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Wirbel um BVB-Tor gegen Werder: DFB gibt Fehler zu

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BVB-Treffer: DFB gibt Fehler zu

Borussia Dortmund muss sich gegen Werder Bremen mit einem Remis begnügen. Für Wirbel sorgt das zweite BVB-Tor, das trotz einer Abseitsstellung gegeben wird.
Rot für Schlotterbeck, 2:0-Führung mit zehn Mann verspielt: BVB-Interimscoach bewertet sein turbulentes Bundesliga-Debüt - mit den ihm eigenen klaren Worten.
Justin Schroll
Borussia Dortmund muss sich gegen Werder Bremen mit einem Remis begnügen. Für Wirbel sorgt das zweite BVB-Tor, das trotz einer Abseitsstellung gegeben wird.

2:2 trennten sich Borussia Dortmund und Werder Bremen in einem leidenschaftlichen Spiel – im Fokus stand dabei auch Schiedsrichter Christian Dingert, der sich zusammen mit seinem Team beim zweiten BVB-Treffer einen gravierenden Lapsus erlaubte, wie inzwischen von Seiten des DFB bestätigt wurde.

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Was war passiert? In Dortmund lief die 51. Minute, als Pascal Groß einen Freistoß aus halblinker Position an den langen Pfosten hob, wo Serhou Guirassy zur Direktabnahme ansetzte, die von Marco Friedl mit der Fußspitze ins eigene Tor abgefälscht wurde.

Marco Friedl fälscht den Ball zum 0:2 aus Bremer Sicht ins eigene Tor ab
Marco Friedl fälscht den Ball zum 0:2 aus Bremer Sicht ins eigene Tor ab

Strafbares Abseits von Bensebaini?

So weit, so gut, doch in der Flugbahn des Balls stand vor Friedl der Dortmunder Ramy Bensebaini, der sein Bein hob und das Leder passieren ließ. Wie erst im TV zu erkennen war, stand Bensebaini bei Guirassys Abschluss knapp im Abseits – aber auch aktiv und somit strafbar? Axel Feuerherdt, Mediensprecher der DFB-Schiedsrichter, klärte auf.

„Die Feldentscheidung war, und das ist zunächst mal wichtig, Tor“, betonte Feuerherdt bei Sky. „Daraufhin hat der Videoassistent die Überprüfung begonnen und festgestellt, dass eine Abseitsstellung von Bensebaini vorliegt. Und er musste jetzt entscheiden: Beeinflusst er hier Friedl oder möglicherweise auch den Torwart so, dass es strafbar ist?“

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Dem Mediensprecher zufolge hätte der Videoassistent dann die Entscheidung getroffen, dass es „zumindest für ihn, also aus seiner Sicht, nicht so klar“ gewesen wäre, „dass er eingreifen müsste“.

„Tor hätte nicht zählen dürfen“

Eine Fehlentscheidung, wie Feuerherdt bekräftigt: „Wir haben das intern besprochen, wir haben das intern abgestimmt, sind zu einem anderen Ergebnis gekommen und würden sagen: Das ist eine strafbare Abseitsstellung, weil Friedl so stark durch Bensebaini beeinflusst wird. In dem Moment, wo er das Bein hebt, kann er den Ball erst sehen, dass er darauf dann reagiert, deshalb hätte das Tor nicht zählen dürfen.“

Glück also in dieser Situation für den BVB, der in der 21. Minute jedoch mit einer Schiedsrichterentscheidung haderte, als Nico Schlotterbeck wegen einer Notbremse des Feldes verwiesen wurde. Bremens Marco Grüll war plötzlich frei durch und lief auf das Tor von Gregor Kobel zu. Schlotterbeck setzte nach, hatte beide Hände am Rücken des Stürmers und brachte ihn mit einem leichten Schubser zu Fall, woraufhin Dingert sofort Rot zückte.

„Wenn der Schiedsrichter in dieser Situation das Spiel weiterlaufen lässt, glaube ich nicht, dass der Videoschiedsrichter da eingreift“, sagte Dortmunds Kapitän Emre Can bei Sky über den Platzverweis. „Er kann ihn geben. Aber er (Grüll) macht noch einige stabile Schritte und deswegen sage ich 50:50. Er kann ihn geben, muss ihn nicht geben, aber heute hat er ihn leider gegeben.“