Die deutsche Nationalmannschaft will bei der Handball-EM direkt nachlegen: Nach dem gelungenen Auftakt am Donnerstag gegen Österreich (30:27) wartet heute mit Serbien um 20:30 Uhr (JETZT im LIVETICKER) der nächste Härtetest auf die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason.
Handball-EM heute live: Deutschland - Serbien im Free-TV, Livestream & Ticker - Kritik an Gislasons Entscheidung
Kritik an Gislasons Entscheidung
Im Vergleich zum Auftaktsieg rutscht Matthes Langhoff aus dem Aufgebot. Linkshänder Nils Lichtlein, der bereits zum Auftakt aufgrund einer Fußverletzung gefehlt hatte, pausiert weiterhin.
Handball-EM heute im TV: So verfolgen Sie Deutschland gegen Serbien LIVE im Free-TV
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Handball-EM: Ex-Nationalspieler kritisieren Gislasons Entscheidung
Zwei ehemalige Nationalspieler äußerten Kritik am Beschluss des Bundestrainers, Langhoff nicht zu nominieren. Es sei keine gute Entscheidung, stellte Tobias Reichmann bei Dyn klar und erklärte: „Matthes wäre eine gute Option gewesen, in der Abwehr schneller rauszutreten und aus der Deckung den Ball schnell nach vorne zu tragen.“
Stefan Kretzschmar stimmte Reichmann zu: „Ich hätte es nicht so gewählt. Es ist die Variabilität, die wir haben.“ Langhoff sei vielleicht „unser bester Halbfeldverteidiger. Das rauszunehmen aus dem deutschen Spiel hätte ich so auch nicht gemacht“, führte der 52-Jährige aus.
Gislason verzichtet auf zwei Füchse-Spieler
Gislason hat 18 Spieler mit zur Europameisterschaft genommen und kann aus diesem Aufgebot für jedes Spiel maximal 16 Spieler nominieren.
Beim EM-Auftakt gegen Österreich hatte der Isländer noch auf Linksaußen Rune Dahmke vom THW Kiel verzichtet. Gegen Serbien sind mit Langhoff und Lichtlein zwei Spieler der Füchse Berlin nicht dabei.
Handball-EM: Deutschland kann Hauptrunde klarmachen
Ein weiterer Erfolg des DHB-Teams in der Gruppe A würde den vorzeitigen Einzug in die Hauptrunde bedeuten, da Spanien zuvor gegen Österreich gewann.
Deutschland geht nach dem Auftaktsieg gegen Österreich mit Rückenwind in das Duell gegen Serbien. Gegen den physisch starken Gegner wird für das DHB-Team vor allem entscheidend sein, das Tempo hochzuhalten und in der Defensive wieder kompakt zu stehen.
Gegen Österreich präsentierte sich die deutsche Abwehr sehr überzeugend, dazu avancierte Andreas Wolff mit zahlreichen Paraden zum entscheidenden Faktor. Alfred Gislason adelte seinen Keeper anschließend als Matchwinner.
Handball-EM 2026: Wolff und Schluroff als Rückhalt
Neben Wolff überzeugte auch Miro Schluroff mit einer tadellosen Vorstellung und gab dem DHB-Team wichtige Impulse. Genau diese Mischung aus stabiler Defensive und starkem Torhüterspiel soll nun auch gegen Serbien den nächsten EM-Sieg ermöglichen.
Serbien steht nach dem misslungenen Start ins Turnier (27:29 gegen Spanien) bereits unter Zugzwang. Deutschland dagegen kann mit einer breiten Brust auftreten.
Dennoch warnte Gislason zuletzt vor der Qualität des Gegners: „Das ist eine sehr heißblütige Mannschaft. Wenn die einen Lauf bekommen, sind sie extrem schwer zu stoppen.“