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Handball-EM: Pikante Gislason-Aussagen nach dem Tiefschlag für Deutschland

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Handball-EM: Pikante Gislason-Aussagen nach dem Tiefschlag für Deutschland

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Gislasons pikante Mängelliste

Bundestrainer Alfred Gislason ist nach dem deutschen Remis gegen Österreich bedient - und spart nicht mit Kritik an seinem Team.
Nach dem glücklichen Remis der deutschen Handball-Nationalmannschaft gegen Österreich geht DHB-Trainer Alfred Gislason mit seinem Team hart ins Gericht.
Robin Wigger
Robin Wigger

Deutliche Worte von Alfred Gislason! Der Bundestrainer hat nach dem am Ende stark erkämpften, aber dennoch enttäuschenden 22:22 im zweiten EM-Hauptrundenspiel gegen Österreich Kritik an seiner Mannschaft geübt.

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Der Isländer, bekannt für klare Worte und dafür, seine Spieler auch öffentlich nicht zu schonen, hatte am Samstag viel zu bemängeln und machte dem eigenen Team teils brisante Vorwürfe. SPORT1 zeichnet nach, was Gislason im Duell mit dem Nachbarn alles missfiel - mit Stimmen von der ARD, Dyn, der Mixed Zone und der Pressekonferenz.

- Fehlende Konzentration:

Wahnsinn, was Deutschland für Chancen gegen den überragenden Keeper Constantin Möstl vergab!

„Die Konzentration - gegen so einen Torhüter - war nicht genug“, monierte Gislason: „23 Fehlwürfe - meist freistehend - ist zu viel. Auf gewissen Positionen waren wir einfach zu harmlos. Es lag an unserem Angriff. 23 Fehlwürfe und elf technische Fehler ist einfach zu viel. Grausam eigentlich.“

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- Fehlende Bereitschaft und Einstellung:

Nicht nur die Konzentration prangerte Gislason an, sondern auch die generelle Herangehensweise. Ein überraschender Kritikpunkt bei einem Heim-Turnier. „Die Einstellung muss sich ändern“, befand Gislason.

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Auf die Frage in der ARD, ob vermeintlich fehlende Kräfte ein Argument seien, holte Gislason aus.

„Hutecek und Bilyk spielen (bei Österreich, Anm. d. Red.) von Anfang an durch. Wir können reden über: Müde hier, müde da - aber, die spielen durch! Das zählt überhaupt nicht. Es heißt immer: Mehr Pause hier und mehr Pause da, aber die spielen durch. 60 Minuten, hinten wie vorne, und zwar seit Beginn des Turniers. Und müde sind die nicht“, schimpfte Gislason, ehe er eine brisante Andeutung fallen ließ.

„Ich fand auch, anfangs war nicht jeder von uns bereit - gerade unsere Rückraumspieler. Wenn wir dann durchkamen, sind wir sehr, sehr oft gescheitert.“

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- Fehlende Bewegung:

„Wir haben oft Schwierigkeiten uns nach vorne zu arbeiten, weil sich niemand richtig angeboten hat“, erkannte Gislason.

Zudem analysierte der Isländer: „Wir hatten nicht genügend Spielfluss.“ In der Tat fehlte viel zu oft die Bewegung im deutschen Spiel.

- Fehlende Leistung einzelner Spieler:

Gislason entschied sich dazu, Philipp Weber statt des angeschlagenen Juri Knorr beginnen zu lassen. Der Magdeburger habe im Training auf der Mitte einen „super Eindruck“ hinterlassen. Das konnte Weber gegen Österreich aber leider nicht bestätigen.

„Er hatte vier Fehler in den ersten zehn Minuten“, meinte Gislason: „Weber gegen Frankreich reinzustellen, wäre ... wir konnten nicht, das wisst ihr genauso wie ich.“

Grundsätzlich fand Gislason: „Auf gewissen Positionen waren wir einfach zu harmlos.“ Auch mit seinen Außen-Spielern, insbesondere Timo Kastening, zeigte er sich unzufrieden.

„Die große Problemstelle“ der vorherigen Spiele, dass zu wenige Bälle nach außen kamen, war am Samstagabend nicht der Fall. Aber „die wurden extrem schlecht verworfen. Gerade von rechts kam gar keine Gefahr mehr. Deswegen ist viel Last auf Juri (Knorr) und Köster gekommen.“

Sein Schlussfazit: „Es gibt viele Baustellen. Ich kann es nur ansprechen.“

Am Montag steht für Deutschland gegen Ungarn (ab 20.30 Uhr im LIVETICKER) das nächste Endspiel an.