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Felix Nmecha: Auf dem Weg zu einem ganz Großen?

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Felix Nmecha: Auf dem Weg zu einem ganz Großen?

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Nmecha? „Von Anfang an nicht fair!“

Felix Nmecha feiert beim Sieg des BVB in München seine Rückkehr in die Startelf. Nun ist er auf dem besten Wege, im Saison-Endspurt und darüber hinaus ein wichtiger Faktor zu werden.
Dortmund gewinnt zum ersten Mal seit über 10 Jahren wieder ein Bundesligaspiel in München, BVB-Trainer Edin Terzic wird emotional und gibt zu, dass dieser Sieg auch wegen der Vergangenheit wichtig ist.
SPORT1
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von SPORT1

Um ein Haar hätte er seine gelungene Rückkehr krönen können. Doch Felix Nmecha scheiterte am Samstag in der Münchner Allianz Arena in der 52. Spielminute an einem überragend reagierenden Sven Ulreich. Es wäre das 2:0 für Dortmund gewesen.

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Und dennoch: Der Mittelfeldspieler zeigte eine außergewöhnliche Leistung. Warum Nmecha noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung ist und warum er im Saison-Endspurt eine Schlüsselrolle einnehmen kann, darüber diskutieren SPORT1-Reporter Manfred Sedlbauer und BVB-Reporter Oliver Müller in einer neuen Folge des SPORT1-Podcasts „Die Dortmund-Woche“.

BVB-Star Nmecha erntet die Lorbeeren für seinen Fleiß

„Er war so etwas wie der große Pechvogel des BVB, wurde von einigen Fans schon als Fehl-Einkauf abgestempelt und jetzt legt er so ein Comeback hin. Hut ab!“, meint SPORT1-Reporter Sedlbauer.

Im November 2023 musste Nmecha gegen den VfB Stuttgart (1:2) verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Es folgte eine lange Reha. Sogar eine Operation stand im Raum. Doch der 23-Jährige schuftete wie kaum ein anderer an seiner Rückkehr.

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„Es gibt, glaube ich, nicht einen Tag, an dem er nicht vor allen anderen am Trainingsgelände ist“, lobte BVB-Trainer Edin Terzic noch Anfang des Jahres den Fleiß seines Schützlings. Nun erntete Nmecha am Wochenende die Lorbeeren dafür.

Nmecha überzeugt gegen den FC Bayern

„Für mich ist er ein klasse ‚Box-to-Box-Spieler‘, der einen unglaublichen Aktionsradius hat. Zudem ist er ein herausragender Balleroberer und seine Abschlussstärke kann sich auch sehen lassen“, sagte BVB-Reporter Oliver Müller und fuhr fort: „Er hat Fähigkeiten, die es so nicht so oft gibt.“

Welche das sind, konnte der physisch starke, 1,90 Meter große, Nmecha gegen den FC Bayern zeigen. Immer wieder konnte er Zweikampfduelle, viele auch in der Luft, für sich entscheiden und mit seiner feinen Technik Mitspieler in Szene setzen.

Gemeinsam mit seinem Partner im zentralen Mittelfeld, Kapitän Emre Can, sorgte er dafür, dass der FC Bayern nur selten gefährlich vor das BVB-Gehäuse kam - Eigenschaften, die nicht nur für den Saison-Endspurt des BVB, sondern auch schon im Hinblick auf die kommende Spielzeit enorm wichtig werden könnte.

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„Ein großer Baustein des Erfolgs war die defensive Disziplin, die die Dortmund auf den Platz gebracht haben. Und da hatte sowohl die Innenverteidigung um Hummels und Schlotterbeck, als auch die Doppel-Sechs mit Can und Nmecha einen riesigen Einfluss. Gerade im Spielaufbau strahlte das neu-formierte Mittelfeld-Duo viel Ruhe und Sicherheit aus“, meint Sedlbauer.

Nmecha als Bellingham-Nachfolger? „Nicht fair!“

Im Sommer wechselte der 23-Jahre alte Nmecha für stolze 30 Millionen Euro Ablöse aus Wolfsburg ins Ruhrgebiet. Die Dortmunder Fans sahen in ihm schon den Nachfolger des damals gerade abgewanderten Jude Bellinghams - nicht nur wegen der ähnlichen Statur.

Müller sieht das komplett anders: „Bellingham ist bei Real Madrid der beste Spieler und dirigiert dort das Mittelfeld. Das ist nochmal eine ganz andere Hausnummer. Ihn (Nmecha, Anm. d. Red.) mit diesem Etikett zu bekleiden, war von Anfang an nicht fair!“

Sedlbauer gibt seinem Podcast-Kollegen recht und ergänzt: „Man muss bedenken, dass Nmecha jetzt vier Monate komplett raus war. Das ist schon eine enorm lange Zeit. Umso bemerkenswerter finde ich, dass der BVB ihn langsam und schrittweise herangeführt hat. Das ist im Profifußball ja alles andere als selbstverständlich“, lobt Sedlbauer auch die Verantwortlichen des BVB.

Vor drei Wochen gegen Bremen (2:1) stand der gebürtige Hamburger für 16 Minuten, vor der Länderspielpause gegen Frankfurt (3:1) für 25 Minuten auf dem Platz.

Auch BVB-Sportdirektor Kehl mit hohen Erwartungen

Bei seinem insgesamt 13. Einsatz in dieser Bundesliga-Saison (zwei Vorlagen), gegen Bayern (2:0) spielte er von Beginn an und wurde in der 68. Minute ausgewechselt. Die Fans honorierten das Comeback mit lautem Beifall.

BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl versprach kürzlich im STAHLWERK Doppelpass auf SPORT1: „Von diesem Spieler können wir uns noch eine Menge erwarten.“

Die Podcaster sind sich einig: Wenn Nmecha so weitermacht, wird Kehl Recht behalten.