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Upamecano-Poker: Teile der FC-Bayern-Führung wundern sich zunehmend

Damit irritiert Upamecano

Die Verhandlungen zwischen Dayot Upamecano und dem FC Bayern ziehen sich weiter in die Länge. Dabei wirkt der Franzose wenig zielstrebig, wenn es um seine sportliche Zukunft geht.
Die Zukunft von Dayot Upamecano ist weiterhin ungewiss. Nach dem Testspiel der Bayern in Salzburg hielt sich der Franzose ebenfalls sehr bedeckt.
Die Verhandlungen zwischen Dayot Upamecano und dem FC Bayern ziehen sich weiter in die Länge. Dabei wirkt der Franzose wenig zielstrebig, wenn es um seine sportliche Zukunft geht.

So richtig geplant hatte es Dayot Upamecano offenbar nicht, nach dem Testspiel der Bayern in Salzburg mit der Presse zu sprechen.

Der Franzose hatte bereits den Weg Richtung Mannschaftsbus eingeschlagen, ließ sich aber doch noch überzeugen, ein paar Sätze zu sagen – auch und vor allem über seine sportliche Zukunft.

„Ich rede mit Max (Eberl; Anm. d. Red.) und mit Christoph (Freund; Anm. d. Red.). Alles gut. Ich hoffe, es gibt bald eine Lösung und ich kann weitermachen“, sagte Upamecano und fuhr damit weiterhin die Marschroute der vergangenen Wochen.

Upamecano verweist auf Berater

Immer wenn er vor die Mikrofone trat, verwies der Innenverteidiger auf seinen Agenten – so auch am Dienstagabend: „Ich habe dafür einen Berater und er macht es sehr gut.“

Upamecanos Linie irritiert zunehmend, denn es wirkt mittlerweile so, als sitze er selbst bei den Verhandlungen lediglich auf dem Beifahrersitz und überlasse fast alles seinem Berater.

Der pokert seit Wochen munter weiter – und das, obwohl Bayern-CEO Jan-Christian Dreesen vor wenigen Tagen die Zügel anzog: „Das Ganze darf sich jetzt auch nicht mehr so lange ziehen“, erklärte der 58-Jährige am Rande eines Fanclub-Besuchs. Das klang nach einem Ultimatum.

Dreesen wirkt ungeduldig im Upamecano-Poker

Der Vorstandsboss spielt damit „Abteilung Attacke“, während Sportvorstand Eberl und Sportdirektor Freund eher für die verbalen Streicheleinheiten zuständig sind. Beide geben sich betont gelassen und wollen offenkundig weder Upamecano noch dessen Berater verschrecken.

Von beiden hört man nur Positives aus den Verhandlungen. Dreesen dagegen wirkt neuerdings deutlich ungeduldiger.

Das passt ins Bild: SPORT1-Informationen zufolge kam – wenn es denn etwas an der sportlichen Leistung des Franzosen oder den laufenden Vertragsgesprächen auszusetzen gab – die vereinsinterne Kritik nie von der sportlichen Leitung, sondern aus anderen Teilen der bayerischen Führungsriege.

Upamecano lässt sich nicht in die Karten schauen

Dort fragt man sich, was sich Upamecano denn über das vorliegende Angebot hinaus noch wünscht – zumal Dreesen ja verkündete, dass der Abwehrmann keine Verbesserungen mehr erwarten könne.

Upamecano selbst wollte sich dahingehend nicht in die Karten schauen lassen, zuckte am Dienstag auf eine entsprechende Frage nur mit den Schultern und verwies auf seinen Berater, den er für sich reden lasse.

Immerhin sagte der Franzose auf SPORT1-Nachfrage, dass das Verhältnis zu den Bossen gut sei. Ob die das aber ebenfalls so sehen, darf mittlerweile ernsthaft bezweifelt werden.