Alfred Gislason hat erklärt, warum die beiden etatmäßigen Außenspieler Lukas Zerbe und Lukas Mertens im EM-Hauptrundenspiel gegen Dänemark nicht zum Kader der deutschen Handball-Nationalmannschaft gehörten. Der Bundestrainer begründete die Entscheidung mit Belastungssteuerung.
Handball-EM: Gislason begründet Personal-Überraschungen
Gislason begründet Überraschungen
Sowohl Mertens als auch Zerbe hätten in den vorherigen Partien quasi durchgespielt. „Man merkte den beiden an, dass sie aus den letzten Spielen mit Muskelverhärtungen gekommen sind“, sagte Gislason nach der 26:31-Niederlage bei SPORT1. „Natürlich hätte ich sie aufstellen können, aber dann hätten sie jetzt womöglich Zerrungen erlitten und wären ausgefallen.“
Gislason verzichtete auf das Risiko und konnte im Duell gegen den Gastgeber lediglich auf Linksaußen Rune Dahmke und Rechtsaußen Mathis Häseler zurückgreifen. Dazu half Kreisläufer Jannik Kohlbacher immer wieder auf der linken Seite aus. „Häseler hat seine Sache gut gemacht, und auf der anderen Seite haben wir oft mit zwei Kreisläufern gespielt – das hat teilweise gut funktioniert“, bilanzierte der Isländer.
Handball-EM: Deutschland kämpft um das Halbfinale
Dennoch reichte es für die deutschen Handballer nicht, Dänemark in Schach zu halten. Vor allem Welthandballer Mathias Gidsel trug mit acht Toren und sieben Vorlagen entscheidend dazu bei, dass die DHB-Auswahl trotz einer lange recht ansprechenden Leistung ab Mitte der zweiten Halbzeit den Anschluss verlor und am Ende unterlag.
Offensiv trat Häseler zunächst kaum in Erscheinung, traf in der zweiten Halbzeit aber noch zweimal aus zwei Versuchen. Dahmke erzielte einen Treffer bei zwei Würfen, während Kreisläufer Jannik Kohlbacher am späten Montagabend ohne persönlichen Torerfolg blieb.
Trotz der Niederlage kämpft das deutsche Team am Mittwoch gegen Titelverteidiger Frankreich um den Einzug ins EM-Halbfinale. Ein Punkt würde der DHB-Auswahl reichen, um zu den vier besten Mannschaften Europas vorzustoßen.