Erling Haaland hat wegen seiner angeblichen Zurückhaltung bei den Protesten der norwegischen Nationalmannschaft gegen WM-Gastgeber Katar einen Gesprächstermin bei seinem Boss.
Erling Haaland muss wegen Katar-Protest zum Rapport
Neuer Katar-Wirbel um Haaland
„Ich werde darüber mit Erling reden“, sagte Nationaltrainer Stale Solbakken der Zeitung Verdens Gang - und machte damit ein Thema wieder auf, das die norwegische Öffentlichkeit seit Monaten immer wieder beschäftigt. (BERICHT: Haaland-Video sorgt für Wirbel)
Auf die Frage, ob es nicht unglücklich sei, dass sich bei diesem wichtigen Thema ausgerechnet der Jungstar etwas ziere, entgegnete Solbakken: "Genau darüber muss ich mit ihm sprechen."
Norwegen protestiert gegen WM-Gastgeber Katar
Die norwegische Auswahl hat seit März mit verschiedenen Aktionen auf die Menschenrechtslage im Wüstenstaat aufmerksam gemacht.
Auch Haaland trug vor Spielen der WM-Qualifikation T-Shirts mit entsprechenden Botschaften. Andere Nationalteams wie das deutsche folgten diesem Beispiel.
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„Er hat bei allem mitgemacht“, betonte Solbakken, ehemaliger Coach des 1. FC Köln. Verschiedene Medien sehen Haalands Rolle dagegen kritisch.
Bei den internen Diskussionen über Katar im Frühjahr herrschte Solbakken zufolge jedoch „große Einigkeit“ unter seinen Spielern, „und das ist weiter der Fall“.
Der Trainer ist bemüht, dem Thema die Schärfe zu nehmen. „Wir haben immer betont, und das habe ich so auch mit Erling und anderen besprochen, dass es eine Grenze gibt. Nicht nur für ihn. Wir sollen ja auch noch Fußball spielen“, sagte er.
Wirbel um Katar-Werbung auf Haalands Trikot
Haaland hatte zuletzt mit dem Umstand für Wirbel gesorgt, dass er in einem Trainingsvideo ausgerechnet ein Trikot mit Werbung für Qatar Airways getragen hatte.
„Erling repräsentiert uns nicht, wenn er nicht bei uns ist“, sagte Solbakken seinerzeit und betonte: „Wenn ich wählen dürfte, würde er ein anderes Trikot tragen.“
Nicht zum ersten Mal trug Haaland ein Trikot des argentinischen Traditionsvereins Boca Juniors - was kein Problem wäre, hätte der Klub nicht einen umstrittenen Hauptsponsor Qatar Airways auf der Brust.
2020 hatte er seine Reha ausgerechnet in Katar absolviert.
Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc erklärte seinerzeit: „Das war sein Wunsch, die Reha dort zu absolvieren. Er ist da von Experten umgeben, die auch im Austausch mit unserer medizinischen Abteilung sind, und die sich quasi rund um die Uhr um ihn kümmern können.“