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FC Bayern: Der Plan der UEFA ist krachend gescheitert

Plan der UEFA ist krachend gescheitert

Die Ultras der Bayern sollten gegen Royale Union Saint-Gilloise eigentlich ausgesperrt werden, fanden aber doch den Weg in die Arena. Der Rekordmeister wird das Thema einfach nicht los.
Im Podcast "Die Bayern-Woche" spricht SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger mit Madeleine Etti über den Fanausschluss im Champions League Spiel gegen Union Saint-Gilloise.
Die Ultras der Bayern sollten gegen Royale Union Saint-Gilloise eigentlich ausgesperrt werden, fanden aber doch den Weg in die Arena. Der Rekordmeister wird das Thema einfach nicht los.

Es könnte alles so schön sein beim Rekordmeister: Die Bundesliga dominiert Bayern, in der Champions League überzeugt der FCB auch. Doch wie so oft in München kommen in solchen Phasen gerne Themen abseits des Platzes um die Ecke.

So auch aktuell: Zwar sperrte die UEFA nach wiederholten Pyro-Vergehen der bayerischen Anhängerschaft gegen Royale Union Saint-Gilloise die Südkurve, doch die aktiven Fans schafften es trotzdem in die Arena. Sie wechselten einfach kurzerhand vom Unter- in den Oberrang und sorgten dort für Stimmung. Ein Hase-und-Igel-Spiel.

FC Bayern: Fans mit klarer Botschaft

Und sie hatten eine Botschaft im Gepäck. Auf zwei langen Bannern verkündeten sie: „Wir sind immer hier - die Kurve das sind wir“ und „Gegen Kollektivstrafen - für eine lebendige Fankultur“. Ein klarer Fingerzeig an die UEFA – und auch den FC Bayern. Eine Lösung des Konflikts scheint kaum möglich. Schließlich beharren die Ultras darauf, dass Pyros zu ihrer Kultur gehören. Dass sie irgendwann darauf verzichten werden, ist eher unwahrscheinlich.

„Ich halte auch wenig von Kollektivstrafen – weil sie offenkundig nicht funktionieren. Der Plan der UEFA ist krachend gescheitert. Denn die Art von Fans, die sie eigentlich nicht im Stadion haben und bestrafen wollten, waren ja trotzdem da“, sagt SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger in der aktuellen Folge des Podcasts „Die Bayern-Woche“.

Bayern-CEO Jan-Christian Dreesen, der sich an vorderster Front mit den Fans auseinandersetzt, wollte sich am Mittwochabend nach der Partie nicht äußern. Als SPORT1 ihn um ein Statement bat, antwortete er: „Heute lieber nicht“. Der Fall ist klar: Aktuell will die Führungsriege kein Öl ins Feuer gießen.

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Dreesen sorgt vor dem Spiel für Aufregung

„Ich beneide die Bayern-Bosse nicht. Es ist ein schweres Thema, denn die Mittel, die die UEFA anwendet, bringen nichts“, so Kumberger. Die einzige Lösung ist für ihn, dass der Verein weiter im stetigen Austausch mit der Szene bleibt.

Zu allem Überfluss sorgte bereits vor dem Spiel die Tatsache für Aufregung, dass Dreesen nicht zum Interview mit dem übertragenden Streamingdienst DAZN kam. Der Sender erweckte on air den Eindruck, als habe der CEO aktiv abgesagt. Laut SPORT1-Informationen ist der Fall aber komplizierter: Dreesen sagte nicht zu, weil ein Auftritt am Mikrofon zu einer Terminkollision geführt hätte. Zudem war das Kontingent an Gesprächspartnern, das DAZN als Rechteinhaber zusteht, bereits ausgeschöpft.

„Dreesen ist normalerweise keiner, der sich wegduckt. Ich habe das jedenfalls nicht so empfunden. Er äußert sich meistens überlegt und wird das sicher wieder tun – auch in der Fan-Frage“, erklärt Kumberger im Podcast. Am Horizont sei das bereits zu erkennen.

Die ganze Diskussion um den Fan-Ärger sowie alles zu den anderen aktuellen Brennpunkt-Themen rund um den Rekordmeister hören Sie in der neuen Ausgabe des SPORT1-Podcasts „Die Bayern-Woche“ mit Moderatorin Madeleine Etti und Chefreporter Stefan Kumberger.

Übrigens: Sie können mit unserem „Bawofon“ aktiv an der Bayern-Woche teilnehmen! Schicken Sie uns per WhatsApp Ihre Sprachnachricht mit Fragen, Meinungen, Lob, Kritik und Anregungen an 0151 – 21 63 72 41. Die interessantesten Beiträge werden dann Teil der Sendung. Alle Infos dazu im Podcast.