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Sogar der Gegner schwärmt von Bellingham

Sogar der Gegner schwärmt von Bellingham

Jude Bellingham steht bei Dortmunds Weiterkommen im DFB-Pokal mal wieder im Mittelpunkt. Die Verantwortlichen sind von einem langen Verbleib beim BVB überzeugt.
Jude Bellingham packt im DFB-Pokalspiel gegen Ingolstadt den Hammer aus und verpasst mit seinem Lattenkracher haarscharf die BVB-Führung.
Robin Wigger
Robin Wigger
von Robin Wigger

Am Ende verneigte sich sogar der Gegner vor Jude Bellingham.

„Der Junge ist 18. Ich habe das erste Mal heute gegen ihn gespielt. Da kann man nur schwärmen, auch als Zuschauer. Das ist schon brutal in dem Alter“, sagte Ingolstadts Marc Stendera bei Sky. (Die Stimmen zum Spiel)

Zuvor hatte der BVB das DFB-Pokal-Spiel gegen den Zweitligisten mit 2:0 gewonnen – und Bellingham, der mit einem Lattenkracher eine frühe Führung verpasst hatte, stach bei der Wahl zum Spieler des Spiels den Doppeltorschützen Thorgan Hazard aus.

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„Wir hatten viel Spaß, Jude spielen zu sehen“, meinte Dortmund-Coach Marco Rose bei SPORT1: „Er strahlt Verantwortung aus. Er muss nicht viel reden, er macht all das, was man sich als Trainer wünscht.“

Rose: Bellingham „ein kleiner Drecksack“

Bellingham sei „ein kleiner Drecksack gegen den Ball, ein hervorragender Fußballer, der manchmal etwas wild ist.“ Rose kündigte an: „Wenn er noch etwas strategischer wird, kann er mal ein ganz Großer werden. Manchmal ist er in seinen Positionen nicht ganz optimal.“

Der Engländer war beim nächsten Schritt auf den Weg zur angepeilten Titelverteidigung Dreh- und Angelpunkt im Dortmunder Spiel. Ohne den verletzten Erling Haaland und Marco Reus, der wie Hazard erst spät in die Partie kam, nahm Bellingham die Zügel in die Hand - und blieb anschließend ganz bescheiden: „Ich versuche nur, dem Team zu helfen. Nur darum geht es.“

Lob gab es zuhauf von anderer Stelle.

Bellingham bald ein ganz großer Spieler?

„Bellingham hat mich beeindruckt. Er fordert immer den Ball, geht immer zwischen die Linien, hat immer eine tolle Körpersprache“, meinte auch SPORT1-Experte Stefan Effenberg, der auch eine andere Qualität erkannte (DATEN: Ergebnisse und Spielplan des DFB-Pokals).

„Er nimmt das Publikum mit. Das kommt bei den Zuschauern gut an“, meinte der Ex-Profi: „Er könnte ein ganz großer Spieler werden. Er schießt auch mal aus der zweiten Reihe und geht in die Zweikämpfe.“

Bellingham schon bald also ein ganz Großer? „Das werden wir sehen“, meinte Julian Brandt nach der Partie bei SPORT1 zunächst verhalten – um dann auch in die Lobeshymnen einzustimmen: „Jude ist ein guter Junge, ein feiner Kerl, ein herausragender Fußballer. Man weiß nicht genau, wo sein Limit liegt.“

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Brandt über Bellingham: „Man wird sehr schnell gehypt“

Allerdings bemerkte der Offensivspieler, der sich derzeit ebenfalls in guter Verfassung befindet: „Wir sind in einem Zeitalter, in dem man sehr schnell gehypt wird. Ich denke, er kommt sehr gut klar, hat eine gute Familie. Ich hatte mit 18 auch schon eine gute Zeit. Er hat eine gewisse Unbekümmertheit, ich hoffe, dass er die behält.“

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Und Hazard, der offenbar nicht traurig darüber war, dass sein Teamkollege als Man of the Match ausgezeichnet wurde, meinte: „Jude ist clever, er ist ein super Spieler. Er nimmt die Fans mit, er hat immer Lust. Er läuft viel, er macht viele Ballgewinne. Ich denke, er spielt noch ein paar Jahre mit uns.“

Bellingham lange in Dortmund?

Bei eben dieser Zukunftsfrage hatte Sebastian Kehl vor der Partie bereits für Klarheit gesorgt. „Er ist Spieler von Borussia Dortmund und bleibt Spieler von Borussia Dortmund“, meinte der Lizenzspielerchef bei SPORT1.

„Es gibt keine Schmerzgrenze und auch keine Ausstiegsklausel“, sagte Kehl über den 18-Jährigen, der auf dem Transfermarkt große Begehrlichkeiten geweckt hat: „Es gibt keine Anzeichen dafür, dass er Dortmund bald verlassen könnte.“ Auch Rose wurde deutlich: „Wir wissen, dass Jude langfristig an uns gebunden ist, da diskutieren wir auch gar nicht lange.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zum DFB-Pokal)

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Auch die Verantwortlichen des BVB wissen aber, dass es auf Dauer schwer wird, gegen Europas Schwergewichte anzukommen. Aber auch, dass Erfolge die besten Argumente sind, um Spieler zu überzeugen. „Wir können bei Borussia Dortmund einiges bieten. Wir wollen Titel gewinnen, dafür müssen wir die Jungs aber halten“, meinte Kehl, der von einem weiteren Trumpf weiß.

„Er wird geliebt, das genießt er.“ Manchmal kommt diese Hochachtung sogar vom Gegner.