Die Fans des FC Bayern haben beim Heimspiel gegen den FC Augsburg im Streit um eine Sperre der Südkurve erneut mit mehreren Bannern gegen die eigenen Klub-Bosse ausgeteilt.
FC Bayern: Fans teilen mit Bannern gegen Bosse aus
Bayern-Fans teilen gegen Bosse aus
In der zweiten Hälfte wurden am Rand der Südtribüne drei Spruchbänder enthüllt, die Botschaft darauf war eindeutig. „4.800 Fans von der UEFA verbannt. Die anderen 4.536 hattet ihr in der Hand. FCB: Fannähe sieht anders aus“, stand dort zu lesen.
Darum schießen die Fans des FC Bayern gegen die Bosse
Hintergrund der Aktion ist die kürzlich erfolgte Block-Sperre durch die UEFA als Strafe für Pyro-Einsatz der Bayern-Fans - welche vom Klub selbst sogar noch auf mehr Sitzbereiche ausgeweitet wurde.
Wegen wiederholter Pyro-Vergehen war die bayerische Anhängerschaft aus der Südkurve gegen Royale Union Saint-Gilloise unter der Woche eigentlich verbannt, doch die aktiven Fans schafften es trotzdem in die Arena.
Sie wechselten einfach kurzerhand vom Unter- in den Oberrang und sorgten dort für Stimmung. Und sie hatten eine Botschaft im Gepäck.
Auf zwei langen Bannern verkündeten sie: „Wir sind immer hier - die Kurve das sind wir“ und „Gegen Kollektivstrafen - für eine lebendige Fankultur“. Ein klarer Fingerzeig an die UEFA – und auch den FC Bayern.
FC Bayern weitet Strafe der UEFA sogar noch aus
Die UEFA hatte als Reaktion auf den massiven Einsatz von Pyrotechnik im Champions-League-Heimspiel gegen Sporting Lissabon am 9. Dezember (3:1) eine Sperrung der Blöcke 111 bis 114 im Unterrang der Südkurve angeordnet.
Die Bayern griffen daraufhin aber sogar noch härter durch und stornierte auch die Tickets für die Blöcke 109 bis 110 sowie 115 bis 117 - genau im Bereich von 115-117 wurden am Samstag jetzt die erneuten Protest-Banner gezeigt.
Die Erklärung des Klubs damals: „Da bei Heimspielen des FC Bayern im Unterrang der Südkurve keine blockweise Ticketvergabe erfolgt und alle 9.336 Tickets für die Blöcke 109 bis 117 gültig sind, ist es dem Club technisch nicht möglich, ausschließlich die 4.800 Tickets für die Blöcke 111 bis 114 gezielt zu stornieren.“