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WM 2022: Fredi Bobic lobt DFB-Team vor Auftakt - "Sind einer der Favoriten"

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WM 2022: Fredi Bobic lobt DFB-Team vor Auftakt - "Sind einer der Favoriten"

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Bobic: „Sind einer der Favoriten“

Bobic: „Sind einer der Favoriten“

Deutschland startet am Mittwoch gegen Japan in die WM. Im Vorfeld spricht Fredi Bobic bei SPORT1 über die Stärken der Mannschaft, das fehlende Puzzlestück und politische Proteste.
Bundestrainer Hansi Flick hat sich zum Verbot der "One Love"-Binde und die damit verbundenen Sanktionen geäußert.
. SPORT1
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von SPORT1

Die Weltmeisterschaft in Katar ist bereits im vollen Gange. (NEWS: Alles Wichtige zur WM)

Für die deutsche Mannschaft startet das Turnier am Mittwoch (14 Uhr) gegen Japan. Dort will das Team von Bundestrainer Hansi Flick direkt den ersten Sieg holen. (DATEN: WM-Spielplan 2022)

„Für unsere deutsche Mannschaft ist alles möglich. Es wird sich schnell zeigen, wie sie sich in der Gruppenphase behauptet. Dass sie durchkommen muss, ist klar“, meint Fredi Bobic bei SPORT1. (DATEN: Gruppen und Tabellen der WM)

Er geht sogar noch einen Schritt weiter: „Sie sind auf jeden Fall nicht der Top-Favorit. Sie sind aber einer der Favoriten.“

Bobic lobt Flexibilität - sieht aber auf der Stürmer-Position Bedarf

Der Grund für den Optimismus beim Geschäftsführer Sport bei Hertha BSC ist allen voran der Kader, den Flick nominiert hat.

So gibt es „viele Variationsmöglichkeiten“ innerhalb der Mannschaft. „Er kann viele verschiedene Systeme spielen - Ballbesitz-Fußball, Konterfußball, brachialer Fußball. Es ist vieles möglich, er muss nur den richtigen Mix finden“, erklärt Bobic.

Dabei lobt er besonders die Nominierung von Niclas Füllkrug und Youssoufa Moukoko: „Sie sind für mich Spieler, die Hansi Flick zurecht mitgenommen hat, weil sie gerade das Momentum haben. Bei einem Kader von 26 statt 23 Spielern wird es auch zugelassen, solche Spieler für bestimmte Situationen mitzunehmen.“

Für ihn hat der Werder-Stürmer das Potential, eine ähnliche Rolle wie David Odonkor 2006 einzunehmen. „Wenn es eng wird, wenn es keine Tiefe gibt, dann ist er ein Spieler, der auf jeden Fall durch Flanken ein Tor machen kann“, schildert Bobic.

Bei allem dem Lob für das DFB-Team sieht er aber auch ein große Baustelle, weswegen sie nicht einer der Top-Favoriten sind. „Wenn Kai Havertz, den ich überragend finde und mit der beste deutsche Spieler ist, oft Mittelstürmer spielen muss, aber eigentlich gar kein typischer Mittelstürmer ist, dann sagt das eigentlich vieles aus“, befindet der 51-Jährige.

Das ist für ihn aber auch kein allzu großes Problem, denn schließlich gehe es bei dem Turnier in seinen Augen nicht um den schnellen Erfolg, „sondern die Europameisterschaft im eigenen Land zu gewinnen - das wäre etwas Besonderes.“

Politische Proteste in Katar: „Sollen Fußball spielen“

Abseits des Sportlichen sorgt die politische Situation im Gastgeberland für Diskussionen. So wurde nicht nur die viel diskutierte „One Love“-Armbinde verboten, sondern auch das Wort „Love“ in Regenborgenfarbe auf dem Kragen beim belgischen Trikot.

Dennoch spricht sich Bobic gegen Spielerproteste aus. „Die Spieler sollen Fußball spielen. Sie freuen sich alle auf eine Weltmeisterschaft, so wie sich jeder Leichtathlet auf Olympia freut“, stellt er klar.

Schließlich können die Profis nicht beeinflussen, wo die Turnier stattfinden. „Das sind Entscheidungen, die dumme Funktionäre getroffen haben“, findet er klare Worte.