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Nach Wirbel um FC-Bayern-Jungstar: Eberl macht deutlich, was Karl noch lernen muss

Eberl über Karl: „Das wird er lernen“

Max Eberl äußert sich zum Trubel um Lennart Karl. Der Sportvorstand des FC Bayern nimmt den Jungstar in Schutz - macht aber auch deutlich, dass Karl noch lernen muss, mit dem öffentlichen Interesse an seiner Person umzugehen.
Mit seinen Aussagen rund um seine Zukunft sorgte Lennart Karl für viel Aufsehen. Im Testspiel gegen Salzburg reagierte der 17-Jährige mit einer starken Leistung. Bayern-Sportvorstand ordnet die Situation ein.
Max Eberl äußert sich zum Trubel um Lennart Karl. Der Sportvorstand des FC Bayern nimmt den Jungstar in Schutz - macht aber auch deutlich, dass Karl noch lernen muss, mit dem öffentlichen Interesse an seiner Person umzugehen.

Lennart Karl zog in den vergangenen Tagen den Unmut zahlreicher Bayern-Fans auf sich, nachdem er bei einem Fanclub-Besuch öffentlich seinen Wunsch geäußert hatte, in seiner Karriere einmal für Real Madrid spielen zu wollen.

Nach dem 5:0-Sieg im einzigen Test der Winterpause gegen RB Salzburg, hat sich nun auch Sportvorstand Max Eberl zu Wort gemeldet. Dabei nahm er das Juwel zwar in Schutz - verknüpfte seine Worte aber auch mit einer sanften, indirekten Ermahnung.

Karl? „Er ist Bayern so dankbar“

„Er kam und hat gemerkt, es kam vielleicht nicht so gut rüber, wie er es gedacht hat. Er hat einfach - wie es ein 17-Jähriger macht - frei von der Leber gesprochen“, schilderte Eberl seine Meinung zum Trubel um Karl auf SPORT1-Nachfrage.

Wenn ein Spieler neben dem FC Bayern auch andere Vereine in den Fokus rücke, sei dies laut Eberl kein Problem. Zumal Karl im Anschluss auf die Bayern-Bosse zugekommen sei und versicherte, dass Real derzeit „überhaupt kein Thema“ sei. „Er ist Bayern München so dankbar und dann brauchten wir gar nicht viel sagen“, versicherte Eberl.

Stattdessen habe Eberl dem Youngster die Worte seines Altmeisters Hans Meyer mit auf den Weg gegeben, der Eberl zu gemeinsamen Zeiten bei Borussia Mönchengladbach geraten habe: „Max, sprich immer über dich selbst, dann machst du keine Fehler.“

Eberl: „Ein 17-Jähriger darf auch einmal Fehler machen“

Zudem sei auch ausgeschlossen, dass Karl in Zukunft weniger Interviews geben dürfte. „Ich glaube, ein 17-Jähriger darf auch einmal Fehler machen. Er darf auch in seiner Euphorie mal etwas sagen, dass er vielleicht später bereut - er lernt. Auf dem Platz ist er bereits verdammt gut.“

Dennoch gab Eberl dem FCB-Juwel abschließend auch den mahnenden Ratschlag mit auf den Weg, dass er das enorme öffentliche Interesse an seiner Person bei künftigen Auftritten berücksichtigen sollte: „Er ist eben nicht mehr der ‚Lenny‘, der 17-Jährige den keiner kennt. Sondern er ist Lennart Karl, wo ganz Deutschland jetzt weiß, was er kann und wer er ist. Das wird er lernen.“

Beim Testspiel in Salzburg stellte Karl hingegen abermals seine Klasse unter Beweis. Nach einer glücklichen 1:0-Pausenführung war Karl einer von elf neuen Spielern auf dem Feld und überragte mit zwei Treffern und einer Vorlage. Schon vor dem Spiel hatte sich Sportdirektor Christoph Freund schützen vorn seinen Schützling gestellt - und offenbart, dass er sich am Tag nach dem Auftritt bei Bayern für die Aufregung „entschuldigt“ hätte.