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Handball-EM 2024: "Früher hätte ich mich zerfleischt" - starke Wolff-Reaktion nach "Eigentor"-Hälfte

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Handball-EM 2024: "Früher hätte ich mich zerfleischt" - starke Wolff-Reaktion nach "Eigentor"-Hälfte

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„Früher hätte ich mich zerfleischt“

Andreas Wolff und David Späth bekommen gegen Ungarn lange überhaupt keine Hand an den Ball. Nach der Pause dreht Wolff - und äußert sich.
Deutschlands Torhüter Andreas Wolff erlebt gegen Ungarn zu Beginn einen gebrauchten Abend, steigert sich aber in der zweiten Halbzeit - auch dank neu gewonnener mentaler Stärke.
Robin Wigger
Robin Wigger

Torwart-Debakel in Hälfte eins - Steigerung nach der Pause! Andreas Wolff und David Späth kamen im ersten Durchgang im dritten Hauptrundenspiel gegen Ungarn (35:28) zusammen nur auf eine Parade.

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Während der bisher im Turnier so starke Wolff keinen einzigen der neun ungarischen Versuche parieren konnte, wehrte Späth, der den glücklosen Wolff nach knapp 13 Minuten ersetzte, immerhin einen Ball ab – und ließ danach seinen Emotionen wie gewohnt freien Lauf. Die Fans honorierten das und machten entsprechend Stimmung.

„Ich habe es heute irgendwie geschafft, nur Eigentore zu erzielen gefühlt. Natürlich waren die Würfe der Ungarn top, aber ich war jedes Mal dran, in der richtigen Ecke. Dann habe ich es geschafft, den Ball zu halten und in mein eigenes Tor zu lenken“, sagte Wolff nach der Partie in der Mixed Zone.

Ähnlich erklärte Bundestrainer Alfred Gislason den zunächst unglücklichen Auftritt seines Keepers im ZDF: „Er war immer in der richtigen Ecke am Anfang, irgendwie sind die Bälle dann doch reingegangen, weil sie (die Ungarn; Anm. d. Red.) auch sehr gute Werfer haben.“

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Gut für Deutschland: Auch die ungarischen Keeper László Bartucz und Kristóf Palasics kamen bis zur Pause zusammen nur auf drei Paraden. Weil der deutsche Angriff zudem deutlich flüssiger lief als beim 22:22 gegen Österreich, ging das DHB-Team mit einer 18:17-Führung in die Kabine.

Wolff steigert sich in Halbzeit zwei

In Hälfte zwei durfte sich Wolff wieder beweisen - und drehte auf. Zwar gelang dem Schlussmann von Industria Kielce erst in der 39. Minute die erste Parade, doch das gab ihm einen immensen Schub.

Die deutsche Abwehr stand nun deutlich besser und Wolff konnte sich dahinter mehrfach auszeichnen. Acht weitere Chancen konnte er vereiteln, sodass er am Ende wieder bei einer Quote von 31 Prozent stand und entscheidenden Anteil am deutlichen und überzeugenden Sieg hatte, der alle Chancen auf das Halbfinale wahrt.

„Ich war nicht ganz glücklich (zur Pause, Anm. d. Red.), aber ich bin froh, dass ich der Mannschaft in der zweiten Hälfte (neun Paraden; Anm. d. Red.) noch einmal helfen konnte.“

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Wolff: „Früher hätte ich mich zerfleischt“

SPORT1 fragte nach: War für diese Reaktion in Hälfte zwei auch die eigene Wandlung, über die er selbst gesprochen hatte, entscheidend? „Ja, genau. Früher hätte ich mich wahrscheinlich nach der ersten Hälfte zerfleischt, heute habe ich einfach gemerkt, ich bin eigentlich da, aber es fehlt das Quäntchen Glück.“

Rune Dahmke meinte: „Für uns war es natürlich fantastisch, dass wir heute so performt haben. Gerade, wenn Andi heute mal einen Tag hatte, wo er ein bisschen Pech hatte. Dass es das Spiel ist, wo wir anderen ihn ein bisschen tragen können. Das kann uns in der Zukunft auch noch ordentlich helfen.“