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Sadio Mané: "Sehe mich nicht als Weltstar"

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Sadio Mané: "Sehe mich nicht als Weltstar"

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„Mia san mia“ überzeugt Mané

„Mia san mia“ überzeugt Mané

Sadio Mané hat mit zwei Toren in zwei Partien einen durchaus gelungenen Start für den FC Bayern hingelegt. Der Senegalese lebt schon jetzt das Motto des Rekordmeisters und erklärt nun, warum er sich nicht als Weltstar bezeichnen würde.
Beim 5:3 Sieg von FC Bayern über RB Leipzig im DFL Supercup schießt Sadio Mané zwei Abseitstore. Nach dem Spiel witzelt er über Abseits in Deutschland.
. SPORT1
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von SPORT1

Guter Start für den neuen großen Star beim FC Bayern!

In seinen ersten beiden Partien für den deutschen Rekordmeister konnte Sadio Mané gleich mit Eigenwerbung glänzen – und in beiden Begegnungen direkt treffen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Beim 6:2-Testspielsieg in den USA gegen D.C. United verwandelte der Neuzugang sicher zum 1:0 per Strafstoß, im Supercup gegen RB Leipzig schob er zum zwischenzeitlichen 2:0 lässig ein.

Das Testspiel gegen Manchester City, welches die Bayern mit 0:1 verloren, verpasste der Senegalese aufgrund der parallel stattfindenden Wahl zu “Afrikas Fußballer des Jahres“, welche er zum zweiten Mal nach 2019 gewinnen konnte.

„Mia san Mia“ für Mané entscheidend

Trotz seines Erfolgs bei der Wahl gilt der 30-Jährige als äußerst bodenständig. Er selbst sieht sich nicht als Weltstar.

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„Die Leute sagen das über mich, aber ich sehe mich überhaupt nicht als Weltstar. Mit solchen Begriffen kann ich wenig anfangen. Mir geht es nur darum, Teil des Teams zu sein“, erklärte der Senegalese im FC Bayern Mitgliedermagazin „51″.

Dabei könnte sich Mané durchaus als Weltstar betiteln. Unter anderen mit dem Gewinn der Champions League 2019, dem Triumph in der Premier League 2020 (mit dem FC Liverpool) und dem Gewinn des Afrika-Cups 2022 kann sich seine Trophäensammlung sehen lassen.

All diese Titel stellt der Torjäger deutlich über seine persönlichen Auszeichnungen, der Teamgedanke ist dem Senegalesen besonders wichtig. Daher war es für ihn ein Leichtes, sich mit dem Image des FC Bayern zu identifizieren: „Jeder kennt die Identität des FC Bayern. Für mich bedeutet dieses ‚Mia san Mia‘, dass das Team immer an erster Stelle kommt. Das Miteinander zählt, nicht das Individuum. Das macht den FC Bayern so besonders. (…). Deswegen habe ich auch kein bisschen gezögert, als ich die Möglichkeit hatte, nach München zu wechseln.“ (ÜBERSICHT: Die fixen Transfers aller Bundesliga-Klubs)

In der Heimat ein Volksheld

Seine Wertevorstellung und den respektvollen Umgang bezieht Mané auf die Erziehung seiner Eltern, die ihn in einem kleinen Dorf im Senegal namens Bambali großgezogen haben: „In meiner Kultur genießen Eltern einen hohen Stellenwert. Man hört auf sie, man erweist ihnen Respekt. Ich denke, dass diese Werte in allen Bereichen des Lebens sehr wichtig sind und ich bin dankbar, dass ich so erzogen wurde.“

Jamal Musiala vom FC Bayern hat bei dem 5:3 Sieg gegen RB Leipzig im DFL Supercup ein starkes Spiel gemacht. Nach dem Spiel hat er lobende Worte für Neuzugang Sadio Mané.
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DFL Supercup: Jamal Musiala vom FC Bayern lobt Neuzugang Sadio Mané

Mané gilt als äußerst heimatverbunden, verbringt so viel Zeit wie möglich in seiner Heimat. Mehr als einmal im Jahr konnte er bislang aufgrund des eng gestrickten Terminkalenders in der Premier League allerdings nicht in den Senegal reisen.

In seinem Heimatdorf Bambali hat der 30-Jährige zahlreiche soziale Einrichtungen bauen lassen, er will den Leuten etwas zurückgeben: „Bambali hat mich zu dem gemacht, der ich bin. Deshalb ist es mir wichtig, etwas zurückzugeben. Die Menschen dort zum Lächeln zu bringen ist mir wichtig.“

Auch deshalb ist Mané ein absoluter Volksheld im Senegal. Der Fußball gilt als Nationalsport Nummer eins im westafrikanischen Land. Dabei ist es nur logisch, dass der FC Bayern nun ein paar tausende Fans mehr im Senegal für sich gewinnen konnte.

„Mein Land besteht aus 17 Millionen fußballverrückten Menschen, und sie sind jetzt alle Bayern-Fans. Ich denke, man wird in dieser Saison viele Senegal-Flaggen in der Allianz Arena sehen“, scherzte der Angreifer.

Mané war großer Fan von Ronaldinho

Mané selbst war als Kind ebenfalls großer Fußball-Fan. Besonders Ronaldinho und El Hadji Diouf aus dem Senegal habe er in seiner Jugend bewundert. „Das waren herausragende Spieler. Ich habe mir stundenlang Videos von ihnen angesehen und versucht, ihnen alles nachzumachen“, erklärte Mané.

Seine Mutter schenkte ihm sogar ein Trikot von Diouf, Jahre später erfüllte sich Mané seinen Traum eines Trikots von Ronaldinho selbst: „Ich habe extra gearbeitet und mir Geld verdient, um es mir zusammenzusparen. Es war ein Traum, seinen Namen auf dem Rücken zu tragen.“

Auf dem Rücken beim FC Bayern trägt Mané die Nummer 17. Der Senegalese entschied sich für die ungewöhnliche Rückennummer aus persönlichen Gründen:

„Ich weiß, dass sie einige große Spieler getragen haben, außerdem besteht die 17 aus der 10 und der 7, zwei Zahlen, die ich sehr mag“, erzählt der 30-Jährige, der im Sturm der Münchner gesetzt zu sein scheint.

Wann sich Mané seinen Haarstreifen rot färben würde

Neben dem Start der neuen Bundesliga-Saison freut er sich auch besonders auf das Leben in München. Vor seinem Wechsel vom FC Liverpool zum deutschen Rekordmeister habe Mané viel mit Thiago gesprochen, um etwas über die Stadt zu erfahren.

Besonders freue er sich auf das Oktoberfest, auf dem er bislang noch nicht zu Gast war: „Ich habe sogar schon eine Lederhose zu Hause, noch aus meiner Zeit in Salzburg. Ich habe sie behalten, weil ich sie immer gerne getragen habe und generell sehr an anderen Kulturen interessiert bin.“

Der Fokus des Senegalesen liegt zunächst selbstverständlich auf dem Beginn der neuen Saison. Mit den Bayern will er seine erste deutsche Meisterschaft feiern und sich international mit seinem zweiten Triumph in der Königsklasse krönen.

Der Gewinn der Champions League wäre dem Stürmer auch eine Veränderung seines optischen Markenzeichens, dem blonden Streifen in seinen Haaren, wert: „Wenn wir die Champions League gewinnen, färbe ich ihn rot.“

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Nur 27 Spieltage benötigte der FC Bayern München, um in der Saison 2013/14 den Meistertitel perfekt zu machen. In Berlin siegte der Rekordmeister an einem Dienstagabend mit 3:1.
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SPORT1 Bundesliga Classics: Frühster Meistertitel der Geschichte durch Bayern