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15 Seiten: Infantino rechnet in WM-Rundumschlag ab

Infantino rechnet mit Kritikern ab

Für Gianni Infantino ist die WM augenscheinlich noch nicht abgehakt. In einem umfangreichen Instagram-Post verteidigt sich der FIFA-Präsident gegen alle Vorwürfe um das Turnier und empfiehlt seinen Kritikern ungewöhnliche Maßnahmen.
Nach drei Weltmeisterschaften unter Gianni Infantino wächst die Kritik am FIFA-Präsidenten. LaLiga-Boss Javier Tebas spricht sich für einen Wechsel an der Spitze des Weltverbands aus.
Lars Hinzberg
Für Gianni Infantino ist die WM augenscheinlich noch nicht abgehakt. In einem umfangreichen Instagram-Post verteidigt sich der FIFA-Präsident gegen alle Vorwürfe um das Turnier und empfiehlt seinen Kritikern ungewöhnliche Maßnahmen.

Für die meisten Fans geht der Fokus nach der WM schon wieder voll auf den Ligaalltag. Nicht so aber bei Gianni Infantino. In einem 15-seitigen Instagram-Post hat der FIFA-Präsident heftig gegen Medien und Journalisten gewettert und ihnen Hass vorgeworfen.

„An alle, die unser wunderschönes Spiel verpasst haben – die Emotionen, die Jubelrufe, das Lachen, die Tränen, die Enttäuschung und die Freude. […] Es tut mir leid, dass ihr so sehr von Hass und Kritik eingenommen wart, dass ihr all das verpasst habt“, eröffnete er seine Nachricht.

Infantino rechnet bei Instagram mit den Medien ab

Weiter schrieb er: „An all jene, die hinter ihren Stiften und Papieren, hinter ihren Bildschirmen sitzen und Hass und falsche Gerüchte verbreiten: Ich möchte euch sagen: Während ihr dort sitzt, stehen wir bei der FIFA an vorderster Front, organisieren, arbeiten hart und sorgen dafür, dass die beste Show der Welt stattfindet. Während ihr euch versteckt, erkunden wir die Straßen Kanadas, Mexikos und der Vereinigten Staaten, sprechen mit Fans, gehen auf die Menschen zu und sorgen für die Sicherheit aller. Während ihr spaltet, vereinen wir.“

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Infantino wehrt sich damit gegen die Berichterstattung, die sowohl die WM an sich als auch ihn als Person kritisiert hatte. Während des Turniers hatte es wiederholt Ärger über hohe Ticketpreise, die neu geschaffenen Trinkpausen oder Schiedsrichterentscheidungen gegeben. Und auch politische Themen wie der Einfluss von US-Präsident Donald Trump in der Causa Balogun oder Einreisebeschränkungen für das iranische Team und den somalischen Schiedsrichter Omar Artan sorgten in der Öffentlichkeit für Widerstand.

Diesen Vorwürfen entgegnete der 56-Jährige: „Tatsächlich sind ‚umstrittene‘ Schiedsrichterentscheidungen oder ‚seltsame‘ Disziplinarmaßnahmen – wie beispielsweise möglicherweise irrtümlich vergebene Rote oder Gelbe Karten oder die anschließende Entscheidung, Spieler in bestimmten Situationen nicht zu sperren – in einigen der größten Ligen weltweit an der Tagesordnung und werden allgemein akzeptiert.“

Weiter: „Sie haben die wenigen Menschen erwähnt, denen ein Visum verweigert wurde, und dabei die Millionen übersehen, denen aus allen Teilen der Welt ein Visum erteilt wurde“ verteidigte er auch dieses Vorgehen.

Infantino empfiehlt Meditation

Abschließend hatte der FIFA-Präsident noch einen Vorschlag für seine Gegner parat: „An alle, die ihre Zeit und Energie darauf verwenden, uns zu hassen: Nehmt euch bitte einen Moment Zeit, um nachzudenken, zu meditieren, zu beten oder ein Fußballspiel anzuschauen – und beobachtet dabei ganz genau die Gesichter, die Augen und die Emotionen.“

Schließlich hätte man ihnen gerade die „herausragendste“ WM geliefert. „Ohne Gewalt, ohne Zwischenfälle, 100 Prozent sicher, nur Glück und Freude.“