Vor dem Spiel des FC Bayern bei RB Leipzig wurde Kevin Kampl in einer emotionalen Zeremonie verabschiedet.
Bundesliga: Tränenreicher Abschied von Klub-Legende
Tränen-Abschied von Klub-Legende
Der langjährige Profi der „Roten Bullen“ hatte seinen Vertrag bei den Leipzigern zu Beginn des Jahres aufgelöst. Nachdem sein Bruder Leki im vergangenen Oktober mit nur 51 Jahren plötzlich verstorben war, sah sich Kampl nicht mehr in der Lage, als Profi Fußball zu spielen.
Am Samstagabend wurde der ehemalige slowenische Nationalspieler auf dem Rasen der ausverkauften Leipziger Arena von Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff mit dankbaren Worten verabschiedet.
„Du bist eine Persönlichkeit, die diesen Verein mitgeprägt hat. Nimm dir die Zeit, die du brauchst, vor allem in dieser schwierigen Phase. Dann bist du immer herzlich willkommen bei uns“, sagte Mintzlaff.
RB Leipzig: Kampl kann Tränen nicht zurückhalten
Während der Dankesrede konnte Kampl seine Tränen nicht mehr zurückhalten. Mit geröteten Augen richtete er sich danach an die Fans der Leipziger. „Ihr habt mir immer den Rücken gestärkt. Wir haben Erfolge gefeiert, wir haben Tiefen überwunden – aber immer als Einheit“, bedankte sich der 35-Jährige.
Nach der 1:5-Niederlage der Leipziger sprach Kampl bei Sky über den Abschied. „Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, nicht so viele Tränen zu vergießen“, sagte er. Es gelang ihm nicht. Bei dem Interview gab er auch sein Karriereende bekannt. „Im aktiven Fußball war es das für mich“, sagte er.
Während der Zeremonie hielten die RB-Fans rote Zettelchen mit der Nummer 44 hoch. Es ist die Rückennummer, die der Mittelfeldspieler der Leipziger trug. Er revanchierte sich und ließ in den Heimbereichen 4444 Liter Freibier ausschenken.
RB Leipzig: Mintzlaff verrät Kampl-Anekdote
Kampl wechselte 2017 von Bayer Leverkusen nach Leipzig und bestritt in den folgenden achteinhalb Jahren insgesamt 283 Spiele für RB.
Wie Mintzlaff bei Sky verriet, verlief der Wechsel damals alles andere als geräuschlos. Als der damalige RB-Sportdirektor Jochen Schneider wegen des Transfers in Leverkusen angerufen habe, sei dessen Amtskollege Rudi Völler alles andere als begeistert gewesen.
„Der Rudi hat mich so zur Sau gemacht“, habe Schneider seinem damaligen Boss wissen lassen, sagte Mintzlaff.