "Danke" von Hasan Salihamidzic nach Mane-Verpflichtung

Anzeige
Anzeige

Matthäus will „Danke“ von Salihamidzic

Matthäus will „Danke“ von Salihamidzic

Lothar Matthäus führt die Vielzahl an Baustellen beim Rekordmeister offenbar auf den Führungsstil von Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic zurück.
Mit welchen Stürmern geht der FC Bayern in die kommende Saison? Sasa Kalajdzic galt als heißer Kandidat, doch die Lage hat sich geändert.
. SPORT1
. SPORT1
von SPORT1

Deutschlands Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus warteten auf einen Anruf von Hasan Salihamidzic.

Der Sportvorstand des FC Bayern habe sich noch nicht bei ihm gemeldet, um sich für sein Lob zur vollbrachten Verpflichtung von Sadio Mané zu bedanken, erklärte Matthäus. Das Lob - unter anderem von den zuvor teil äußerst kritischen Bayern-Fans - habe sich Salihamidzic durchaus verdient. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

„Allerdings hat er sich bisher immer noch nicht telefonisch bei mir gemeldet, um sich für meine aufrichtige Anerkennung zu diesem Transfer zu bedanken“, schrieb Matthäus in seiner Kolumne bei Sky: „Ich freue mich, wenn er mal wieder meine Nummer wählt. Als ich ihn und seine Transferpolitik oder andere Entscheidungen zu Recht in den vergangenen Monaten kritisiert habe“, habe sein Telefon regelmäßig geklingelt.

„Das könnte er nun ebenfalls tun und sich für das Lob bedanken. Hätte Größe, wenn Hasan auch dann zum Hörer greift und nicht nur, wenn ihm etwas nicht gepasst hat“, monierte Matthäus.

Matthäus: Ob sich Gnabry über Mané freut?

Er sei für Feedback nach öffentlicher Kritik immer zu haben: „Aber dann soll er es bitte im umgekehrten Falle genauso handhaben. Sonst wird es eintönig.“

Als Sportvorstand werde Salihamidzic weiter an seinen Personalentscheidungen gemessen. (KOMMENTAR: Chapeau, Hasan Salihamidzic!)

„Alle jubeln zurecht über den Mane-Transfer“, erklärte Matthäus weiter. Der einstige Bayern-Star fügte aber hinzu: „Ob sich auch Serge Gnabry freut, ist eher fraglich. Ich an seiner Stelle fände diesen Deal nicht ideal. Ausgerechnet seine Berater haben dafür gesorgt, dass ihm ein Konkurrent vor die Nase gesetzt wurde. Und es ist wahrlich kein schlechter.“

Mané wie auch Gnabry werden von der Agentur ROOF vertreten. (ÜBERSICHT: Die fixen Transfers aller Bundesliga-Klubs)

Was Matthäus mit Blick auf Gnabry auch stört: Dass mit dem deutschen Nationalspieler anders umgegangen werde, als mit Robert Lewandowski. Der ebenfalls nur noch bis 2023 unter Vertrag steht, seine Wechselabsichten aber bereits öffentlich verkündet hat.

Matthäus: Vorsicht bei Moral-Vorwürfen!

„Bei Gnabry ist der FC Bayern der Meinung, dass man sich eventuell trennen muss, wenn ihm diese Offerte nicht reicht (Gnabry hat das letzte Angebot der Bayern abgelehnt, Anm. d. Red.) Auch er hat - genauso wie Robert Lewandowski - noch ein Jahr Vertrag.“

Bei Lewandowski handle der Verein allerdings anders: „Hier bringt der Spieler einen Verein, der bereit ist, Ablöse zu bezahlen, aber man lässt ihn nicht ziehen. Man muss vorsichtig damit sein, wenn man dem einen oder anderen fehlende Moral vorwirft, jedoch als Verein ebenfalls so handelt, wie es die eigenen Interessen verlangen.“

„Das Schlimmste wäre natürlich, wenn sowohl Gnabry als auch Lewandowski nächstes Jahr ablösefrei gehen. Und das ist absolut im Bereich des Möglichen“, erklärte Matthäus.

Ob es Themen wie Gnabry und Lewandowski „so auch unter der Führung von Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß gegeben hätte, weiß ich nicht. Sie haben den Verein anders als Salihamidzic und Oliver Kahn geleitet“, schloss Matthäus.