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EM 2024: Diese DFB-Stars müssen um ihr EM-Ticket zittern

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EM 2024: Diese DFB-Stars müssen um ihr EM-Ticket zittern

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Diese DFB-Stars bangen ums EM-Ticket

Bundestrainer Julian Nagelsmann muss vor Beginn der Heim-EM sein Aufgebot auf 26 Spieler reduzieren. Mindestens fünf Stars kommen als Streichkandidaten infrage.
Auf der Pressekonferenz vor dem Testspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Griechenland spricht Bundestrainer Julian Nagelsmann über seinen finalen EM-Kader.
SPORT1
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von SPORT1
Bundestrainer Julian Nagelsmann muss vor Beginn der Heim-EM sein Aufgebot auf 26 Spieler reduzieren. Mindestens fünf Stars kommen als Streichkandidaten infrage.

Das 0:0 der deutschen Nationalmannschaft im Testspiel gegen die Ukraine hat Julian Nagelsmann seine letzte Kader-Entscheidung nicht leichter gemacht - ganz im Gegenteil. „Es fällt keiner so richtig ab, dass man sagen könnte, der hat es verdient, nach Hause zu fahren“, resümierte der Bundestrainer anschließend und versicherte, dass er mit seinem Team gerade „hoch und runter“ diskutiere.

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Ein Tag vor dem finalen EM-Härtetest gegen Griechenland (Freitag, ab 20:45 Uhr im LIVETICKER) hat sich Nagelsmann festgelegt: „Die Entscheidung ist im Prinzip gefallen, nach dem Spiel werden wir die Entscheidung verkünden. Es hat keiner verdient“, sagte Nagelsmann auf der PK am Donnerstag. „Wenn sich jemand verletzt, was wir nicht hoffen, könnte sich aber noch etwas ändern.“

Klar ist: Bis Freitag um 23:59 Uhr muss der Deutsche Fußball-Bund (DFB) das endgültige Aufgebot bei der UEFA melden. Das „eine oder andere Gespräch mit Spielern“ habe auch bereits stattgefunden, erklärte Nagelsmann. Dennoch hielt er sich bedeckt. „Ich sehe aber davon ab, es jetzt zu verkünden und auch mit dem betreffenden Spieler zu sprechen. Im Worst Case verletzt sich morgen Abend jemand und der Betroffene rutscht wieder rein“, sagte er am Donnerstag.

Wen streicht Julian Nagelsmann (l.) vor der EM? Maximilian Beier (m.) und Robin Koch (r.) zählen zu den Wackelkandidaten
Wen streicht Julian Nagelsmann (l.) vor der EM? Maximilian Beier (m.) und Robin Koch (r.) zählen zu den Wackelkandidaten

Theoretisch hätte sich Nagelsmann gar dreifach Gedanken machen müssen. Doch Brajan Gruda musste am Mittwoch verletzungsbedingt vom Trainingscamp abreisen, womit sein Traum von der Heim-EM definitiv geplatzt ist. Auch Rocco Reitz, sein Teamkollege aus der U21, wird keines der begehrten Tickets erhalten. Bleibt dennoch ein Spieler, den der Bundestrainer noch streichen muss, um die Maximalzahl von 26 nicht zu überschreiten. Wer sind nun die Wackelkandidaten?

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Streichkandidaten: Trifft es Koch?

Lange galt Maximilian Beier als Streichkandidat Nummer eins. Der Hoffenheimer gab bei seinem Länderspiel-Debüt aber eine eigentlich zu starke Bewerbung ab, um diesem Kreis immer noch anzugehören. Unmittelbar nach seiner Einwechslung hätte er beinahe seinen ersten Treffer erzielt, hatte wenig später eine weitere gute Chance und brachte insgesamt viel Schwung rein. „Ich bin stolz auf meine Leistung und stolz, dass ich die Torchancen hatte“, betonte Beier hinterher zurecht.

Sein Vorteil: Er bringt neben seinen sportlichen Qualitäten auch die nötige Demut, enormes Selbstvertrauen und vor allem Flexibilität mit. So schilderte Beier, wie gut er die Rolle des Jokers bei der EM auffüllen könnte: „Ich kann Stürmer spielen, ich kann links spielen, ich kann rechts spielen. Klar, dass ich von der Bank komme und noch mal richtig Stress mache auf dem Platz.“ Fast schon zwangsläufig rückte Beier auf der Liste der Wackelkandidaten nach unten, Robin Koch dafür hoch.

Zwar enttäuschte Koch gegen die Ukraine nicht, nachdem er in der 60. Minute ins Spiel gekommen war, in der Innenverteidigung scheinen aber andere die Nase vorne zu haben. Antonio Rüdiger und Jonathan Tah werden das Abwehrzentrum bilden, darauf hat sich Nagelsmann bereits festgelegt. Dahinter sei Waldemar Anton „am nächsten dran“. Bleiben Nico Schlotterbeck von Borussia Dortmund, der wegen des Champions-League-Finals später anreiste, und eben Koch.

„Ich gebe Gas und habe mich gefreut, nach längerer Zeit wieder ein Spiel für die Nationalmannschaft zu machen. Es ist immer eine Riesenehre“, zeigte sich Koch, der die Trainingseinheiten nun nutzen will, stolz und kämpferisch. Sollte der Frankfurter doch auf den EM-Zug aufspringen, könnte es wiederum David Raum treffen. Der 26-Jährige ist auf der linken Abwehrseite als Back-up für Maximilian Mittelstädt eingeplant. Allerdings hätte auch Benjamin Henrichs das Potenzial, dort im Falle einer Verletzung einzuspringen.

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Überrascht Nagelsmann mit diesen Namen?

Etwas überraschend soll selbst Chris Führichs Platz nicht vollkommen sicher sein. Aufgrund seiner starken Saison schien der dribbelstarke Offensivspieler fest eingeplant zu sein. Auf links harmoniert er zudem hervorragend mit seinem Klub-Partner Maximilian Mittelstädt, was grundsätzlich gegen die Ausbootung spricht. Wie Beier kann auch Führich nach Einwechslung noch mal neuen Schwung reinbringen.

Aleksandar Pavlovic darf sich ebenfalls nicht zu sicher sein. Der erst 20 Jahre alte Mittelfeldspieler des FC Bayern ist das große Versprechen für die Zukunft, hat in der Zentrale aber viel Konkurrenz. Nach Pascal Groß ist er vermutlich nur zweiter Ersatzmann für die Sechser-Position, die bei der EM Toni Kroos und Robert Andrich bekleiden sollen. Aber: In München wies Pavlovic schon nach, welchen Einfluss er haben kann. Auch von der Bank.

Fällt doch ein Torwart raus?

Und dann gibt es zumindest noch die Möglichkeit, einen der vier Keeper zu streichen - wenngleich dies die unwahrscheinlichste Option ist. „Wir haben vier Torhüter nominiert und werden auch mit vier Torhütern in die EM gehen“, so Nagelsmann bei der Kader-Verkündung: „Weil ich es als ganz wichtig ansehe, Torhüter auch im Training im Tor zu haben, gerade wenn Abschlüsse trainiert werden, wenn Kettenverhalten trainiert wird. Dass das nicht immer Manu machen muss und auch nicht immer Marc machen muss.“

Klare Worte des Trainers, alle vier, Manuel Neuer, Marc-André ter Stegen, Alexander Nübel und Oliver Baumann, sind wohl dabei. Stellt sich lediglich die Frage, wie hart zwischen den einzelnen WM-Spielen überhaupt noch trainiert oder die Basis schon jetzt gelegt wird. Vielleicht lässt das Nagelsmann doch noch einmal grübeln. Seine finale Antwort wird spätestens Freitagabend bekannt werden.