Bittere Champions-League-Pleite für Borussia Dortmund! Die Schwarz-Gelben mussten sich Tottenham Hotspur auswärts mit 0:2 (0:2) geschlagen geben.
Champions League: Bitterer BVB-Dämpfer! Jetzt drohen die Playoffs
Bitterer Dämpfer für den BVB
Aus deutscher Sicht war es ein gebrauchter CL-Abend. Denn auch Bayer Leverkusen kassierte eine bittere Niederlage. Die Werkself verlor mit 0:2 (0:2) bei Olympiakos Piräus. Die Tore erzielten Costinha (2.) und Mehdi Taremi (45.+1).
Beim BVB lief in der ersten Halbzeit überhaupt nichts zusammen. Cristian Gabriel Romero (14.) und Dominic Solanke (37.) trafen für die Spurs - die Mannschaft von Niko Kovac fand dabei phasenweise gar nicht statt.
Experten-Kritik: Brandt fällt negativ auf
„Du kannst gefühlt keinen rausnehmen. Gefühlt ist keiner richtig gut im Spiel“, sagte Benedikt Höwedes bei Amazon Prime.
Beim ersten Gegentreffer war den Experten besonders Julian Brandt negativ aufgefallen. „Halbherzig von Brandt, der sich so ein bisschen wegduckt“, meinte Höwedes.
Nico Schlotterbeck redete nach dem Gegentor auf Brandt ein. „Er ist halt ein Offensivspieler. Die drehen sich manchmal weg. Es ist jetzt kein Vorwurf an Jule. Ich habe nur gesagt, er soll stehen bleiben. Das passiert“, erklärte Schlotterbeck.
„Wieder ein Standardtor kassiert nach Pauli - das ist zu viel. Das müssen wir uns abgewöhnen. Sonst wird es schwer“, ärgerte sich der Dortmunder Abwehrchef.
Höwedes: „Richtig schlechte erste Halbzeit“
In der Halbzeit wechselte Kovac zweimal und nahm mit Serhou Guirassy und Brandt zwei Offensivspieler vom Feld. Dafür kamen Emre Can und Julian Ryerson in die Partie. So wirkte der BVB zumindest in der Defensive etwas stabiler.
In der letzten halben Stunde wurden noch Fábio Silva, Carney Chukwuemeka und Maximilian Beier eingewechselt, zu nennenswerten Gelegenheiten kam der BVB allerdings nicht mehr. Einzig Nico Schlotterbeck wurde in der Nachspielzeit mit einem Kopfball nochmal gefährlich (90.+1).
„Das haben sich die Dortmunder selber zuzuschreiben, nach einer richtig, richtig schlechten ersten Halbzeit“, resümierte Höwedes. „Die erste Halbzeit war so nicht zu erwarten. Ich wüsste nicht, wann ich den BVB mal so schwach erlebt habe“, sagte der ehemalige Schalker nach Abpfiff: „Die erste Halbzeit war definitiv nicht Champions-League-reif.“
Auch Torwart Gregor Kobel war nicht zufrieden: „Ich bin eher enttäuscht nach dem Spiel. Da fällt es mir gerade schwer, kurz nach dem Spiel positiv zu sein. Die erste Halbzeit war wirklich nix.“
BVB: Svensson sieht umstrittene Rote Karte
Zu allem Überfluss wurde auch noch Daniel Svensson mit glatt Rot vom Platz gestellt (24.). Der Schienenspieler der Schwarz-Gelben fuhr bei einem Zweikampf gegen Tottenhams Wilson Odobert das lange Bein aus, um den Ball im Fallen wegzuspitzeln. Er touchierte die Kugel auch, landete mit der offenen Sohle aber knapp unterhalb des Knies seines Gegenspielers.
Der schwedische Schiedsrichter Glenn Nyberg hatte seinem Landsmann zunächst die Gelbe Karte gezeigt, entschied nach Intervention des VAR aber um und zückte Rot. Schon als der Unparteiische zum Monitor schritt, schwante Svensson Übles, wie ihm deutlich anzusehen war. Es handelte sich um den ersten Platzverweis in Svenssons Karriere.
Champions League: BVB verpasst wichtigen Sieg
In der Tabelle liegt der BVB mit elf Punkten auf Platz zwölf. Die Spurs belegen mit 14 Punkten den vierten Platz. Leverkusen liegt auf Platz 19 (neun Punkte). Piräus steht auf dem 22. Platz (acht Punkte).
Ein Spieltag steht in der Ligaphase noch aus. Die besten acht Mannschaften qualifizieren sich direkt für das Achtelfinale. Die Teams auf den Plätzen neun bis 24 müssen in die Playoffs.
Spurs-Coach Thomas Frank, der in England heftig in der Kritik und Medienberichten zufolge vor dem Aus stand, landete am Dienstagabend einen wichtigen Sieg.