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Rangnicks Stolperstart: Österreich mit Negativ-Serie

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Rangnicks Stolperstart: Österreich mit Negativ-Serie

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Rangnicks Stolperstart in Österreich

Ralf Rangnick steigt mit der österreichischen Nationalmannschaft in der Nations League ab. Die erste Bilanz des 64-Jährigen ist ausbaufähig, aber noch nicht alarmierend.
Ralf Rangnick blickt nüchtern auf die Niederlage gegen Frankreich in der UEFA Nations League und spricht über Kylian Mbappé.
Niklas Trettin
Niklas Trettin

Seit sechs Spielen sitzt Ralf Rangnick nun als Teamchef auf der Bank des österreichischen Nationalteams – und die erste Zwischenbilanz ist dürftig.

Österreich stieg nach der 1:3-Niederlage gegen Kroatien aus der höchsten Spielklasse der Nations League ab und startet in der nächsten Saison in Liga B. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der Nations League)

Dabei hatte alles so euphorisch begonnen: Beim Hinspiel in Kroatien ging das Team beim Rangnick-Debüt noch als souveräner Sieger vom Platz (3:0). Ein starkes Statement, das in der Folge aber nie wieder bestätigt wurde – es blieb bis heute der einzige Erfolg in der Amtszeit des deutschen Übungsleiters.

Mittlerweile ist die österreichische Nationalmannschaft seit fünf Länderspielen sieglos (ein Unentschieden, vier Niederlagen). Einen solchen Negativlauf gab es in der Alpenrepublik letztmals 2011.

Aus ergebnistechnischer Sicht blickt Rangnick auf einen enttäuschenden Start zurück. Der Nachfolger von Franco Foda gewann somit nur eines seiner ersten sechs Spiele, so wenig wie zuletzt Karel Brückner von 2008 bis 2009.

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Rangnick sieht die positiven Aspekte

Zu Rangnicks Ehrenrettung lässt sich die hohe Qualität der Gruppengegner anfügen. Mit Weltmeister Frankreich, Vizeweltmeister Kroatien und dem EM-Halbfinalisten Dänemark standen der ÖFB-Auswahl drei Schwergewichte des europäischen Fußballs gegenüber.

Vollkommen überraschend dürfte der Abstieg für die rot-weiß-roten Fans daher mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht sein.

Zudem stimmte die Leistung der Mannschaft in vielen Fällen. „Von sechs Spielen waren vier gut, da haben wir die Spiele über weite Strecken kontrolliert. In Dänemark und Frankreich haben wir verdientermaßen verloren, in den vier anderen Partien haben wir leider nur vier Punkte geholt“, hielt Rangnick fest, der für die ausbleibenden Ergebnisse natürlich nicht alleine verantwortlich ist.

Denn die Österreicher klagen über mangelnde Effizienz. „Wir haben gezeigt, dass wir mit Weltklassemannschaften mitspielen können. Aber anscheinend fehlt uns doch ein Akzent, weil wir abgestiegen sind“, resümierte der Hoffenheimer Christoph Baumgartner nach der Kroatien-Pleite. (DATEN: Tabellen der Nations League)

Dem ÖFB-Team fehlt schlichtweg ein echter Torjäger. Gegen Kroatien erspielte sich die Mannschaft beste Möglichkeiten, die nicht verwertet wurden. „Um so ein Spiel zu entscheiden, musst du die Chancen nutzen, die du hast“, sagte Kapitän David Alaba nach der Partie. Vor allem Sasa Kalajdzic, der sich erneut einen Kreuzbandriss zugezogen hat, wird Rangnick schmerzlich vermissen.

Rangnick gibt Taktikfehler zu

Auch die beiden Außenverteidiger-Positionen stellen eine Problemzone dar. „Da müssen wir einfach schauen, dass wir immer die jeweils beste Lösung finden“, erklärte Rangnick und kündigte indirekt Experimente an.

Ein Fehler ist dem früheren Bundesligatrainer aber sehr wohl anzukreiden: Im zweiten Durchgang stellte er das System gegen Kroatien von einer Vierer- auf Dreierkette um. Nur wenige Minuten später gab Österreich das Spiel aus der Hand und kassierte zwei schnelle Gegentreffer.

„Im Nachhinein haben uns auch die Umstellungen und die Wechsel nicht wirklich weitergeholfen“, räumte Rangnick nach dem Abpfiff selbst ein. Ehrliche Selbstkritik, die seinem Vorgänger Franco Foda oftmals gefehlt hat.

Österreich ist nicht bei der Weltmeisterschaft in Katar dabei. Dementsprechend liegt der Fokus bereits auf der Qualifikation für die EURO 2024 in Deutschland. Der Abstieg in die B-Gruppe hat zur Folge, dass die ÖFB-Elf vor der Auslosung von Topf eins in Topf zwei gerutscht ist und daher mit schwereren Gegnern rechnen muss – die Gruppen werden am 9. Oktober in Frankfurt ausgelost.

„Wir haben genug Selbstvertrauen, um uns für die EM zu qualifizieren“, betonte Rangnick zuversichtlich, fügte aber mahnende Worte an: „Wir müssen uns weiterentwickeln und verbessern.“ Letztlich sind eben die blanken Resultate entscheidend, sonst wird die Kritik am Teamchef sicherlich schnell lauter.