Seit Mittwoch steht fest: Thomas Tuchel wird neuer Trainer des englischen Nationalteams - fängt aber nicht sofort an. In den beiden ausstehenden Nations-League-Spielen im November in Griechenland und gegen Irland wird Interimstrainer Lee Carsley die „Three Lions“ noch einmal betreuen. Erst danach kehrt er zur U21 zurück.
Warum Tuchel nicht sofort beginnt
Warum das Ganze? Mark Bullingham, Boss des englischen Verbandes FA, klärte auf einer Pressekonferenz auf. „Als wir zuerst mit ihm gesprochen haben, hatten wir unseren Zeitrahmen und er hatte seinen. Das hat dann so zusammengepasst. Wir wollten uns auf die WM konzentrieren. Daher machte es für uns am meisten Sinn, am 1. Januar 2025 zu starten. Und so machen wir das“, sagte er.
Dann soll Tuchel England zur WM 2026 in die USA, Mexiko und Kanada führen und dort die Sehnsucht nach dem ersten großen Titel seit dem WM-Triumph 1966 stillen. „Wir werden auf dem aufbauen, was Gareth (Southgate; Anm. d. Red.) und die FA aufgebaut haben. Und hoffentlich können wir noch etwas ergänzen, damit wir ans Ziel kommen“, betonte Tuchel und lobte dabei auch seinen Vorgänger, der im Sommer das EM-Finale gegen Spanien verlor.

Wie die Bayern vom Tuchel-Deal profitieren
Übrigens profitiert auch Tuchels letzter Verein, der FC Bayern München, von seinem neuen Trainerjob - vor allem finanziell.
Beide Seiten hatten sich im Sommer 2024 vorzeitig getrennt, obwohl der Vertrag des 51-Jährigen an der Säbener Straße noch bis Juni 2025 gelaufen wäre. Über die Modalitäten machten die Beteiligten zwar keine Angaben, nach SPORT1-Informationen wurde aber vereinbart, dass Tuchel noch einen Sockelbetrag von zehn Millionen Euro erhält.
Doch findet Tuchel vor Ablauf der ursprünglichen Vertragslaufzeit einen neuen Job, schmilzt der Betrag. Dies ist mit dem England-Job nun der Fall.