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WM: FIFA äußert sich zu brisantem Banner

Brisantes Banner: FIFA äußert sich

Die Argentinier sorgen nach dem Sieg im Halbfinale gegen England mit einer Anspielung auf den Falklandkrieg für Aufregung. Nun äußert sich auch der Weltverband FIFA zu der Angelegenheit.
Mehrere argentinische Nationalspieler feiern den Einzug ins WM-Finale mit einem brisanten Banner, welches auf einen tragischen Konflikt anspielt. Der britische Wirtschaftsminister fordert nun Konsequenzen.
Die Argentinier sorgen nach dem Sieg im Halbfinale gegen England mit einer Anspielung auf den Falklandkrieg für Aufregung. Nun äußert sich auch der Weltverband FIFA zu der Angelegenheit.

Bei den Feierlichkeiten zum Finaleinzug präsentierten die Argentinier nach dem 2:1-Sieg gegen England ein brisantes Banner mit einer Anspielung auf den Falklandkrieg. Aus Großbritannien wurden bereits Forderungen nach Konsequenzen laut. Jetzt hat sich der Weltverband FIFA erstmals zu der Causa geäußert.

„Wie üblich“ prüfe die Disziplinarkommission derzeit die Spielberichte und werde dann „über mögliche weitere Schritte“ entscheiden, teilte ein Sprecher auf SID-Anfrage mit.

Lisandro Martínez und Giovani Lo Celso zeigten beim Jubel auf dem Rasen im Anschluss an das Spiel gegen England ein Plakat mit der Aufschrift: „Las Malvinas son argentinas“ („Die Falklandinseln sind argentinisch“).

FIFA verbietet Botschaften dieser Art

Mit dem Schriftzug soll Argentiniens Anspruch auf die Falklandinseln untermauert werden, um die Argentinien und Großbritannien 1982 Krieg führten. Damals starben insgesamt 907 Menschen.

Heute betrachtet Großbritannien die Inseln im südlichen Atlantik als britisches Überseegebiet. 2013 stimmten die Bewohner mit über 99 Prozent Mehrheit für einen Verbleib im Vereinigten Königreich.

Da Botschaften dieser Art von der FIFA verboten sind, drohen den Argentiniern nun disziplinarische Konsequenzen. Diese könnten sich gegen Spieler und/oder den Verband richten. 

Kritik aus Großbritannien

Der britische Wirtschaftsminister Peter Kyle forderte bereits eine Untersuchung durch den Fußball-Weltverband. „Politik und Fußball müssen getrennt bleiben. Tatsächlich gehört die Trennung von Politik und Fußball zu den Grundprinzipien der Weltmeisterschaft“, sagte er der BBC.

Kritik kam auch aus der Downing Street, dem Amtssitz des britischen Premierministers Keir Starmer. „Die Weltmeisterschaft gehört vielleicht nicht uns, aber die Falklandinseln definitiv“, sagte ein Sprecher.

Auch Argentiniens Präsident äußert sich

Versöhnliche Töne schlug Argentiniens Präsident Javier Milei an. „Fußball und der Falklandkonflikt dürfen nicht vermischt werden“, sagte Milei am Abend im Radiosender Radio Mitre, ohne die Geste der Spieler explizit zu erwähnen.

Die Falklandinseln würden durch „kluge Diplomatie gewonnen, nicht durch billige patriotische Gesten. Wir machen diplomatisch enorme Fortschritte. Es ist uns gelungen, die UN dazu zu bewegen, England zu Gesprächen mit uns zu zwingen. Aber lassen wir uns nicht täuschen, es ist nur ein Fußballspiel.“

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)