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Kritik an Bayern: "Unfassbar wenig trainiert"

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„Hat Tuchel nicht verstanden“

Unter Vincent Kompany hat sich beim FC Bayern einiges verändert. Ein Experte ist sich sicher, dass der Belgier seinen Vorgängern in entscheidenden Aspekten bereits einige Schritt voraus ist.
Im Interview spricht Bayerns Neu-Trainer Vincent Kompany über mögliche Kritik von außen und wie man diese Kritik auch für sich nutzen kann.
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Unter Vincent Kompany hat sich beim FC Bayern einiges verändert. Ein Experte ist sich sicher, dass der Belgier seinen Vorgängern in entscheidenden Aspekten bereits einige Schritt voraus ist.

Vincent Kompany hat an der Säbener Straße für frischen Wind gesorgt. Für den ehemaligen Bayern-Star Markus Babbel hat der belgische Trainer seinen Vorgängern Julian Nagelsmann und Thomas Tuchel bereits entscheidende Aspekte voraus.

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„Er gefällt mir wahnsinnig gut. Er stellt sich nicht in den Vordergrund. Er lässt immer die Mannschaft vorneweg laufen, erwähnt sie permanent im Vordergrund“, erklärte Babbel in der Bundesliga-Webshow von ran. „Das ist das, was Julian Nagelsmann und Thomas Tuchel überhaupt nicht verstanden haben, wie der FC Bayern da funktioniert.“

„Zuerst kommt der Klub, dann kommt die Mannschaft und dann kommst du als Trainer - halt dich zurück“, betonte Babbel mit Hinblick auf die Prioritäten beim deutschen Rekordmeister, die Kompany für ihn bereits verinnerlicht habe. „Das macht Vincent in meinen Augen eben sehr gut.“

Babbel: „Habe noch das ein oder andere Ohr in München“

Als ehemaliger Weltklassespieler würde Kompany bestens wissen, was seine Spieler brauchen - und das sei im Vergleich zu den letzten Jahren ein erhöhtes Trainingspensum, das der zuletzt hohen Anzahl an Muskel-Verletzungen entgegenwirken soll (fast 50 Ausfälle).

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„Ich habe ja doch noch das ein oder andere Ohr in München, durch das mir bestätigt wurde, dass das Training in München sehr dezent war, um es mal höflich auszudrücken. Es wurde einfach unfassbar wenig trainiert“, verriet Babbel und stellte dabei vor allem die verletzungsanfällige Verteidigung heraus.

„Du hast ja ein paar Kanten dabei - die Innenverteidiger, die alle um die 1,90 Meter groß sind und 90 Kilo wiegen. Die musst du fit haben, dann verletzen sie sich nicht“, meinte der 51-Jährige. „Und das ist etwas, dass der Mannschaft extrem gefehlt hat.“

Eine erhöhte Fitness würden die Bayern aber natürlich nicht nur bei der Verletzungs-Prävention helfen. Babbel sieht diesen Aspekt entscheidend für die Schlussphase der Spiele, in der Leverkusen letztes Jahr zahlreiche Spiele drehte: „Es ist kein Zufall, wenn du zehnmal in der Nachspielzeit dann noch die Spiele für dich drehst. Die Jungs konnten bis zur 95. oder 100. Minute noch marschieren und dazu war der FC Bayern nicht in der Lage.“

„Dann ist der FC Bayern eigentlich immer am gefährlichsten“

Dass sich das unter Kompany geändert habe, „gibt einem Bayern-Fan Mut, auch für die Zukunft, weil die Jungs jetzt endlich auch wieder marschieren können.“ Zwar hätten selbstverständlich alle Bayern-Akteure gemessen an ihrem Fitnessstand 100 Prozent gegeben, allerdings wären es am Ende dann eben nur 80 Prozent gewesen.

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Unter Vincent Kompany wird im Training härter trainiert
Unter Vincent Kompany wird im Training härter trainiert

„Dementsprechend ist meine Hoffnung für den FC Bayern, dass die Jungs wirklich in einem körperlichen Top-Zustand sind, was ja Leverkusen letztes Jahr herausragend ausgezeichnet hat - diese absolute Fitness“, erklärte Babbel, der ein „gutes Gefühl“ hat, was die Saison vom FC Bayern angeht.

„Sie machen einfach einen gierigen, frischen Eindruck, sie sind hungrig“, schilderte Babbel seine Eindrücke, „und wir wissen alle: Dann ist der FC Bayern eigentlich immer am gefährlichsten.“