Mit gerade einmal 17 Jahren sorgte Lennart Karl in dieser Saison für reichlich Wirbel - doch zuletzt nicht nur durch seine erstaunlichen Leistungen auf dem Feld, sondern auch durch seinen öffentlich geäußerten Wunsch, in seiner Karriere einmal für Real Madrid spielen zu wollen.
FC Bayern: Karl und der Traum von Real Madrid - das steckt dahinter
Der Auslöser für Karls Real-Traum?
Im Rahmen eines Besuchs beim „FC Bayern München Fanclub Burgsinn 1980“ nahm der Youngster am Sonntag kein Blatt vor den Mund und bezeichnete den spanischen Klub offenkundig als seinen „Traumverein“.
Es waren Aussagen, die unter zahlreichen Fans in den Sozialen Medien für großen Ärger und selbst in Spanien für Verwunderung sorgten.
Dabei ist die Verbindung zwischen Karl und den Madrilenen gar nicht so weit hergeholt. Vor knapp siebeneinhalb Jahren reiste Karl zu einem Probetraining in die spanische Hauptstadt und durfte sich im Bernabéu beweisen.
Karl und die Verbindung zu Real Madrid
Der Journalist Sebastian Leisgang berichtete im Podcast der Süddeutschen Zeitung „Und nun zum Sport“: „Er hat mit zehn Jahren bei Real Madrid vorgespielt, da gab es Trainingscamps auf regionaler Ebene, eines in Großkrotzenburg in der Aschaffenburger Region. Von dort ist er dann weitergekommen in die nächste Runde, die in Memmingen war.“
Von dort aus schaffte es das heutige Bayern-Juwel bis zu den Königlichen. Es gibt auch ein Bild vom jungen Karl im Real-Outfit im Bernabéu, das beim Kurznachrichtendienst X zirkulierte.
Wechsel von Karl zu Real Madrid kam nicht zustande
Zu einem Wechsel kam es dann aber nicht. Stattdessen ging es für Karl in den folgenden Jahren zunächst einen Schritt zurück.
Nach viereinhalb Jahren bei Eintracht Frankfurt kehrte Karl im Januar 2022 zu seinem Jugendverein SV Viktoria Aschaffenburg zurück. Bereits ein halbes Jahr später wurde dort jedoch der FC Bayern auf das Talent aufmerksam und holte Karl an den Campus.
Der rasante Aufstieg des Toptalents in den folgenden Jahren ist bekannt. Und doch hätte die Karriere von Karl vor einiger Zeit beinahe eine ganz andere Entwicklung genommen. Entsprechend titelte die spanische Sportzeitung AS einst: „Karl, ein Juwel, das Madrid durch die Finger glitt.“