Bayern-Star Joshua Kimmich hat in einem ausführlichen Statement einmal mehr betont, wie niedergeschlagen er nach dem Aus der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale der WM 2026 war.
Kimmich spricht Klartext: Warum ihn das WM-Aus so hart traf
Kimmich: „Der Sommer war hart“
„Der Sommer war hart“, wandte sich der 31-Jährige mit ehrlichen Worten in einem Beitrag auf der Plattform LinkedIn an seine Fans. Das vorzeitige Scheitern gegen Paraguay habe ihn „härter getroffen“ als die beiden Ausscheiden nach der Vorrunde bei den Turnieren 2018 und 2022.
Kimmich ist sich auch über die Gründe für die enorme Enttäuschung im Klaren. „Ich war in einer anderen Rolle unterwegs. Als Kapitän fühlt man sich noch mal mehr verantwortlich“, machte er deutlich.
Bezeichnend dafür: Kimmich soll einem Spiegel-Bericht zufolge als letzter DFB-Profi das WM-Camp verlassen, sich mehrmals entschuldigt und beim DFB-Staff nachgefragt haben, ob er noch bei etwas helfen könne.
Nach WM-Aus: Das beschäftigte Kimmich am meisten
„Am meisten hatte und habe ich daran zu knabbern, dass wir die Menschen in Deutschland nicht stolz machen konnten“, schilderte Kimmich nun seinen Gemütszustand. Gerne hätte man zu „einer positiven Aufbruchstimmung beigetragen“.
Der Bayern-Profi hatte bereits unmittelbar nach dem Aus der Nationalmannschaft seinen Frust auf Instagram geteilt. „Ich bin gerade einfach nur leer“, betonte er und merkte an, einige Tage zu brauchen, „um wieder klarzukommen“.
In der Sommerpause ist es Kimmich gelungen, wieder Energie und Motivation für neue Aufgaben zu erlangen. „Geholfen haben mir bei der Verarbeitung vor allem zwei Dinge. Die Zeit mit meiner Familie und die Themen, die mich ohnehin beschäftigen: Führung, Kultur, Werte, Unternehmertum. Ich habe gelesen, viel reflektiert und mich damit auseinandergesetzt, wie man sich selbst und sein Umfeld besser machen kann“, schilderte der ehrgeizige Bayern-Star.
Kimmich freut sich auf neue Aufgaben
Die herbe Enttäuschung könne sich für weitere Aufgaben sogar als Vorteil erweisen. „Nach einem Misserfolg ist es ohnehin leichter, sich zu motivieren – weil man es sich selbst noch mal beweisen will“, verdeutlichte er.
Mit dem 2:1-Erfolg im Supercup gegen den BVB konnte Kimmich mit den Bayern einen gelungenen Saisonstart feiern. Sein Blick geht nun auf die kommenden Aufgaben im Klub und im DFB-Team: „Ich freue mich auf alles, was kommt.“
Nach dem WM-Debakel hatten einige bekannte Namen im deutschen Fußball wie Dietmar Hamann und Mario Basler den Rücktritt von Kimmich aus dem DFB-Team gefordert. Sportdirektor Rudi Völler kündigte aber bereits an, dass der 31-Jährige eine tragende Rolle beibehalten solle.
Wie genau der neue Bundestrainer Jürgen Klopp mit Kimmich plant, dürfte spätestens Ende September deutlich werden, wenn die nächste Länderspielphase ansteht.