Vor dem 4:1-Sieg im DFB-Pokal beim VfL Osnabrück hat Sportvorstand Max Eberl Einblicke in die Transferstrategie des FC Bayern gegeben und verraten, warum sich der Rekordmeister so frühzeitig um Ismael Saibari bemühte.
Schweinsteiger entlockt Eberl Transfer-Details
Gordon „war uns irgendwann zu teuer“
Auf Nachfrage von ARD-Experte Bastian Schweinsteiger, ob der Deal mit Saibari etwas mit der gesundheitlichen Situation von Jamal Musiala zu tun gehabt habe, erklärte Eberl: „Wir haben Nicolas Jackson verloren, die Leihe ist zu Ende gegangen. Also war uns klar, dass wir einen in der Offensive holen wollen, unabhängig von Jamal. Das war der Plan gewesen.“
Demnach hatten die Münchner zunächst einen anderen Wunschkandidaten im Visier. „Wir haben es erst bei Anthony Gordon versucht. Das war uns irgendwann zu teuer“, sagte Eberl. Gordon wechselte schließlich von Newcastle United zum FC Barcelona, während beim FCB Saibari in den Fokus rückte.
FC Bayern: „Hatten das Gefühl, das kann richtig gut passen“
Der marokkanische Nationalspieler, der gegen Osnabrück sein Startelf-Debüt feiert, überzeugte die Verantwortlichen vor allem mit seiner Vielseitigkeit. „Dann hatten wir mit Ismael einen Top-Kandidaten, bei dem wir gesagt haben, er ist ein bisschen anders als Gordon. Nicht nur für die Außenbahnen, sondern er kann vier Positionen vorne spielen. Dann hatten wir das Gefühl, das kann richtig gut passen“, schilderte Eberl.
Besonders zufrieden ist der 52-Jährige darüber, dass der Wechsel so früh über die Bühne gebracht werden konnte. „Wir sind sehr, sehr froh, dass es vor dem Brasilien-Spiel schon durch war“, betonte Eberl. Im Gruppenspiel der WM hatte Saibari für Marokko gegen Brasilien getroffen.
Eberl äußert sich zu Kane-Gesprächen
Auch bei den Vertragsgesprächen mit Harry Kane verbreitete der Sportvorstand einmal mehr Zuversicht. Zwar sei noch nichts unterschrieben, Eberl sieht die Gespräche aber auf einem guten Weg.
„Genau wie Spiele erst gespielt werden müssen, müssen Gespräche erstmal geführt werden“, erklärte er. Mit Blick auf eine mögliche Verlängerung des englischen Nationalstürmers ergänzte Eberl: „Beide wollen, und dann wird es auch funktionieren. Ich bin zuversichtlich.“