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WM 2026: So verstrickt ist die Ermittlung des deutschen K.o.-Rundengegners

So wird Deutschlands Gegner ermittelt

Die deutsche Nationalmannschaft trifft als Gruppensieger bei der WM bald auf einen Gruppendritten. Doch wie wird festgelegt, wer sich dem DFB-Team in der K.o.-Runde gegenüberstellt?
Nationalspieler Nadiem Amiri hat familiäre Verbindungen nach Toronto. Ausgerechnet dort bereitete er bei seinem WM-Debüt gegen die Elfenbeinküste den 1:1-Ausgleichstreffer vor.
Die deutsche Nationalmannschaft trifft als Gruppensieger bei der WM bald auf einen Gruppendritten. Doch wie wird festgelegt, wer sich dem DFB-Team in der K.o.-Runde gegenüberstellt?

Die deutsche Nationalmannschaft trifft als einer von acht Gruppensiegern bei der WM im Sechzehntelfinale auf einen der besten Gruppendritten. Doch wie werden diese Drittplatzierten eigentlich ermittelt?

In acht von insgesamt zwölf Gruppen kommen drei Mannschaften weiter. Bildlich gesprochen landen alle zwölf drittplatzierten Mannschaften in einer Tabelle, die letzten vier verabschieden sich aus dem Turnier.

Gerankt werden die Gruppendritten dabei nach folgenden Kriterien: Entscheidend ist zunächst die erzielte Punktzahl, dann die Tordifferenz, dann die Anzahl der erzielten Tore und schließlich die Fairplay-Wertung.

WM 2026: Selbst Fairplay-Wertung könnte wichtig werden

Diese setzte sich aus der Anzahl der Gelben und Roten Karten zusammen. Eine Gelbe Karte bringt den Teams beispielsweise einen Minuspunkt ein. Die meisten Minuspunkte, fünf an der Zahl, kann man seiner Nation einhandeln, wenn man erst Gelb und dann noch glatt Rot sieht.

Sollte auch hier Gleichstand herrschen, zieht die Mannschaft mit dem besseren Ranking in der FIFA-Weltrangliste in die K.o.-Phase ein.

Entscheidend für die Aufteilung der besten Dritten auf ihre kommenden Gegner – es geht um die Sieger der Gruppen A, B, D, E, G, I, K und L – sind die FIFA-Regeln, genauer gesagt der Anhang C des für die WM 2026 veröffentlichten Regelwerks.

Dort wurden die 495 möglichen Kombinationen aufgelistet, die sich beim Blick auf die besten Dritten ergeben könnten. Es handelt sich um mehrere Seiten voller Tabellen mit Zeilen, die nichts als Buchstaben und Zahlen beinhalten.

Auf welchen Gruppendritten trifft Deutschland?

Aufgelistet sind dabei die relevanten Gruppensieger, darunter finden sich alle möglichen Kombinationen. Nach dem Prinzip: Wenn sich ein bestimmtes Team als Dritter qualifiziert, landet es an einem bestimmten Platz in der Tabelle.

Dieses System wird angewendet, sobald die acht besten Gruppendritten feststehen. Für die deutsche Mannschaft ist immerhin schon klar: Der Gegner wird aus den Gruppen A, B, C, D oder F kommen.

Am wahrscheinlichsten ist dabei ein Kontrahent aus der Gruppe C. 231 der 495 möglichen Kombinationen sehen ein entsprechendes Duell vor. Infrage kommen aus Gruppe C die Nationen Brasilien, Marokko und Schottland.

212 mögliche Kombinationen bedeuten derweil ein Duell mit dem Dritten aus Gruppe D. Australien und Paraguay sind hier die Kandidaten. Gegner aus den Gruppen F (35 von 495), A (16/495) und B (1/495) sind derweil deutlich unwahrscheinlicher.

Das kompliziert wirkende Konzept soll verhindern, dass Teams aus der gleichen Gruppe schon früh im Turnier wieder aufeinander treffen können. Außerdem wird eine zweite Auslosung während des Turniers vermieden.

Übrigens: Die vier Sieger aus den Gruppen C, F, H und J spielen gegen Gruppenzweite aus anderen Gruppen. In den übrigen vier Duellen stehen sich jeweils zwei Gruppenzweite gegenüber.