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Gewalt: Schweizer Liga erwägt radikalen Schritt

Gewalt: Schweizer Liga erwägt radikalen Schritt

Die Schweizer Fußball-Liga erwägt nach massiven Ausschreitungen in den vergangenen Wochen die generelle Sperrung der Auswärtsblöcke.
Mit Leuchtgeschossen gingen Fans im Zürcher Derby aufeinander los
Mit Leuchtgeschossen gingen Fans im Zürcher Derby aufeinander los
© Imago
SID
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von SID

Die Schweizer Fußball-Liga (SFL) erwägt nach massiven Ausschreitungen in den vergangenen Wochen die generelle Sperrung der Auswärtsblöcke.

„Um die friedlichen Fans zu schützen, steht die Schließung der Gastsektoren im Raum“, verkündete die Liga am Donnerstag. Zuletzt waren beim Zürich-Derby am Samstag Randalierer mit Feuerwerkskörpern aufeinander losgegangen.

"Im Zentrum steht der Schutz der überwiegenden Mehrheit der friedlichen Fans und der Kinder in den Stadien", teilte die Liga mit. Diesen werde "die Freude am Besuch eines Fußballspiels genommen. Die Klubs und die SFL können und wollen einen solchen Zustand, der dem gesamten Fußball in der Schweiz immensen Schaden zufügt, nicht mehr tolerieren."

Die SFL will das Gespräch mit den Vereinen suchen. "Liga und Klubs erwarten ein deutliches Signal aus den Fankurven, dass solche Aktionen nicht unterstützt werden", sagte SFL-Chef Claudius Schäfer. "Gleichzeitig ist es unsere Aufgabe, (...) für alle Fans und Familien friedliche Spiele zu organisieren."

Ob die Maßnahmen zeitlich begrenzt sein sollen, war der Mitteilung nicht zu entnehmen.