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Kommt es heute zum TSG-Beben?

Kommt es heute zum TSG-Beben?

Bei der TSG Hoffenheim könnte es am Montagabend zum großen Knall kommen. Mannschaft und Trainer stellen sich demonstrativ hinter den Sport-Geschäftsführer.
Nach der deutlichen 1:5-Niederlage gegen den FC Bayern übt Sportgeschäftsführer Andreas Schicker scharfe Kritik an Schiedsrichter Tobias Stieler. Er wirft dem Unparteiischen vor, "überfordert" gewesen zu sein.
Bei der TSG Hoffenheim könnte es am Montagabend zum großen Knall kommen. Mannschaft und Trainer stellen sich demonstrativ hinter den Sport-Geschäftsführer.

Hoffenheims Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker, der bei der TSG möglicherweise vor der Entmachtung steht, erfährt im Klub breite Unterstützung. Nach dem 1:5 (1:3) beim FC Bayern stellten sich die Mannschaft und erneut auch Trainer Christian Ilzer hinter Schicker. Selbst Mäzen Dietmar Hopp reagierte fassungslos auf das Chaos bei seinem Klub.

Ihm fehle „jegliches Verständnis“, sagte der 85-Jährige in der Rhein-Neckar-Zeitung. Schicker habe „durch seine herausragende Arbeit eine Spitzenmannschaft geformt, die mich Woche für Woche begeistert und in ganz Fußball-Deutschland positiv wahrgenommen wird. Wie können wir den Erfolg unseres Klubs riskieren?“

Hoffenheim-Trainer Ilzer lässt erneut Zukunft offen

Ilzer ließ nach dem Spiel am Sonntagabend erneut seine Zukunft im Kraichgau offen. Ob er am Dienstag noch Trainer sei? „Das weiß man nie im Fußball, das geht immer schnell. Ich habe gesagt, es gibt eine Gesellschafterversammlung. Andi Schicker hat es als Kasperltheater bezeichnet – und ich glaube, damit ist auch alles gesagt“, so der TSG-Coach.

„Wenn Dinge verändert werden, wenn Schlüsselpositionen verändert werden“, ergänzte Ilzer bei DAZN, „muss jedem bewusst sein: Immer, wenn man flapsig mit verdienten Mitarbeitern umgeht, kann das einen Domino-Effekt auslösen.“

Für Montagabend hat Christoph Henssler, der 29 Jahre alte Interims-Klubchef des Muttervereins mit Ultra-Vergangenheit, offenbar eine Gesellschafterversammlung einberufen. Spekuliert wird, dass Schicker als Geschäftsführer abberufen und zum Sportchef degradiert werden könnte. Für den 39 Jahre alten Österreicher ist dies aber keine Option.

TSG-Boss Schicker spricht von „Kasperltheater“

Schicker hatte vor dem Spiel von einem „Kasperltheater“ gesprochen. „Ich kann nur sagen, dass ich gerne bleiben möchte. Definitiv in dieser Rolle.“ Man werde nun sehen, „wie das ausgeht“.

Kapitän Oliver Baumann stellte sich demonstrativ auf Schickers Seite: „Wir sind total eng beisammen mit Chris, mit Andi und stehen da komplett dahinter.“

Auch Grischa Prömel betonte: „Wir würden uns sehr freuen, wenn wir den Weg weiter zusammen beschreiten, weil es einfach ein geiler Weg ist.“