Bayern-Ikone Sepp Maier bremst Torwart-Hype um Jonas Urbig
Deshalb wird Urbig unter Klopp nicht die Nummer 1
Jonas Urbig gilt für viele Beobachter als künftige Nummer eins beim FC Bayern und in der Nationalmannschaft. Ein legendärer Torhüter tritt aber auf die Bremse.
Während Jonas Urbig vielerorts bereits als Nachfolger von Manuel Neuer beim FC Bayern München und langfristig auch als neue Nummer eins der deutschen Nationalmannschaft gehandelt wird, mahnt Torwart-Legende Sepp Maier zur Geduld. Der Weltmeister von 1974 hält die öffentliche Euphorie um den 23-Jährigen für verfrüht.
Im Interview mit der Münchner Abendzeitung äußerte sich Maier deutlich zur Debatte um den Bayern-Keeper. „Der Hype um Urbig ist mir zu viel“, sagte der 82-Jährige. Seine Kritik richte sich dabei ausdrücklich nicht gegen die Qualitäten des Torhüters. „Nicht, weil ich den Jungen nicht gut finde – im Gegenteil. Er hat riesiges Talent. Aber mir geht das alles viel zu schnell.“
Aus Maiers Sicht werden die Erwartungen an Urbig derzeit zu schnell nach oben geschraubt. „Ein paar gute Spiele, und schon soll er Deutschlands neue Nummer eins sein. Warum? Lasst ihn doch erst einmal beim FC Bayern die Nummer eins werden.“
Sepp Maier: Potenzial alleine zählt für Urbig nicht
Der ehemalige Bayern-Torhüter verwies darauf, dass Urbig sowohl in München als auch in der Nationalmannschaft noch hinter etablierten Konkurrenten steht. Beim DFB ist unter Bundestrainer Jürgen Klopp weiterhin Marc-André ter Stegen die erste Wahl. Für Maier ist das völlig nachvollziehbar. „Was ist denn daran schlimm? Er ist 23 Jahre alt. Ter Stegen hat jahrelang auf höchstem Niveau gespielt.“
Entscheidend sei für einen Torwart vor allem Spielpraxis. Maier fordert, Urbig müsse sich zunächst dauerhaft auf höchstem Niveau beweisen. „Er muss spielen, Erfahrungen sammeln, Fehler machen, Champions League spielen und zeigen, dass er auch nach einem schlechten Spiel wieder da ist. Nationaltorwart wird man nicht aufgrund einer Prognose.“
Urbig wird immer wieder großes Potenzial nachgesagt. Bayerns Torhüter Legende ordnete ein: „Potenzial hält dir am Samstag keinen Ball. Erfahrung bekommst du nicht im Training und auch nicht dadurch, dass alle erzählen, wie gut du einmal werden könntest. Du musst ins Tor und liefern.“
Grundsätzlich traut die Bayern-Ikone dem jungen Torhüter den Sprung an die Spitze jedoch durchaus zu. „Irgendwann – ja, vielleicht. Das Zeug dazu hat er. Aber zwischen ‚irgendwann‘ und ‚jetzt‘ liegt eine ganze Menge.“
Urbig weilt derzeit bei der Nationalmannschaft, er Teil von Jürgen Klopps „Kader zwei“ für die Spiele gegen Serbien und Griechenland am 1. und 4. Oktober. Ob er dabei zum Einsatz kommen könnte, ist noch offen.
Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.