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Handball-EM: "Gab es das jemals?" Deutsche Abwehr-Kante gefeiert

Kroatien zerschellt am DHB-Bollwerk

Justus Fischer und Rune Dahmke sorgen mit ihrem Einsatz im Halbfinale der Handball-EM für ein Spektakel und ebnen gegen Kroatien den Weg zum Finaleinzug.
Deutschland hat das Finale bei der Handball-EM 2026 erreicht. Das Team von Bundestrainer Alfred Gislason setzt sich im Halbfinale gegen Kroatien durch.
Justus Fischer und Rune Dahmke sorgen mit ihrem Einsatz im Halbfinale der Handball-EM für ein Spektakel und ebnen gegen Kroatien den Weg zum Finaleinzug.

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft feiert bei der EM gegen Kroatien den Einzug ins Finale.

Nach einem 17:15-Pausenstand zog das DHB-Team im zweiten Durchgang schnell auf zwischenzeitlich sechs Tore davon, auch dank zweier kurioser Szenen in der Defensive, die den 31:28-Sieg und das Endspiel gegen Dänemark sicherten.

Handball-EM: Deutsche Block-Party gegen Kroatien

Schon in der 33. Spielminute zeigte sich der deutsche Innenblock deutlich geordneter als noch vor der Pause und ließ die Kroaten gleich mehrfach verzweifeln.

In nur einem Angriff blockte Kreisläufer Justus Fischer gleich drei gegnerische Würfe und verdoppelte damit seine bisherige Ausbeute im Turnier!

Kretzschmar feiert Block-Party von Fischer: „Gab es das jemals?“

„Gab es das in der Geschichte der Europameisterschaften jemals? Drei Blocks in einem Angriff“, jubelte Experte Stefan Kretzschmar bei Dyn. Und auch sein ehemaliger Nationalmannschaftskollege Pascal Hens feierte: „Immer der Fischi sage ich dir.“

In den nächsten Minuten setzte sich die deutsche Block-Party sogar fort, Fischer und seine Mitspieler entnervten ihre Gegner mit weiteren Blocks. Kroatien zerschellte regelrecht an der deutschen Abwehr-Mauer!

„Wir mussten kompakter in der Defensive stehen, um unseren Torhüter bei den Distanzwürfen zu helfen“, meinte Fischer nach der Partie und erklärte: „Ich denke, es hat gleich zu Beginn gut funktioniert.“

Auch Kroatiens Ivan Martinovic erkannte im Anschluss an: „Das war das größte Problem, der Start der zweiten Halbzeit. Wir konnten nicht treffen.“

Gislason feiert: „Eine unglaubliche Abwehrleistung“

Nationaltrainer Alfred Gislason äußerte sich bei der ARD ebenfalls zu der spektakulären Sequenz. „Das war eine unglaubliche Abwehrleistung. Die räumen alle Kreuzungen ab. Das ist Turnierrekord. Fischer hat drei Bälle in einem Angriff geblockt. Eine unglaubliche Leistung“, feierte der Isländer.

DHB-Kapitän Johannes Golla sprach darüber hinaus von einem „starken Start, in die zweite Hälfte, wo alles funktioniert, wo alle performen“. Zum Ende des Spiels sei es zwar noch einmal „sehr eng und zittrig“ geworden, dennoch führte er aus: „Das ist das, was uns als Mannschaft und die deutsche Nationalmannschaft in den vergangenen Jahren immer stark gemacht hat, wenn wir so eine Mauer hinstellen können in Verbindung mit den überragenden Torhütern. Das hat in dem Moment auch super funktioniert. Wir haben das auch bis zum Spielende gebraucht, weil vorne haben wir die Bälle dann nicht mehr so reinbekommen wie zum Anfang der zweiten Halbzeit. Die Abwehr war heute entscheidend, dass wir ins Finale einziehen konnten.“

Irre Dahmke-Szene erinnert an EM 2018

Gefeiert wurde zudem der Einsatz von Linksaußen Rune Dahmke, der mit einer Rettungstat an seinen ikonischen Hechtsprung bei der EM 2018 erinnerte.

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Andreas Wolff parierte mit einer Monsterparade zunächst einen Gegenstoß der Kroaten, bevor Dahmke den Ball mit einem weiteren Hechtsprung vor dem Seitenaus rettete.

„Rune Dahmke! Können wir eine Zeitlupe sehen. Ich will ‚Flying Rune 2.0′ sehen“, schwärmte Kretzschmar und meinte: „Das war Weltklasse, eine Weltparade. Wir haben vorhin über die Wahl zum Welthandballer geredet. Als Welttorhüter wird heute Rune Dahmke gewählt.“

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