Klopp plant wohl XXL-Überraschung
DFB-Tor? "Habe einen anderen Favoriten für Klopp"
Im Vorfeld der Kaderbekanntgabe könnten die Drähte bei den DFB-Stars nur so glühen. Jürgen Klopp plant offenbar mit einem XXL-Aufgebot für die kommende Länderspielphase. Dabei könnte es zu einem Novum kommen.
Fußball-Deutschland wartet gespannt auf die erste Kaderbekanntgabe von Jürgen Klopp, die am 17. September ab 10 Uhr im Rahmen der Pressekonferenz in Frankfurt erfolgen wird.
Der neue Bundestrainer erwägt nach Informationen des SID, mit einem XXL-Kader in die Länderspielpause zu gehen, die mit den Duellen in den Niederlanden (24.9.), gegen Griechenland (27.9. und 4.10.) und Serbien (1.10.) gleich vier Nations-League-Spiele umfassen wird.
Deutschland-Kader: Chancen für Debütanten und Routiniers steigen
Demzufolge könnten große Teile der Mannschaft nur bei zwei von vier Spielen dabei sein, was auch im Sinne der Belastungssteuerung wäre, wie unter anderem Sky berichtet. Zudem hätte der neue Bundestrainer die Chance, möglichst viele Spieler kennenzulernen und in seine Spielidee einzuweihen.
Eine solche Herangehensweise gab es zwar in der Vergangenheit noch nicht, jedoch ist die Länderspielphase auch eine Woche länger als gewohnt.
Es ist möglich, dass Klopp gleich auf mehrere Debütanten setzt. Nicolo Tresoldi, Dzenan Pejcinovic, Finn Jeltsch, Younes Ebnoutalib und Philipp Treu gelten als aussichtsreiche Kandidaten.
Ein aufgestockter DFB-Kader könnte aber auch Routiniers wie Leroy Sané, Leon Goretzka und Pascal Groß die Chance ermöglichen, sich nochmals zu präsentieren.
Schon bei seinem Antritt hatte Klopp enthüllt, dass er aus einer 57 Spieler umfassenden Liste auswählen werde. „Ich habe wahnsinnig viele Ideen. Jeder, der berechtigt ist, für die Nationalmannschaft zu spielen, sollte sich Mühe geben. Es ist ein Neustart. Es werden Spieler eine Chance bekommen, die damit noch gar nicht rechnen“, sagte er damals.
Nations League: Jürgen Klopp müsste vor jeder Partie aussortieren
Die Regularien lassen zu, dass Klopp beliebig viele Spieler im Trainingslager in Herzogenaurach versammelt. Bis um 23:59 Uhr vor den jeweiligen Partien muss er sich jedoch auf 23 Spieler (darunter drei Torhüter) festlegen, die letztlich auch im Kader auftauchen dürfen.
In den UEFA-Regularien heißt es dazu: „Jeder Verband muss der UEFA-Administration für jedes Spiel der Ligaphase eine Liste mit 23 Spielern sowie für die Endphase eine Liste mit 26 Spielern einreichen. Drei der aufgeführten Spieler auf jeder Liste müssen Torhüter sein.“
In der Finalrunde der Nations League wird die Nominierung von 23 Feldspielern plus drei Torhütern möglich sein.
Zunächst stehen jedoch insgesamt sechs Gruppenspiele gegen die Niederlande, Serbien und Griechenland an, wovon vier Partien in der anstehenden Länderspielphase ausgetragen werden. Die beiden abschließenden Partien steigen Mitte November in Serbien (13.11.) und gegen die Niederlande (16.11.).
Andere Nationen planen anscheinend ähnlich große Kader: Ralf Rangnick, deutscher Nationaltrainer Österreichs, nominierte am Montag 27 Spieler – und 16 weitere auf Abruf. Auch Thomas Tuchel hat auf das XXL-Modell bereits gesetzt, er berief in England im März vor einem doppelten WM-Test gar 35 Spieler, darunter fünf Torhüter. Elf reisten erst zum zweiten Spiel an.