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Handball-EM: "Klingt surreal" - Dänen-Held reagiert auf Gislason-Lob

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Handball-EM: "Klingt surreal" - Dänen-Held reagiert auf Gislason-Lob

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Dänen-Held reagiert auf Gislason-Lob

Emil Nielsen wehrt gegen Deutschland acht Würfe ab und wird zum entscheidenden Faktor im EM-Halbfinale. Lob des Bundestrainers klingt für ihn „surreal“.
Emil Nielsen bei einem Pressetermin am Samstag
Emil Nielsen bei einem Pressetermin am Samstag
© IMAGO/Ritzau Scanpix
Robin Wigger
Robin Wigger

Nicht viel fehlte der deutschen Handball-Nationalmannschaft, um im EM-Halbfinale den großen Favoriten Dänemark zu schlagen. Daran, dass am Ende doch eine 26:29-Niederlage stand, hatte ein Mann des Gegners einen entscheidenden Anteil: Emil Nielsen.

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Der nominelle Ersatzkeeper rückte zur zweiten Hälfte für Niklas Landin (5/20 Paraden) zwischen die Pfosten und war bei zahlreichen deutschen Würfen zur Stelle. Am Ende hatte Nielsen acht Paraden auf dem Konto, bei einer Quote von 42 Prozent.

„Wir haben in der zweiten Halbzeit zu viel verworfen gegen Nielsen im Tor, der ist aber natürlich auch ein Weltklasse-Torhüter“, sagte Bundestrainer Alfred Gislason im ZDF.

SPORT1 sprach den Keeper am Samstag bei einem Medientermin auf das Lob Gislasons an. „Das klingt für mich surreal. Das sind sehr große Worte von einer Legende. Darüber bin ich sehr glücklich und dankbar“, antwortete Nielsen.

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Für den 26-Jährigen war es schon „ein Traum, hier zu diesem Turnier zu fahren - schon seit ich ein Kind war“.

Nielsen bringt Kölner Arena zum Schweigen

Nielsen betonte aber, sich „nicht als Held meines Teams“ zu fühlen: „Es war eine Teamleistung, jeder hat sein Teil zum Sieg beigesteuert.“

Ohne Frage - und doch brachte Nielsen nicht hin und wieder die DHB-Stars zur Verzweiflung, sondern auch den Großteil der 19.750 Fans in der Kölner Lanxess Arena kurzzeitig zum Schweigen.

„Das hat Spaß gemacht“, sagte Nielsen lächelnd: „Ich bin sehr glücklich. Ich bin selbstbewusst und auch das Team ist selbstbewusst.“

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Nielsen bescheiden: „Für mich eine Ehre“

Der Killer zwischen den Pfosten, der im Turnierverlauf schon einige Male überzeugt und gegen Tschechien mit einer Paradenquote von 72,22 Prozent brilliert hatte, betonte allerdings „nicht wirklich cool“ zu sein, „möglicherweise wirke ich nur so“.

Am Donnerstag habe er gewusst, dass es am Freitag „nicht viel Spaß machen wird, in die Arena zu fahren. Am Ende steht der Sieg und damit bin ich mehr als zufrieden.“

Der 27-Jährige aus der dänischen Stadt Aarhus verdient seit rund anderthalb Jahren sein Geld beim FC Barcelona und bildet dort ein Duo mit dem spanischen Torhüter-Star Gonzalo Pérez de Vargas.

Die gesamte Turniererfahrung und seine Leistungen seien „etwas surreal, wenn ich ehrlich bin. Das ist aktuell ein sehr großer Moment für mich und ich bin sehr stolz darauf, wie das Turnier bislang verlaufen ist. Ich bin sehr glücklich darüber, dass Nikolaj (Nikolaj Jacobsen, dänischer Nationaltrainer, Anm. d. Red.) mir die Chance gibt. Das ist für mich eine Ehre.“

Entscheidet Nielsen jetzt auch noch das Finale gegen Frankreich am Sonntag (ab 17.45 Uhr im LIVETICKER)?