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WM-Playoffs: Polen und Schweden verweigern Duell mit Russland - Lewandowski und Szczesny reagieren

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WM-Playoffs: Polen und Schweden verweigern Duell mit Russland - Lewandowski und Szczesny reagieren

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WM: Schweden boykottiert Russen

WM: Schweden boykottiert Russen

Die russische Invasion in der Ukraine hat auch Auswirkungen auf die WM-Playoffs im Fußball. Polen und Schweden wollen nicht gegen Russland antreten. Robert Lewandowski und Wojciech Szczesny begrüßen das.
Russland greift die Ukraine an. Das sorgt weltweit für Entsetzen - auch in der Sportwelt. Viele Stars, Vereine und Verbände reagieren auf darauf und boykottieren Russland.
. SPORT1
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von SPORT1

Der polnische Fußball-Verband PZPN will angesichts des weiteren Vorrückens russischer Truppen in der Ukraine nicht zum WM-Playoff gegen Russland antreten. (Die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts auf den Sport im Ticker)

Das teilte Verbandspräsident Cezary Kulesza am Samstag via Twitter mit, die Polen gehen damit einen Schritt weiter als ohnehin bereits angekündigt: Am Donnerstag hatten sie sich zunächst geweigert, auf russischem Boden zu spielen. Am Samstagnachmittag schlossen sich die Schweden dieser Haltung an.

Polens Verband hatte angekündigt mit den Kollegen aus Schweden und Tschechien an einer gemeinsamen Position zu arbeiten. Der Sieger des Duells zwischen Russland und Polen soll anschließend auf Tschechien oder Schweden treffen, die sich in der Runde davor gegenüberstehen.

Die Russen hätten auch in einem weiteren Spiel Heimrecht. Wie Polen hatten auch Schweden und Tschechien bereits klargemacht, dass sie nicht in Russland spielen wollen.

Das polnische Spiel auf dem Weg zur WM 2022 in Katar ist für den 24. März in Moskau angesetzt. „Genug der Worte, es ist Zeit, zu handeln“, schrieb Kulesza: „Aufgrund der Aggression Russlands in der Ukraine plant Polen nicht, gegen die russische Mannschaft anzutreten. Das ist die einzig richtige Entscheidung.“ (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der WM-Quali)

Szczesny: „Bricht mir das Herz“

Nationaltorhüter Wojciech Szczesny, dessen Frau in der Ukraine geboren wurde, erläuterte in einem Statement auf Instagram, warum er und seine Teamkollegen nicht gegen Russland antreten wollen. Das Leid in all den Gesichtern der Leute in der Ukraine zu sehen, sei für den Keeper von Juventus Turin nur schwer zu ertragen: „Ich kann nicht so tun, als sei nichts passiert.“

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Der 62-fache Nationalspieler kritisierte vor allem Russlands Machthaber Wladimir Putin: „In dem Moment, als Putin beschloss, in die Ukraine einzumarschieren, erklärte er nicht nur der Ukraine den Krieg, sondern auch allen Werten, für die Europa steht. Freiheit, Unabhängigkeit, aber vor allem Frieden.“

Deshalb könne Szczesny nicht zur Partie gegen Russland antreten, „obwohl es mir beim Schreiben dieser Zeilen das Herz bricht“. Das eigene Land zu vertreten sei zwar die größte Ehre in der Karriere eines Fußballers, doch man habe immer noch eine Wahl, führte er aus. „Ich weigere mich, gegen Spieler zu spielen, die sich dafür entscheiden, die Werte und Prinzipien Russlands zu vertreten.“

Der Keeper sei sich bewusst, dass seine Haltung nur symbolisch wirke, „aber ich fordere die FIFA und die UEFA auf, Maßnahmen zu ergreifen und die russische Föderation für ihre Handlungen zur Verantwortung zu ziehen.“

Lewandowski: „Können nicht so tun, als ob nichts passiert“

Auch Bayern-Star Robert Lewandowski befürwortete die Entscheidung des polnischen Verbands. „Es ist die richtige Entscheidung! Ich kann mir nicht vorstellen, ein Spiel mit der russischen Nationalmannschaft in einer Situation zu spielen, in der die bewaffnete Aggression in der Ukraine anhält“, twitterte der Stürmer des FC Bayern München. Die russischen Fußballer und Fans seien dafür nicht verantwortlich, „aber wir können nicht so tun, als ob nichts passiert“.

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Der Stürmer hatte sich zuvor schon in einem Statement via Twitter mit der Ukraine solidarisiert: „Alles Schöne im Sport steht im Widerspruch zu dem, was Krieg bringt. Alle Menschen, die Freiheit und Frieden wertschätzen, müssen sich mit den Opfern der militärischen Aggression gegen die Ukraine solidarisieren“, so der Pole.

PZPN arbeite nun mit den Kollegen aus Schweden und Tschechien an einer gemeinsamen Position, da auch diese Verbände betroffen sind: Der Sieger des Duells zwischen Russland und Polen soll anschließend auf Tschechien oder Schweden treffen, die sich in der Runde davor gegenüberstehen. Die Russen hätten auch in einem weiteren Spiel Heimrecht. Wie Polen hatten auch Schweden und Tschechien bereits klargemacht, dass sie nicht in Russland spielen wollen.

Der Weltverband FIFA indes bezog bislang nicht Stellung. Man verurteile „den Einsatz von Gewalt durch Russland“, mit Blick auf die WM-Qualifikation wolle die FIFA aber „die Situation weiter beobachten“.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)