WM 2026>

Einem Bundesliga-Trainer missfallen die großen Experten-Runden

Kritik an großen TV-Experten-Runden

Werder Bremens Trainer Daniel Thioune hat mit Freude die WM verfolgt. Doch einige Änderungen sowie die großen TV-Experten-Runden sieht er kritisch.
Geballte Experten-Power: Jürgen Klopp, Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger
Geballte Experten-Power: Jürgen Klopp, Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger
© IMAGO/EPA
Werder Bremens Trainer Daniel Thioune hat mit Freude die WM verfolgt. Doch einige Änderungen sowie die großen TV-Experten-Runden sieht er kritisch.

Deutliche Worte von Daniel Thioune! Der Trainer des SV Werder Bremen hat im Gespräch mit der Bild-Zeitung seinen Unmut zu einigen Aspekten bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko geäußert.

Mit Blick auf das Finale fand er zwar die Halbzeitshow als Konsument super, doch „als Trainer finde ich sie schrecklich“. Zudem waren für ihn auch die Hydration-Breaks, die teilweise bei einer Außentemperatur von 18 Grad durchgeführt wurden, nicht nachvollziehbar.

„Der Einfluss von außen wächst“

„Ich verstehe den Hintergrund, dass es den Sendern die Möglichkeit gibt, Werbung zu schalten. Aber sowas macht den Fußball kaputt. Wir haben zwei Halbzeiten und nicht vier Viertel. Da fehlt mir die Basis des Fußballs“, äußerte der 52-Jährige sein Unverständnis.

Danach verwies Thioune darauf, dass „der Kommerz wächst und der Einfluss von außen auch“ und nannte hierbei als Beispiel die einkassierte Rote Karte des US-Amerikaners Folarin Balogun, bei welcher wohl US-Präsident Donald Trump seine Finger mit im Spiel hatte.

Kritik an den großen Experten-Runden

Abschließend ging er noch auf die TV-Übertragungen sowie die Rolle der Experten ein. Ihm missfiel nämlich: „Diese extrem großen Experten-Runden im TV sind nicht meins.“

Unter anderem hatte MagentaTV in den USA einen Expertenpool, bestehend aus dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp, den beiden Weltmeistern von 2014, Thomas Müller und Mats Hummels, sowie Olympiasiegerin Tabea Kemme.

Zudem waren im ZDF der künftige DFB-Geschäftsführer Per Mertesacker, Ex-Weltmeister Christoph Kramer, Trainerlegende Christian Streich sowie Frauen-Bundesliga-Trainerin Fritzy Kromp zu sehen. Die ARD hatte zudem als Experten Bastian Schweinsteiger (Weltmeister 2014) und Robin Gosens (Profi FC Schalke 04) im Einsatz.