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Champions League: So deutlich wird BVB-Boss Kehl selten

So deutlich wird Kehl selten

Borussia Dortmund verliert bei Tottenham Hotspur nach einer katastrophalen ersten Halbzeit. Sportdirektor Sebastian Kehl tut seine Unzufriedenheit kund.
Nach der Niederlage bei Tottenham Hotspur spricht Borussia Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl die Mängel klar an.
Borussia Dortmund verliert bei Tottenham Hotspur nach einer katastrophalen ersten Halbzeit. Sportdirektor Sebastian Kehl tut seine Unzufriedenheit kund.

Sebastian Kehl war nach der 0:2-Niederlage bei Tottenham Hotspur ganz und gar nicht begeistert. Der Sportdirektor von Borussia Dortmund ist hart mit der eigenen Mannschaft ins Gericht gegangen.

„Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, das werden wir mit der Mannschaft sicherlich auch kritisch besprechen. Die erste Halbzeit war schlecht, wenig Zweikämpfe geführt, wenig Intensität, wenig direkte Duelle gewonnen“, bemängelte Kehl in der Mixed Zone.

Nun droht dem BVB der Umweg über die Playoffs - selbst diese sind nun in Gefahr. „Die Chance, die wir heute hatten, haben wir damit fahrlässig in der ersten Halbzeit verspielt“, ärgerte sich Kehl.

In der Tabelle liegt der BVB mit elf Punkten auf Platz zwölf. Nur die besten acht Mannschaften qualifizieren sich direkt für das Achtelfinale. Die Teams auf den Plätzen neun bis 24 müssen in die Playoffs.

BVB-Boss: „Nicht der Anspruch ist, den wir haben“

„Wir haben einfach nicht gut gespielt und verdient verloren. Das ist zu wenig. Wir müssen ein bisschen aufpassen, dass wir nicht in eine Situation geraten, wo wir den Fokus verlieren“, mahnte Kehl: „Die Mannschaft muss verstehen, dass das nicht der Anspruch ist, den wir haben.“

Nach zwei frühen Gegentoren kassierte Daniel Svensson auch noch eine umstrittene Rote Karte (24.). Kehl sprach von einer harten Entscheidung: „Für mich fehlt in dieser Aktion jegliche Intensität, daher war die Rote Karte für mich nicht rechtens.“

Als Ausrede wollte der Sportdirektor den Platzverweis aber nicht gelten lassen: „Dass es überhaupt so weit kommt, darf uns nicht passieren. Wir haben uns deutlich mehr erhofft und erwartet.“

Champions League: BVB muss wieder „mehr leisten“

Nun gehe es darum, zu verstehen, „dass wir mehr leisten müssen und dass wir wieder intensiveren Fußball spielen müssen. Dass wir das, was wir uns erarbeitet haben, nicht zu leichtfertig kaputtmachen zu lassen.“ Kehl sprach von einer Situation, in der man „kritisch“ sein, „den Finger in die Wunde legen“ müsse.

Die Experten-Crew um Ex-BVB-Profi Mats Hummels übte ebenfalls Kritik. „So schlecht habe ich den BVB lange nicht gesehen“, sagte beispielsweise Benedikt Höwedes.

Auch Kehl monierte: „So darf man nicht agieren, gerade auf Champions-League-Niveau.“